Bachelorarbeit, 2019
52 Seiten, Note: 3
1.1. Einleitung und Problemstellung
1.2. Forschungsfrage
1.3. Zielsetzung
1.4. Theoretischer und praktischer Mehrwert
2. Begriffsdefinition Kultur
2.1. Die drei Ebenen von Kultur
2.2. Definition Unternehmenskultur
2.3. Treiber von Unternehmenskultur
2.4. Funktionen von Unternehmenskultur
3. Die Kulturtheorie von Pierre Bourdieu
3.1. Die Kapitalformen
3.2. Der Habitus
3.3. Der Feldbegriff
4. Change Management
5. Familienunternehmen
6. Quintessenz
7. Empirie
7.1. Szenario-Technik
7.2. Qualitative Einzelfallstudien
7.3. Aufbau der Story
7.4. Vorstellung der untersuchten Familienunternehmen
7.5. Auswertung und Interpretation der Untersuchung
8. Conclusio
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Veränderung der Unternehmenskultur in Familienunternehmen. Ziel ist es, die zentralen Treiber zu identifizieren, die für einen Kulturwandel notwendig sind, und dabei sowohl die theoretischen Grundlagen nach Pierre Bourdieu als auch die praktischen Herausforderungen des Change Managements in familiengeführten Betrieben zu untersuchen.
3.2. Der Habitus
„Wir lernen durch den Körper. Durch diese permanente, mehr oder weniger dramatische, aber der Affektivität, genauer gesagt dem affektiven Austausch mit der gesellschaftlichen Umgebung viel Platz einräumende Konfrontation dringt die Gesellschaftsordnung in die Körper ein“ (Audehm 2007, 54)
Als Habitus versteht man die Denk-, Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Beurteilungsschemata eines Individuums. Als Dispositionen bezeichnet Bourdieu gesellschaftliche Strukturen und Herrschaftsbeziehungen, welche im Habitus verankert sind. (Moebius; Quadflieg 2011, 58) Die innere Einstellung eines Menschen führt Bourdieu auf die Erfahrung, welche ein Mensch unter bestimmten Lebensbedingungen gemacht hat, zurück. Die Erfahrung dieser Existenzbedingungen spiegelt sich in den Wahrnehmungs- und Handlungs-Dispositionen eines Menschen wieder. Bourdieu beschreibt den Habitus als modus operandi, ein generierendes Prinzip, eine Art des Vorgehens oder Handelns. Der Habitus bringt regelhafte Improvisationen hervor, welche man auch als gesellschaftliche Praxis bezeichnen kann; und hat die Fähigkeit, in neuen Situationen neue Verhaltensweisen zu entwickeln. Bourdieu bezeichnet den Habitus auch als opus operatum, als verinnerlichte, inkorporierte Geschichte eines Individuums. (Krais; Gebauer 2002, 22) Verhaltensweisen wie Kleidungsstil oder Musikvorliebe kann man empirisch beobachten. Jedoch kann der Modus selbst, welcher eine Praktik generiert, nicht beobachtet werden. Auch bei den Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Denkschemata kann man nicht durch Beobachtung erkennen, welche Kriterien und Maßstäbe dafür herangezogen wurden. Es kann nur der „modus operandi“ durch konkrete Ausdrucksweise empirisch erfasst werden. Das Prinzip, welches diesem zugrunde liegt, kann man jedoch nicht direkt beobachten. Das heißt, der „opus operatum“ muss empirisch erfasst werden, damit man die Schemata rekonstruieren kann, aus welchen verschiedene Praktiken, Wahrnehmungen und Sichtweisen entstehen. (Barlösius, 126f)
1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Unternehmenskultur ein und beleuchtet die Herausforderungen, vor denen Familienunternehmen bei notwendigen Veränderungsprozessen stehen.
2. Begriffsdefinition Kultur: Hier werden theoretische Grundlagen zu Kultur und Unternehmenskultur, einschließlich deren Ebenen, Treiber und Funktionen, erarbeitet.
3. Die Kulturtheorie von Pierre Bourdieu: Der Abschnitt erläutert die zentralen Konzepte Kapital, Habitus und Feld, um menschliches Handeln und gesellschaftliche Strukturen zu verstehen.
4. Change Management: Dieses Kapitel behandelt die Notwendigkeit von Veränderungsprozessen in Unternehmen und die theoretischen Konzepte zur erfolgreichen Umsetzung.
5. Familienunternehmen: Es werden die Besonderheiten von Familienunternehmen, insbesondere das Drei-Kreis-Modell und das Familiiness-Konstrukt, detailliert beschrieben.
6. Quintessenz: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der theoretischen Auseinandersetzung zusammen.
7. Empirie: Hier wird die Untersuchungsmethodik, die Szenario-Technik sowie die qualitative Fallstudienanalyse vorgestellt und auf die befragten Unternehmen angewandt.
8. Conclusio: Das abschließende Kapitel beantwortet die Forschungsfrage und zieht eine Bilanz zur Veränderbarkeit der Unternehmenskultur in Familienunternehmen.
Unternehmenskultur, Familienunternehmen, Change Management, Pierre Bourdieu, Habitus, Mitarbeiterbindung, Wissensmanagement, Führung, Szenario-Technik, Fallstudien, Organisationswandel, Unternehmenserfolg, Kommunikation, Wertekultur, Unternehmensführung
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmenskulturen in Familienunternehmen gestaltet sind und welche Mechanismen und Faktoren eine Veränderung dieser Kultur beeinflussen oder behindern.
Die zentralen Themen sind Unternehmenskultur, die soziologische Kulturtheorie von Pierre Bourdieu, Change Management-Konzepte und die spezifischen Dynamiken von Familienunternehmen.
Das Hauptziel ist es, die wichtigsten Treiber zu identifizieren, die vorhanden sein müssen, damit es in einem Familienunternehmen zu einer notwendigen Veränderung der Unternehmenskultur kommt.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Forschungsmethode, bestehend aus der Szenario-Technik zur Entwicklung einer Beispielgeschichte und der anschließenden Durchführung von qualitativen Einzelfallstudien mit Geschäftsführern von Familienunternehmen.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Bourdieu, Change Management, Familienunternehmen-Modelle) diskutiert und die Ergebnisse der empirischen Erhebung durch Fallbeispiele und Expertenmeinungen ausgewertet.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unternehmenskultur, Familienunternehmen, Change Management, Habitus und Mitarbeiterführung charakterisiert.
Der Habitus nach Bourdieu dient als theoretisches Werkzeug, um zu erklären, warum Verhaltensweisen und Denkstrukturen in Unternehmen oft tief verankert sind und wie diese unbewusst den Veränderungsprozess beeinflussen.
Das Drei-Kreis-Modell nach Taguiri und Davis beschreibt die Überschneidungen der drei Systeme Familie, Eigentum und Unternehmen und hilft dabei, die daraus resultierenden Rollenkonflikte und Einflüsse zu verstehen.
Aufgrund der meist operativen Überlastung der Geschäftsführer und der engen Verflechtung von familiären und unternehmerischen Interessen bleibt oft wenig Raum für eine strategische Planung und bewusste kulturelle Weiterentwicklung.
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