Bachelorarbeit, 2019
38 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND BEGRIFFE
2.1. Zusammenhänge zwischen dienender Führung, Arbeitspensum und emotionaler Erschöpfung
2.2. Leader-Member-Exchange (LMX) als Moderator zwischen dienender Führung und Arbeitspensum
3. ERGEBNISSE
3.1. Auswirkungen transformationaler Führung auf die Führungskraft
3.2. Vergleich von transformationaler und dienender Führung
3.3. Auswirkungen dienender Führung auf die Führungskraft
4. DISKUSSION
4.1. Stärken und Schwächen der Arbeit
4.2. Ausblick
5. SCHLUSSFOLGERUNG
Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, die potenziellen gesundheitlichen Konsequenzen für Führungskräfte, die den Führungsstil des Servant Leadership (dienende Führung) praktizieren, wissenschaftlich zu untersuchen. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob dienende Führung das Arbeitspensum der Führungskraft erhöht und dadurch zu emotionaler Erschöpfung führen kann, sowie ob der Leader-Member-Exchange (LMX) hierbei eine moderierende Rolle einnimmt.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND BEGRIFFE
Dienende Führung hat besonders in den letzten Jahren enorm an Bedeutung hinzugewonnen und sich mittlerweile zu einem etablierten Ansatz der Führungsforschung entwickelt. Sie ähnelt den bisher schon anerkannten Führungsstilen wie transformationale Führung, ermächtigende Führung oder auch visionäre Führung in besonders einem Punkt. Sie alle betonen die Wichtigkeit der Förderung zwischenmenschlicher Beziehungen zwischen Mitarbeiter und Führungskraft. Dienende Führung setzt jedoch in besonderem Maße einen Fokus auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter (Patterson, 2003). Sie orientiert sich insofern kompromisslos an den Interessen der Mitarbeiter, indem sie nicht nur versucht, ihre Bedürfnisse zu identifizieren, sondern auch tatsächlich zu befriedigen.
Eine dienende Führungskraft unterscheidet sich von anderen Führungskräften besonders dadurch, dass sie sich dem Mitarbeiter gegenüber, aus der inneren Einstellung heraus, verpflichtet fühlt, zu dienen (Greenleaf, 1977). Geprägt wurde der Begriff „Servant Leadership“ von Robert K. Greenleaf (1904-1990). Der Terminus hat seinen Ursprung in den USA. In seinem Aufsatz „The Servant as Leader“ beschreibt Greenleaf eine dienende Führungskraft wie folgt: „The servant-leader is servant first. It begins with the natural feeling that one wants to serve, to serve first. Then conscious choice brings one to aspire to lead.“ (Greenleaf, 1977: 13). Er veranschaulicht damit in sehr präzisen Worten, was eine dienende Führungskraft auszeichnet. Es ist das natürliche Gefühl, ihren Mitarbeitern dienen zu wollen, um in erster Linie ihre Bedürfnisse zu befriedigen und die eigenen Interessen dabei hinten an zu stellen.
1. EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Komplexität der modernen Arbeitswelt ein, stellt Servant Leadership als relevanten Führungsstil vor und leitet die Relevanz der Untersuchung gesundheitlicher Risiken für dienende Führungskräfte her.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN UND BEGRIFFE: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des Servant Leadership, definiert dessen Kerneigenschaften nach Laub und setzt es in Bezug zu anderen Führungsstilen sowie psychologischen Theorien zur Stressbewältigung.
3. ERGEBNISSE: Hier werden die theoretischen Überlegungen zu den Hypothesen unter Berücksichtigung von Literatur und Forschungsstand analysiert, wobei der Fokus auf den Auswirkungen von Führungsstilen auf die Führungskraft liegt.
4. DISKUSSION: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Hypothesenprüfung, diskutiert die methodischen Stärken sowie Schwächen der Arbeit und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsansätze.
5. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Arbeit resümiert, dass lediglich der Zusammenhang zwischen Arbeitspensum und emotionaler Erschöpfung bestätigt werden konnte, während die anderen Hypothesen aufgrund unklarer Befunde nicht verifiziert wurden.
Servant Leadership, dienende Führung, Führungskraft, Arbeitspensum, emotionale Erschöpfung, Burnout, Leader-Member-Exchange, LMX, Theorie der Ressourcenerhaltung, Stress, Arbeitsbelastung, Transformationale Führung, Gesundheit, Mitarbeiterentwicklung, soziale Interaktion.
Die Arbeit untersucht die potenziellen negativen gesundheitlichen Auswirkungen, insbesondere die emotionale Erschöpfung, bei Führungskräften, die den Führungsstil Servant Leadership anwenden.
Zentrale Themen sind Servant Leadership, das Arbeitspensum von Führungskräften, die Theorie der Ressourcenerhaltung sowie die Beziehungsqualität zwischen Führungskraft und Mitarbeitern (Leader-Member-Exchange).
Das Ziel ist zu klären, ob dienende Führung das Arbeitspensum steigert, ob dieses zu emotionaler Erschöpfung führt und ob die Qualität der LMX-Beziehung hierbei moderierend wirkt.
Es wurde eine breit angelegte Literaturrecherche und theoretische Analyse bestehender Studien und wissenschaftlicher Modelle durchgeführt, um die aufgestellten Hypothesen zu bewerten.
Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung des Servant Leadership, den Vergleich mit transformationaler Führung, die Analyse der Auswirkungen des Arbeitspensums auf die Erschöpfung sowie die Rolle des LMX als Moderator.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Servant Leadership, emotionale Erschöpfung, Arbeitspensum, Führungskraft und Leader-Member-Exchange (LMX) charakterisiert.
Aufgrund des altruistischen Verhaltens und der Tendenz, die Bedürfnisse der Mitarbeiter über die eigenen zu stellen, besteht die Vermutung eines gesundheitsschädlichen Ungleichgewichts, das in Stress und Burnout münden kann.
Es konnte lediglich bestätigt werden, dass ein erhöhtes Arbeitspensum mit emotionaler Erschöpfung zusammenhängt. Die Hypothesen zum Anstieg des Arbeitspensums durch dienende Führung und die moderierende Wirkung von LMX konnten nicht nachgewiesen werden.
Der LMX wurde als möglicher Moderator untersucht, der den Zusammenhang zwischen Führung und Arbeitspensum beeinflussen könnte, was jedoch anhand der Literatur nicht eindeutig belegt werden konnte.
Die Arbeit folgert, dass ein gewisses Maß an Eigeninteresse essenziell ist, um eine Balance zwischen Geben und Nehmen zu wahren und sich so vor emotionaler Erschöpfung zu schützen.
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