Masterarbeit, 2019
75 Seiten, Note: 2,7
1. LERNWERKSTÄTTEN IN DER DIDAKTISCHEN THEORIE
1.1 LERNWERKSTÄTTEN IM NATURWISSENSCHAFTLICHEN SACHUNTERRICHT
1.2 DIFFERENZIERUNG IN DER LERNWERKSTATT
2. REGENERATIVE ENERGIEN – FACHLICHE UND FACHDIDAKTISCHE KLÄRUNG ZUR ENERGIEGEWINNUNG DURCH SONNE, WIND UND WASSER
2.1 ENERGIEBEGRIFFE
2.2 ERNEUERBARE ENERGIEN
2.2.1 SOLARENERGIE
EXKURS: DER GENERATOR
2.2.3 WINDENERGIE
2.2.4 WASSERKRAFT
2.3 BEDEUTUNG FÜR DIE GRUNDSCHULE
2.4 ENERGIEBEGRIFF IN DER GRUNDSCHULE
3. INSTRUMENT, DURCHFÜHRUNG UND ANALYSE DER BEDARFSERMITTLUNG
3.1 DIE METHODE DER LEITFADENGESTÜTZTEN INTERVIEWS IN DER QUALITATIVEN FORSCHUNG
3.2 VORSTELLUNG INTERVIEWLEITFADEN
3.3 DURCHFÜHRUNG UND ANALYSE
3.3.1 BEDEUTUNG DES LERNENS IN DER LERNWERKSTATT
3.3.2 BEDINGUNGEN FÜR EINE GUTE LERNWERKSTATT
3.3.3 LEHRERROLLE IN DER LERNWERKSTATT
3.3.4 DIFFERENZIERUNG IN DER LERNWERKSTATT
3.3.5 DOKUMENTATION IN DER LERNWERKSTATT
3.3.6 RELEVANZ DES THEMAS „REGENERATIVE ENERGIEN“ FÜR DIE GRUNDSCHULE
3.3.7 LEHRERKENNTNISSE ZUM THEMA „REGENERATIVE ENERGIEN“
3.4 ZWISCHENFAZIT
4. LERNWERKSTATT „REGENERATIVE ENERGIEN“ – ANALYSE UND AUFBAU
4.1 RÄUMLICHKEITEN
4.2 DAS FORSCHERHEFT
4.3 STATIONEN
4.3.1 EINLEITUNG IM SITZKREIS
4.3.2 INFOTHEK
4.3.3 ENERGIE ALLGEMEIN
4.3.4 SONNENENERGIE
4.3.5 WINDENERGIE
5.3.6 WASSERKRAFT
4.2 ERPROBUNG DER LERNWERKSTATT
4.3 BEDARFSÜBERPRÜFUNG UND VERBESSERUNGSPOTENTIALE
5. MAßNAHMEN ZUR PRAKTISCHEN IMPLEMENTIERUNG VON LERNWERKSTÄTTEN
6. FAZIT UND AUSBLICK
Ziel dieser Masterarbeit ist die theoretische Fundierung, praktische Entwicklung und anschließende Evaluation einer Lernwerkstatt zum Thema "Regenerative Energien" im Grundschulunterricht. Dabei steht die Analyse der Anforderungen aktiver Lehrkräfte an eine solche Lernform im Fokus, um die Kluft zwischen didaktischem Anspruch und praktischer Umsetzung im Schulalltag zu überbrücken.
1. Lernwerkstätten in der didaktischen Theorie
Der didaktischen Diskussion der letzten Jahrzehnte ist zu entnehmen, dass der sogenannte Frontalunterricht vermehrt von anderen Unterrichtsformen abgelöst wird. In diesem Zusammenhang werden auch immer wieder Lernwerkstätten hervorgehoben, die in jedem Unterrichtsfach und in jeder Schulform einsetzbar sind. Der Begriff der Lernwerkstatt beschreibt im deutschsprachigen Raum verschiedene Arten pädagogischer Ideen und Projekte. Damit können ganze Schulen, Lernräume, Lernumgebungen, Kopiervorlagen oder Lernumgebungen an Hochschulen oder Universitäten gemeint sein. (vgl. MEIER 2015, S. 13,14)
Um sich dem Begriff der Lernwerkstatt anzunähern, ist es sinnvoll sich den Ursprung und die Entwicklung von Lernwerkstätten anzusehen. Die erste Lernwerkstatt in Deutschland wurde 1981 von KARIN ERNST in Berlin gegründet. Zunächst in der Erwachsenenbildung sollten Lernwerkstätten Orte sein, an denen Lehrerinnen und Lehrer aktiv, selbst handelnd und forschend Lernen konnten, um dieses auf ihren Unterricht zu übertragen. So sollte das eigenverantwortliche, selbstständige Lernen in das Zentrum pädagogischen Handelns gerückt werden. (vgl. ERNST 1990, S.8) Ausgehend von dieser Idee verbreiteten sich Lernwerkstätten erst an den Hochschulen, wurden dann jedoch auch recht bald in Einrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten eingerichtet.
Inzwischen sind in der Praxis unter dem Begriff „Lernwerkstatt“ zahlreiche Methoden verbreitet. So unterscheidet zum Beispiel BÖNSCH folgende Lernwerkstatt-Modelle: zum Einen das Arbeitsplanmodell, damit ist die Wochenplanarbeit in Partner- oder Einzelarbeit gemeint. Die Schülerinnen und Schüler bekommen hier einen Plan, welchen sie innerhalb einer bestimmten Zeit durcharbeiten müssen. Die Reihenfolge in der sie die Aufgaben bearbeiten, ist ihnen freigestellt. Manchmal dürfen sie auch die Sozialform frei wählen. Das Büffet-Modell stellt den Schülerinnen und Schüler verschiedene Materialien zu einem Thema bereit. Die Kinder können selbst auswählen mit welchen Materialien sie sich einem Thema nähern, bzw. es vertiefen. Welche und wie viele Materialien auf welche Art und Weise genutzt werden, hängt vom Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler ab. Damit ist eine gewisse Differenzierung gegeben.
1. LERNWERKSTÄTTEN IN DER DIDAKTISCHEN THEORIE: Dieses Kapitel beleuchtet die theoretischen Hintergründe von Lernwerkstätten, insbesondere deren Bedeutung für den forschenden Sachunterricht.
2. REGENERATIVE ENERGIEN – FACHLICHE UND FACHDIDAKTISCHE KLÄRUNG ZUR ENERGIEGEWINNUNG DURCH SONNE, WIND UND WASSER: Hier werden die physikalischen Grundlagen zu Energieformen sowie deren didaktische Reduktion für die Grundschulstufe fachlich geklärt.
3. INSTRUMENT, DURCHFÜHRUNG UND ANALYSE DER BEDARFSERMITTLUNG: In diesem Teil wird die qualitative Forschungsmethode beschrieben, mit der Ansprüche und Wünsche von Lehrkräften in Bezug auf Lernwerkstätten erhoben und analysiert wurden.
4. LERNWERKSTATT „REGENERATIVE ENERGIEN“ – ANALYSE UND AUFBAU: Dieses Kapitel detailliert die praktische Konzeption der Lernwerkstatt, einschließlich der räumlichen Gestaltung, des Forscherhefts und der spezifischen Stationen zu Energiequellen.
5. MAßNAHMEN ZUR PRAKTISCHEN IMPLEMENTIERUNG VON LERNWERKSTÄTTEN: Der Abschnitt formuliert auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse einen Maßnahmenplan für Lehrkräfte zur Implementierung von Lernwerkstätten in den Schulalltag.
6. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet den Nutzen sowie die Herausforderungen von Lernwerkstätten im Kontext moderner schulischer Inklusion und Heterogenität.
Lernwerkstatt, Sachunterricht, Regenerative Energien, Grundschule, Handlungsorientierung, Entdeckendes Lernen, Lehrerrolle, Differenzierung, Bedarfsanalyse, Qualitative Interviews, Energiebildung, Lernbegleiter, Forscherheft, Nachhaltigkeit, Schulentwicklung.
Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Erprobung einer Lernwerkstatt zum Thema "Regenerative Energien" an einer Grundschule und analysiert die Kriterien für eine gelungene Gestaltung aus Sicht der unterrichtenden Lehrkräfte.
Die Arbeit verknüpft didaktische Theorien zu Lernwerkstätten mit fachlichen Erklärungen zu regenerativen Energien (Sonne, Wind, Wasser) und evaluiert die praktische Umsetzung durch eine Bedarfsanalyse und ein anschließendes Feedback der Lehrkräfte.
Das Ziel ist es, eine Lernwerkstatt zu konzipieren, die einerseits kindgerecht ist und andererseits die Bedürfnisse von Grundschullehrkräften erfüllt. Zudem soll geklärt werden, wie man erfolgreich Kriterien für eine "gute" Lernwerkstatt aus Sicht der Lehrenden ableitet.
Die Autorin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus leitfadengestützten Experteninterviews mit Lehrkräften sowie eine anschließende Bedarfsprüfung mittels strukturierter Fragebögen nach der Erprobung der Lernwerkstatt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Diskurs, die fachliche Aufbereitung des Energiethemas für Kinder, die methodische Analyse der Lehrerinterviews und die detaillierte Vorstellung des konkreten Lernwerkstatt-Aufbaus (inkl. Stationen, Forscherheft und Raumgestaltung).
Zentrale Begriffe sind Lernwerkstattarbeit, forschendes Lernen, Handlungsorientierung, Energieerziehung in der Grundschule sowie Lehrerprofessionalität und Differenzierung.
Die befragten Lehrkräfte halten das Thema grundsätzlich für sehr wichtig und relevant, vor allem aufgrund seiner Zukunftsbedeutung und Umweltrelevanz, geben jedoch zu bedenken, dass das Thema für jüngere Kinder teilweise als recht abstrakt empfunden werden kann.
Die Rolle der Lehrkraft wandelt sich von der unterrichtenden Instanz hin zum Lernbegleiter und Beobachter, der sich im Hintergrund hält und Impulse gibt, während die Kinder weitestgehend selbstständig arbeiten.
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