Bachelorarbeit, 2018
49 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Abgrenzung der Perikopen
3 Sprachlich-sachliche Analyse
3.1 Linguistische Analyse
3.1.1 Genesis 1,24-31
3.1.2 Genesis 2,4b-8
3.1.3 Genesis 2,18-25
3.2 Sozialgeschichtliche, historische Fragen und Realienkunde
3.2.1 Genesis 1,24-31
3.2.2 Genesis 2,4b-8
3.2.3 Genesis 2,18-25
4 Motiv und Traditionskritik
5 Religionsgeschichtlicher Vergleich
5.1 Datierung und Darstellung der Schöpfungserzählungen des Alten Orients
5.1.1 Das Gilgamesch-Epos
5.1.2 Enki und Ninmah
5.1.3 Enuma Elisch
5.2 Inhalt der Schöpfungserzählungen des Alten Orients
5.2.1 Der Gilgamesch-Epos
5.2.2 Enki und Ninmah
5.2.3 Enuma Elisch
5.3 Die Anthropogonie der Schöpfungserzählungen des Alten Orients
5.3.1 Das Gilgamesch-Epos
5.3.2 Enki und Ninmah
5.3.3 Enuma Elisch
6 Vergleich und textpragmatische Analyse
7 Fazit
8 Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur
8.1 Quellen
8.2 Sekundärliteratur
Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, durch einen Vergleich der Schöpfungsberichte in Genesis 1,24-31, 2,4b-8 und 2,18-25 mit altorientalischen Mythen (Gilgamesch-Epos, Enki und Ninmah, Enuma Elisch) die Wurzeln der biblischen Anthropogonie zu ermitteln und deren theologisches Innovationspotenzial gegenüber dem mesopotamischen Umfeld aufzuzeigen.
3.1.1. Genesis 1,24-31
Wie bereits in der Abgrenzung dieser Perikope erwähnt, beginnt die Textstelle mit, der für den Schöpfungsakt typischen Einleitung „Und Gott sprach“ (Gen 1,24). Dieser Einleitungssatz „Und Gott“ findet sich im weiteren Verlauf des Textes häufiger und auch in aufeinanderfolgenden Sätzen, sodass dies durchaus als Anapher betrachtet werden kann (Gen 1,27-31). Mit diesen Worten werden die Handlungen Gottes, die in dieser Perikope im Vordergrund stehen, eingeleitet. Auch der für den Schöpfungsakt übliche Abschlusssatz, der das Ende des Tages markiert, ist in Kombination mit dem Einleitungssatz ein Indiz für die Einheitlichkeit dieser Perikope.
Bei der Beschreibung der Tiere finden sich zwei Merismen. Zunächst beschreibt er die Tiere gegensätzlich als „Fische des Meeres“ und „Vögel des Himmels“ (Gen 1,28). Diese Unterscheidung verändert sich nur wenige Verse später in „Tiere der Erde“ und „Vögel des Himmels“ (Gen 1,30). Diese Betitelung der Tiere zieht sich durch die gesamte Perikope zieht. Dreimal wird auf die Tiere Bezug genommen, während das Wort „Mensch“ nur zwei Mal genannt wird. Gottes Handeln steht im Vordergrund, weshalb „Gott“ der vorherrschende Begriff dieser Perikope ist.
Um die Einheitlichkeit der Perikope zu verdeutlichen, wird die Textstelle nun semantisch gegliedert. Zu Beginn der Perikope steht Gen 1,26 als Einleitung des Schöpfungsaktes für sich allein. Auf das übliche „Und Gott sprach“ folgt der Entschluss zur Menschenschöpfung. Auf diesen Entschluss folgt nun der eigentliche Akt, der in Gen 1,27 stattfindet. Es folgt eine Ansprache Gottes an den geschaffenen Menschen, die sich über Gen 1,28-30 erstreckt. Auch diese Rede könnte man zweiteilen, da in Gen 1,28 der Imperativ in Bezug auf den Menschen benutzt wird, in den darauffolgenden Versen jedoch nicht mehr. Ob dies auch im hebräischen Urtext im Imperativ steht, kann ich nicht beurteilen. In Gen 1,31 erfolgt nun der an Gen 1,26 angeschlossene Abschluss des Schöpfungstages, wodurch die Perikope in sich geschlossen wird.
1 Einleitung: Die Einleitung legt das Interesse der Arbeit dar, die Wurzeln der Menschenschöpfung in der Genesis durch einen Vergleich mit altorientalischen Schöpfungserzählungen zu untersuchen.
2 Abgrenzung der Perikopen: Dieses Kapitel definiert die untersuchten Textstellen Gen 1,24-31, 2,4b-8 und 2,18-25 exakt und ordnet sie den jeweiligen Quellen P und Nicht-P zu.
3 Sprachlich-sachliche Analyse: Die synchrone Analyse untersucht die linguistische Kohärenz sowie sozialgeschichtliche Hintergründe der drei biblischen Perikopen, wobei insbesondere Begriffe wie Erde, Mensch und Seele beleuchtet werden.
4 Motiv und Traditionskritik: Hier erfolgt eine diachrone Analyse, welche die drei Perikopen in Beziehung zueinander setzt und auf biblische sowie außerbiblische Einflüsse prüft.
5 Religionsgeschichtlicher Vergleich: Dieser Hauptteil vergleicht die biblische Anthropogonie mit dem Gilgamesch-Epos, Enki und Ninmah sowie Enuma Elisch hinsichtlich ihrer Datierung, ihres Inhalts und der dargestellten Menschenschöpfung.
6 Vergleich und textpragmatische Analyse: In diesem Kapitel werden die zuvor erarbeiteten Gemeinsamkeiten und Unterschiede analysiert, um das spezifische Profil und die theologische Eigenständigkeit der biblischen Texte herauszuarbeiten.
7 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die Genesis trotz vereinzelter motivischer Anlehnungen eine theologisch eigenständige und innovative Konzeption der Menschenschöpfung darstellt.
Genesis, Anthropogonie, Menschenschöpfung, Altorientalische Mythen, Gilgamesch-Epos, Enki und Ninmah, Enuma Elisch, Priesterschrift, Nicht-P, Ebenbildlichkeit, Sprachlich-sachliche Analyse, Religionsgeschichte, Traditionskritik, Gott, Schöpfungsbericht.
Die Arbeit untersucht die Anfänge der Menschheit in der Genesis im Kontext altorientalischer Schöpfungsmythen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung der Menschenschöpfung herauszufinden.
Zu den zentralen Themen gehören die Menschenschöpfung (Anthropogonie), das theologische Menschen- und Gottesbild in den biblischen Texten sowie der Vergleich dieser mit mesopotamischen Erzählungen wie dem Enuma Elisch.
Das Ziel ist es, herauszufiltern, ob und wie äußere Einflüsse aus dem mesopotamischen Raum die Schöpfungsgeschichte der Genesis mitbestimmt haben und worin die theologische Innovation der biblischen Texte liegt.
Der Autor nutzt eine Kombination aus synchroner sprachlich-sachlicher Analyse (exegese der biblischen Texte) und diachroner Vergleichsanalyse, um Motive und Traditionen historisch und textpragmatisch einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte sprachliche Analyse der Perikopen sowie einen umfassenden religionsgeschichtlichen Vergleich mit den Epen und Mythen des Alten Orients.
Wichtige Begriffe sind Anthropogonie, Ebenbildlichkeit, Lehm als Schöpfungsmaterial, das Verhältnis von Gott und Mensch sowie das theologische Innovationspotenzial der biblischen Quellen.
Während in altorientalischen Texten der Mensch oft geschaffen wird, um Göttern Arbeit abzunehmen, steht in der Genesis der Mensch selbst im Fokus des göttlichen Handelns, was einen zentralen theologischen Unterschied darstellt.
Der Begriff dient als Vergleichspunkt zwischen der biblischen Schöpfung und Enki und Ninmah; der Autor arbeitet heraus, dass er in der Bibel eine theologisch abgeschwächte und neu akzentuierte Bedeutung im Vergleich zu materiellen Vorbildern in den Mythen hat.
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