Masterarbeit, 2017
214 Seiten
1. Angst
1.1 Begriffsbestimmung Angst
1.2 Angst und ihre Auswirkungen
1.3 Arten von Angst
1.4 Begriffsbestimmung Angststörung
1.5 Entstehung von Angst/ Angststörungen
1.5.1 Lerntheoretische Sichtweise
1.5.2 Kognitive Sichtweise
1.5.3 Psychoanalytische Sichtweise
1.6 Klassifikation von Angststörungen
2. Prüfungsangst
2.1 Begriffsbestimmung Prüfung und Leistungsbewertung
2.2 Begriffsbestimmung Prüfungsangst
2.3 Abgrenzung der Angststörung von der Prüfungsangst
2.4 Modelle der Prüfungsangst
2.4.1 Drive Model
2.4.2 Interferenzmodell
2.4.3 Yerkes-Dodson-Regel
2.4.4 Fertigkeitendefizitmodell
2.4.5 Kognitiv-motivationale Modelle
2.4.6 Transaktionale Modelle
2.4.7 ABC-Schema
2.5 Prüfer als Angstfaktor
2.6 Anzeichen bei Prüfungsangst
2.7 Diagnoseinstrumente für Prüfungsangst
3. Arbeitsmodell für die Behandlung von Prüfungsängsten
4. Maßnahmen gegen Prüfungsangst
4.1 Kognitive Selbstanalyse
4.2 Fachliche Vorbereitung
4.3 Verbesserung des Zeitmanagements
4.4 Anwendung aktiver Lernmethoden
4.5 Entspannungstechniken
4.6 Förderung der Schlafhygiene
4.7 Vorbereitung auf eine Prüfungssituation
4.8 Tipps für eine aktive Prüfungsgestaltung
4.9 Prüfungssimulation
4.10 Tipps für die Vorbereitung auf schriftliche Klausuren
4.11 Umgang mit einem Blackout
4.12 Beratungsmöglichkeiten „Prüfungsangst“
5. Bedeutung des Themas „Prüfungsangst“ für die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege
6. Häufigkeit von Prüfungsangst und Vorkommen in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung
7. Lernbegleitung im Ausbildungsprozess
8. Broschürenentwicklung zur Sensibilisierung prüfungsängstlicher Personen
9. Erste-Hilfe-Kasten bei akuter Prüfungsangst
9.1 Wingwave
9.2 Maßnahmen-Tool-Box
9.3 Fidget Cube
10. Diskussion
11. Fazit
Die Masterarbeit hat das Ziel, Berufspädagogen in der Gesundheits- und Krankenpflege dabei zu unterstützen, prüfungsängstlichen Auszubildenden kompetenter zu begegnen. Es soll die Unsicherheit im Umgang mit der Problematik reduziert werden, indem fundiertes Wissen über die Entstehung, Diagnose und Bewältigung von Prüfungsangst vermittelt wird, ergänzt durch praktische Interventionsvorschläge für den Ausbildungsalltag.
1.1 Begriffsbestimmung Angst
Der Begriff Angst gehört zur indogermanischen Wortgruppe von „eng“, im Sinne von „Enge, Beklemmung“. Durch eine Weiterbildung der Wurzel „angh“ (eng, einengen, zusammendrücken oder –schnüren) ist das Wort Angst entstanden. Die Wortgruppe benennt also eine körperliche und seelische Einengung (Pietrass, 1995, S. 39). Des Weiteren ist der Begriff Angst eng verwandt mit dem lateinischen Wort „angustus“, welches die Bedeutung „eng“, „beengend“, „die freie Bewegung hindernd“ hat (Menge & Güthling, 1965, S. 7). Laut dem deutschen Duden (2017a) liegt die Bedeutung des Wortes Angst ebenso in einem mit Beklemmung, Bedrückung, Erregung einhergehenden Gefühlszustand oder ein undeutliches Gefühl des Bedrohtseins. Der Begriff Angst beschreibt also eine Art Gefahrensignal für unseren Organismus. Diese Gefahr kann entweder in der Phantasiewelt des Menschen liegen oder aber real sein. Je nachdem, welche Bedeutung der Mensch einer anderen Person, einem Gegenstand oder einem Tier (Spinne et cetera) zuschreibt, kann dieses bei dem Betroffenen Angst auslösen.
Hiervon abzugrenzen ist die reale Angst, die in lebensgefährlichen Situationen wie beispielsweise bei einem Terrorangriff auftritt und fast alle Menschen betrifft. Hier wird automatisch ein Gefühl der Angst ausgelöst, das die Gefahr signalisiert und so vor einer vitalen Gefährdung schützt (Flöttmann, 2015, S. 15). Angst ist also ein Phänomen, welches jeder Mensch wohl schon in unterschiedlicher Ausprägung und Intensität erlebt hat. Somit erscheint es auch schwer, Angst als einen allgemeingültigen Begriff zu definieren (Möller & Laux, 2015, S. 106).
1. Angst: Dieses Kapitel definiert den Begriff Angst, erläutert körperliche und psychische Auswirkungen sowie verschiedene Arten von Angst und gibt einen Überblick über deren Entstehung und Klassifikation.
2. Prüfungsangst: Hier wird der Fokus spezifisch auf Prüfungsangst gelegt, inklusive der Begriffsbestimmung, einer Abgrenzung von allgemeinen Angststörungen und der Darstellung verschiedener psychologischer Erklärungsmodelle.
3. Arbeitsmodell für die Behandlung von Prüfungsängsten: Es wird ein heuristisches Modell vorgestellt, das als Grundlage für die Diagnostik und Behandlung in der Praxis dient, indem es prädisponierende, auslösende und aufrechterhaltende Faktoren einbezieht.
4. Maßnahmen gegen Prüfungsangst: Dieses Kapitel bietet umfassende praktische Strategien zur Unterstützung, darunter kognitive Methoden, Zeitmanagement, Entspannungstechniken sowie spezifische Tipps für Prüfungssituationen.
5. Bedeutung des Themas „Prüfungsangst“ für die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege: Dieses Kapitel beleuchtet die Relevanz des Themas im spezifischen Kontext der Pflegeausbildung und diskutiert die Herausforderungen innerhalb der Ausbildungsstrukturen.
6. Häufigkeit von Prüfungsangst und Vorkommen in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung: Hier wird der aktuelle Forschungsstand diskutiert und auf die schwierige Datenlage zur Verbreitung von Prüfungsangst bei Auszubildenden in der Pflege hingewiesen.
7. Lernbegleitung im Ausbildungsprozess: Es wird der Prozess der Lernbegleitung als methodischer Ansatz im Ausbildungsprozess beschrieben, um die Selbststeuerung und -organisation der Lernenden zu fördern.
8. Broschürenentwicklung zur Sensibilisierung prüfungsängstlicher Personen: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption, Zielsetzung und inhaltliche Ausgestaltung einer Informationsbroschüre für Auszubildende.
9. Erste-Hilfe-Kasten bei akuter Prüfungsangst: Es werden praktische Instrumente und Methoden für den akuten Bedarfsfall vorgestellt, wie Wingwave, eine Maßnahmen-Tool-Box und der Fidget Cube.
10. Diskussion: Die Autoren reflektieren die Ergebnisse ihrer Arbeit, diskutieren die Übertragbarkeit auf die pädagogische Praxis und identifizieren Forschungsbedarfe.
11. Fazit: Das Fazit fasst die zentrale Erkenntnis zusammen, dass Lehrende Prüfungsängste aktiv erkennen und den Lernenden durch unterstützende Maßnahmen Sicherheit in der Prüfungssituation vermitteln müssen.
Prüfungsangst, Gesundheits- und Krankenpflege, Ausbildung, Berufspädagogik, Angststörung, Lernbegleitung, Selbststeuerung, Stressbewältigung, Kognitive Selbstanalyse, Prüfungsgestaltung, Interferenzmodell, Fertigkeitendefizitmodell, Erste-Hilfe-Kasten, Leistungsbewertung, Motivationsförderung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung, Erkennung und Bewältigung von Prüfungsangst im Kontext der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung, um Berufspädagogen Handlungsmöglichkeiten an die Hand zu geben.
Zentrale Felder sind die theoretische Fundierung von Angst und Prüfungsangst, die Analyse bestehender psychologischer Modelle, die Entwicklung praktischer Unterstützungsangebote (wie Broschüren und ein "Erste-Hilfe-Kasten") sowie die curriculare Verankerung von Lernbegleitung.
Das Ziel ist es, Berufspädagogen die Unsicherheit im Umgang mit prüfungsängstlichen Auszubildenden zu nehmen und ihnen wirksame Methoden zur Unterstützung in den verschiedenen Phasen des Ausbildungsprozesses zur Verfügung zu stellen.
Die Arbeit basiert auf einer breit angelegten, strukturierten Literaturrecherche sowie der Übertragung wissenschaftlich fundierter psychologischer Modelle und pädagogischer Ansätze auf das spezifische Arbeitsfeld der Krankenpflegeausbildung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Angst und Prüfungsangst, eine ausführliche Darstellung von Entstehungs- und Erklärungsmodellen, eine Übersicht von Diagnoseinstrumenten sowie eine detaillierte Sammlung praktischer Maßnahmen zur Bewältigung.
Wichtige Schlagworte sind Prüfungsangst, Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung, Lernbegleitung, Selbststeuerung, Stressbewältigung sowie konkrete Interventionsmethoden wie das ABC-Schema oder Progressive Muskelrelaxation.
Die Autoren schlagen ein strukturiertes, stetiges Verfahren vor, das mindestens drei verpflichtende Gesprächstermine über das Ausbildungsjahr verteilt vorsieht, um individuelle Lernbedarfe frühzeitig zu identifizieren und den Prozess zu gestalten.
Der "Erste-Hilfe-Kasten" dient als exemplarisches, praktisches Instrumentarium mit Sofortmaßnahmen für akute Situationen, das den Auszubildenden helfen soll, Stress abzubauen und Blockaden zu lösen.
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