Bachelorarbeit, 2019
42 Seiten, Note: 1,7
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Hinführung und Fragestellung
2. Einführung in die vertragstheoretischen Konzepte
2.1 Liberalistische Gewaltenteilung bei John Locke
2.1.1 Naturzustand als Friedenszustand?
2.1.2 Entstehung von Staat und Gesellschaftsvertrag
2.1.3 Die Gewaltenteilung im Staat
2.1.4 Das Widerstandsrecht
2.2 Absolutistische Herrschaft bei Thomas Hobbes
2.2.1 Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf
2.2.2 Der Naturzustand als Kriegszustand
2.2.3 Der Staat und der Leviathan als künstliches Gebilde
3. Vergleichende Analyse
3.1 Übereinstimmungen zwischen den Staatstheorien
3.1.1 Entstehung der Staatskonzeptionen im historischen Kontext
3.1.2 Überschneidungen im Menschenbild
3.1.3 Gemeinsamkeiten in der Vorstellung eines Naturzustands
3.1.4 Gesellschaftsvertrag und Gesellschaftszustand
3.2 Begründungen für eine Gewaltenteilung oder ein Machtmonopol
4. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Staatstheorien von John Locke und Thomas Hobbes, um zu klären, warum Locke eine Gewaltenteilung befürwortet, während Hobbes die Notwendigkeit eines absoluten Machtmonopols postuliert. Ziel ist es, die Konsistenz der Argumentationen zu hinterfragen und die Bedeutung der jeweiligen Konzepte für die Staatsform zu analysieren.
3.2 Begründungen für eine Gewaltenteilung oder ein Machtmonopol
John Locke erklärt in seinem Werk: „Das beweist, dass die absolute Monarchie, die manche Menschen für die einzige Regierung der Welt halten, in Wahrheit mit bürgerlicher Gesellschaft unverträglich ist und überhaupt keinerlei Form von bürgerlicher Regierung sein kann.“138 Thomas Hobbes hingegen führt im Leviathan an: „Wo also eine zweifache Gewalt in ein und demselben Staate gegeneinander wirkt, da sind ständige Bürgerkriege zu befürchten, wodurch der Staat zu Grunde gerichtet wird.“139 Mit diesen gegensätzlichen Zitaten argumentieren John Locke und Thomas Hobbes über Gewaltenteilung. Während John Locke sich gegen die von Thomas Hobbes vorgeschlagene absolute Herrschaft ausspricht, debattiert Thomas Hobbes gegen die Trennung der Gewalten nach John Locke. Doch aus welchem Grund ergibt sich ein so starker Kontrast trotz den im vorhergehenden Kapitel herausgearbeiteten Gemeinsamkeiten zwischen den Konzeptionen? Welche Argumente führen die Philosophen für ihre Positionen an? An welchen Stellen der Theorien entwickeln sich Unterscheide zwischen den Konzeptionen, die dann zu unterschiedlichen Staatsformen führen? Sind die Argumentationen der Philosophen schlüssig oder gründet die Differenz der Theorien in der Unschlüssigkeit der Argumentation? Diese Fragen sollen mit Hilfe einer Analyse und Gegenüberstellung der Argumente von John Locke und Thomas Hobbes in diesem Kapitel gelöst werden.
1. Hinführung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die vertragstheoretischen Ansätze ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Differenz zwischen Lockes Gewaltenteilung und Hobbes' Absolutismus.
2. Einführung in die vertragstheoretischen Konzepte: Hier werden die biografischen Hintergründe sowie die zentralen Begriffe wie Naturzustand, Menschenbild und Vertragslegitimation beider Philosophen skizziert.
3. Vergleichende Analyse: Dieses Kapitel stellt die Theorien gegenüber, deckt Gemeinsamkeiten auf und untersucht die Schlüssigkeit der Argumente für die jeweilige bevorzugte Staatsform.
4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird bewertet, dass Lockes Theorie eine schlüssigere Weiterentwicklung darstellt, und es werden Ansätze für weiterführende philosophische Forschung aufgezeigt.
John Locke, Thomas Hobbes, Gewaltenteilung, Machtmonopol, Vertragstheorie, Naturzustand, Gesellschaftsvertrag, Leviathan, Souveränität, Widerstandsrecht, Politische Philosophie, Staatstheorie, Eigentum, Sicherheit, Absolutismus.
Die Bachelorarbeit vergleicht die neuzeitlichen Staatstheorien von John Locke und Thomas Hobbes im Hinblick auf ihre unterschiedlichen Ansätze zur Staatsorganisation.
Die zentralen Themen sind das Menschenbild, die Konzeption des Naturzustands, der Gesellschaftsvertrag sowie die Rechtfertigung einer absoluten Herrschaft versus einer Gewaltenteilung.
Das Ziel ist es, zu analysieren, warum aus den Ansätzen von Locke und Hobbes so unterschiedliche Staatsformen resultieren und ob die zugrunde liegenden Argumentationen schlüssig sind.
Die Arbeit nutzt eine komparative Methode (vergleichende Analyse), indem sie die theoretischen Konstrukte beider Philosophen gegenüberstellt und auf ihre logische Konsistenz prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der jeweiligen Theorien und eine anschließende detaillierte vergleichende Analyse, die Gemeinsamkeiten und Differenzen herausarbeitet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gewaltenteilung, Machtmonopol, Vertragstheorie, Naturzustand, Souveränität und Widerstandsrecht treffend beschreiben.
Hobbes argumentiert, dass eine Teilung der Staatsgewalt zu permanenten Konflikten und letztlich zum Zerfall des Staates in den kriegerischen Naturzustand führen würde.
Die Arbeit identifiziert als Problem, dass bei Locke eine klare Richterinstanz fehlt, die objektiv feststellen könnte, wann eine Revolution gegen die Regierung tatsächlich legitim ist.
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