Examensarbeit, 2006
59 Seiten, Note: 2
Vorwort
Einleitung
1. Beschreibung der Begrifflichkeiten „Trans – und Interkulturalität“ anhand Darstellungen unserer „eigenen“ Auswanderungsgeschichte zur Mitte des 19. Jhdt.
1.1 Geschichte der Migration „in“ Deutschland und wie es zu vielen Vorurteilen kam
1.2 Die fünf Weltreligionen - ihre Verbreitung und Bedeutung sowie einige ihrer wichtigsten Rituale
1.2.1 Buddhismus
1.2.2 Christentum
1.2.3 Hinduismus
1.2.4 Islam
1.2.5 Judentum
2. Statistische Aufzeichnungen zur Migration
2.1 50 Jahre Migration in Deutschland
2.1.1 Bevölkerung m. Migrationshintergrund 50 Jahre und älter
2.1.2 meine Prognosen bezüglich der zu erwartenden Altenpflege-situation in Deutschland vor dem Hintergrund der Migration
2.1.3 Lösungsstrategien
3. Wegbereiter / Innen der „Transkulturellen Pflege“
3.1 Madeleine Leininger , Theorie der „Transkulturellen Pflege“
3.2 Monika Habermann , Das „Interkulturelle Kompetenzmodell“
3.3 Dagmar Domenig, „Professionelle Transkulturelle Pflege“
4. Bestehende Einrichtung der Altenpflege in ihrer bereits erfolgreichen Umsetzung
4.1 Multikulturelles Seniorenzentrum "Haus Am Sandberg" Duisburg
4.1.1 Auszüge aus dem Clearing – Bericht des Heimleiters Ralf K., der ihn 2005 verfasste
4.1.2 Auszüge aus einem Fernsehbericht des WDR und einem Interview mit Heimleiter Ralf K.
4.1.3 Mein Interview mit Frau E., Pflegerin im selben Haus
5. Transkulturelle Pflegeprozesse mit muslimischen Bewohnern
5.1 Checkliste für den kultursensiblen Leiter einer Pflegeeinrichtung
5.2 Die „kultursensible“ Pflegeplanung
6. Kultursensible Mitarbeiter
6.1 interne Qualitätszirkel zum Thema :Multikulturalismus
7. Wo ich Informationen und ggf. Unterstützung erhalten kann, wenn Bewohner aus anderen Kulturkreisen auf meiner Station leben?
7.1 Adressen von Behörden, Verbänden und Vereinen
8. Schlusswort
9. Literaturhinweise
Die Studienarbeit verfolgt das Ziel, transkulturelle Kompetenz in der Altenpflege zu fördern, indem sie Informationen und praktische Lösungsstrategien für die Betreuung von Bewohnern mit Migrationshintergrund vorstellt. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Pflegekräfte Bewohner unabhängig von ihrer kulturellen oder religiösen Herkunft in ihrer Ganzheit annehmen und ihre Würde im Pflegealltag bewahren können.
1. Beschreibung der Begrifflichkeiten „Trans – und Interkulturalität“ anhand Darstellungen unserer „eigenen“ Auswanderungsgeschichte zur Mitte des 19. Jhdt.
Noch zur Mitte des 19.Jahrhunderts, also um 1850 wanderten viele Deutsche aus wirtschaftlichen und politischen Gründen aus. Nord – und Südamerika, Kanada und Australien waren dabei die beliebtesten Ziele, denn dort konnte man als freier (nicht Leibeigener) Mensch sich und seine Familie am besten über die Runden bringen. Aber es gab auch bereits frühere Auswanderungsbewegungen Deutscher auf den Balkan und nach Russland. (Siebenbürgen, Moldavien, Wolga-Region, Sibirien) Mit kostenlosem Grundbesitz , Freiheit von der Leibeigenschaft ,unsäglichen Goldvorkommen u.s.w. lockte man auch hier die Menschen. Und sie gingen scharenweise, mit Sack und Pack. Die Daheimgebliebenen, welche in der glücklichen Lage waren, jemals wieder etwas von ihren Angehörigen in Erfahrung zu bringen, erfüllte es mit Stolz und einem, für die damaligen Verhältnisse seltenem Selbstbewusstsein, wenn ihnen zugetragen wurde, wie gut es die Angehörigen in der neuen Heimat hatten.
Viele folgten ihren Verwandten in die neue Freiheit – und viele zog es nie wieder zurück in ihr Ursprungsland. Mit welch, oft brutalen Mitteln das viel gelobte Land aber von den ersten Siedlern in Besitz genommen worden war, interessierte die Wenigsten. In Nordamerika beispielsweise wurden im Rahmen erster Besiedelungsvorgänge etliche Indianerstämme vollkommen ausgerottet – aber auch von den Wolga – Deutschen erfuhr man nicht viel Besseres. Die dort ursprünglich beheimateten Kosakenvölker mussten der Flut der Deutschen nach Norden entweichen und waren ab dato heimatlos. Diese Auswanderungsbewegungen brachten Deutsche, (die bis 1871 noch zum preußischem Königreich gehörten) zum ersten Mal in dieser Größenordnung mit fremden Kulturen in Verbindung. Da es jedoch zu keinen nennenswerten Vermischungen zwischen den Völkern kam (es war Vertreibung und Ausrottung), und da Deutsche ihre eigene Kultur mitsamt ihrem Glauben in die Fremde exportierten (sie wurden ihnen zur Heimat in der Fremde), kann man diese historischen Begebenheiten allenfalls mit ersten „Interkulturellen Kontakten“ bezeichnen.
1. Beschreibung der Begrifflichkeiten „Trans – und Interkulturalität“ anhand Darstellungen unserer „eigenen“ Auswanderungsgeschichte zur Mitte des 19. Jhdt.: Dieses Kapitel beleuchtet den historischen Kontext von Auswanderung und definiert durch den Vergleich mit der Vergangenheit die Begriffe Trans- und Interkulturalität.
2. Statistische Aufzeichnungen zur Migration: Hier werden Daten zur Migration in Deutschland analysiert, um Prognosen für die zukünftige Versorgungssituation in der Altenpflege zu entwickeln.
3. Wegbereiter / Innen der „Transkulturellen Pflege“: Es werden die theoretischen Konzepte von Leininger, Habermann und Domenig vorgestellt, die als Grundlage für transkulturelle Pflegeansätze dienen.
4. Bestehende Einrichtung der Altenpflege in ihrer bereits erfolgreichen Umsetzung: Dieses Kapitel präsentiert das "Haus Am Sandberg" in Duisburg als praktisches Beispiel für ein erfolgreich umgesetztes multikulturelles Altenpflegekonzept.
5. Transkulturelle Pflegeprozesse mit muslimischen Bewohnern: Hier werden praktische Checklisten und Ansätze für eine kultursensible Pflegeplanung bei muslimischen Bewohnern erarbeitet.
6. Kultursensible Mitarbeiter: Das Kapitel fokussiert auf die Bedeutung der Sprachkompetenz und der kontinuierlichen Weiterbildung der Mitarbeitenden in interkulturellen Fragen.
7. Wo ich Informationen und ggf. Unterstützung erhalten kann, wenn Bewohner aus anderen Kulturkreisen auf meiner Station leben?: Es werden wichtige Adressen, Vereine und Anlaufstellen zur Unterstützung im Pflegealltag bereitgestellt.
8. Schlusswort: Der Autor resümiert die Notwendigkeit von transkultureller Pflegekompetenz und unterstreicht die persönliche ethische Motivation.
9. Literaturhinweise: Eine Zusammenstellung der für die Arbeit verwendeten Quellen.
Transkulturelle Pflege, Altenpflege, Migration, Interkulturelle Kompetenz, Kultursensible Pflege, Pflegemanagement, Weltreligionen, Islam, Integration, Pflegestandards, Diversität, Kulturspezifische Fürsorge, Seniorenheim, Migrationshintergrund
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und Umsetzung von transkultureller Kompetenz in der Altenpflege, um Menschen mit Migrationshintergrund eine würdevolle und kultursensible Betreuung zu ermöglichen.
Die Schwerpunkte liegen auf historischen Hintergründen der Migration, den Auswirkungen religiöser Riten auf den Pflegealltag, statistischen Prognosen für die Pflegebranche sowie der praktischen Implementierung kultursensibler Pflegekonzepte.
Das Ziel ist es, Pflegekräften und Einrichtungen Hilfestellungen zu bieten, damit sie jeden Bewohner individuell und unabhängig von dessen kultureller oder religiöser Herkunft ganzheitlich versorgen können.
Der Autor stützt sich auf etablierte Theorien der transkulturellen Pflege wie das Sonnenaufgangsmodell von Madeleine Leininger und die Modelle von Monika Habermann und Dagmar Domenig. Zudem nutzt er Fallbeispiele und Interviews aus der Praxis.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, statistische Analysen der demografischen Entwicklung bei Migranten sowie konkrete Lösungsstrategien und Checklisten für den Einrichtungsalltag.
Zu den prägenden Begriffen zählen Transkulturelle Pflege, Kultursensible Pflege, Integration, Migration, religiöse Riten und Pflegestandards.
Während historische Kontakte oft durch Vertreibung oder Ausrottung ohne echte Vermischung geprägt waren, bezeichnet die transkulturelle Situation heute eine durchdringende kulturelle Durchlässigkeit und gelebtes Miteinander.
Diese Waschungen sind für strenggläubige Muslime essenzielle religiöse Handlungen, die über eine rein hygienische Körperpflege hinausgehen und für das Wohlbefinden und die Würde des alten Menschen von zentraler Bedeutung sind.
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