Bachelorarbeit, 2019
40 Seiten, Note: 8
1. Einleitung
1.1 Thematische Einführung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Jugendkriminalität
2.1 Kriminalität
2.2 Kind, Jugendlicher, Heranwachsender
2.3 Ausländer
2.4 Personen mit Migrationshintergrund
2.5 Jugendkriminalität
2.5.1 Ursachen der Jugendkriminalität
2.5.2 Das Jugendstrafrecht und seine Grundsätze
2.5.3 Maßnahmen zur Bewältigung der Jugendkriminalität im Allgemeinen
2.6 Aktuelle Entwicklung jugendlicher Tatverdächtiger in Deutschland
3. Jugendkriminalität in Berlin
3.1 Daten und Fakten
3.2 Aktuelle Statistiken (PKS)
4. Ausgewählte Theorieansätze bezogen auf Migration und Delinquenz Jugendlicher
4.1 Anomietheorie nach Merton
4.2 Theorie der differenziellen Assoziation
4.3 Soziale Desorganisation
5 Strafverfolgende Maßnahmen sowie Polizeiliche Präventionsarbeit
5.1 „Operative Gruppe Jugendgewalt“ (OGJ)
5.2 Neuköllner Modell
5.3 Anti-Gewalt-Veranstaltungen (AGV) und Themenbezogene Informationsveranstaltungen (TIV)
5.4 „Fallschirm“ – Hilfen für straffällige Kinder und Jugendliche
6. Fazit
Das primäre Ziel der Arbeit besteht darin, die Entwicklung der Jugendkriminalität in Bezirken mit hohem Migrationsanteil zu analysieren und die Wirksamkeit polizeilicher sowie präventiver Maßnahmen zu bewerten. Die Forschungsfrage untersucht, ob und wie das Phänomen der Delinquenz nachhaltig durch gezielte staatliche Interventionen reduziert werden kann.
2.5.1 Ursachen der Jugendkriminalität
Damit das Phänomen der Jugendkriminalität erfolgreich bekämpft wird, müssen zunächst die Ursachen hierzu beseitigt werden. Im Folgenden werden die bestimmten Ursachen der Jugendkriminalität näher beschrieben und vorgestellt, um die Entstehung der Delinquenz Jugendlicher zu erklären. Dazu zählen bestimmte Faktoren, wie das soziale Umfeld, familiäre Gründe, das Stadtviertel, in dem Jugendliche aufwachsen, sowie der Alkohol- und Drogenkonsum.
Einer der wichtigsten Probleme ist die Kindheit eines Jugendlichen, da in dieser Lebensphase der Sozialisation die Entwicklung eines Kindes maßgeblich bestimmt wird. Der Jugendliche testet seine Grenzen aus und erprobt somit neue Verhaltensweisen, um sich von den Erwachsenen abzugrenzen. Wichtige Normen, Werte und Regeln des Zusammenlebens haben sich bei ihnen noch nicht gefestigt. Handlungen erfolgen spontan und sind durch das soziale Umfeld beeinflussbar. Vereinzelte Verfehlungen sind in dieser Zeit demnach nicht ungewöhnlich (Justizportal NRW, 2019). Neben dem sozialen Umfeld begründen auch familiäre Gründe das delinquente Verhalten Jugendlicher. Demnach kann die Familie sowohl ein „zentraler Protektor als auch zentraler Risikofaktor im Leben junger Menschen sein“ (Uslucan, 2012). Eltern dienen hierbei als primäres Modell kindlichen Verhaltens, so dass insbesondere bei Gewalttaten im Kindesalter davon ausgegangen wird, dass die Kinder mit Gewalt erzogen wurden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Jugendkriminalität ein, thematisiert das Medieninteresse und definiert den Aufbau sowie die Zielsetzung der Bachelorarbeit.
2. Jugendkriminalität: Hier werden grundlegende Begriffe definiert, Ursachen der Delinquenz erläutert, das Jugendstrafrecht dargestellt und ein Überblick über die Entwicklung jugendlicher Tatverdächtiger in Deutschland gegeben.
3. Jugendkriminalität in Berlin: Dieses Kapitel analysiert die spezifische Bevölkerungslage in Berlin unter Berücksichtigung von Migrationshintergründen sowie aktuelle Kriminalitätsstatistiken (PKS) für die Stadt.
4. Ausgewählte Theorieansätze bezogen auf Migration und Delinquenz Jugendlicher: Es werden drei zentrale kriminologische Theorien – die Anomietheorie, die Theorie der differenziellen Assoziation und die soziale Desorganisation – zur Erklärung delinquenten Verhaltens herangezogen.
5. Strafverfolgende Maßnahmen sowie Polizeiliche Präventionsarbeit: Dieser Abschnitt stellt konkrete Berliner Interventionsmodelle wie die „Operative Gruppe Jugendgewalt“, das Neuköllner Modell, Präventionsveranstaltungen und das „Fallschirm“-Projekt detailliert vor.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Wirksamkeit der untersuchten Maßnahmen und einem Ausblick auf die notwendige Einwirkung auf die soziale Entwicklung junger Menschen.
Jugendkriminalität, Kriminalprävention, polizeiliche Maßnahmen, Delinquenz, Migration, Neuköllner Modell, Jugendstrafrecht, soziale Desorganisation, Anomietheorie, Jugendgewalt, Tatverdächtigenbelastungszahl, Sozialisation, Präventionsarbeit, Jugendgerichtshilfe, Berlin.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der Jugendkriminalität, insbesondere in Berliner Bezirken mit einem hohen Migrationsanteil, und untersucht staatliche Interventionsmöglichkeiten.
Die zentralen Felder sind die Analyse von Kriminalitätsursachen, die Darstellung rechtlicher Rahmenbedingungen im Jugendstrafrecht sowie die Untersuchung effektiver präventiver und strafverfolgender Maßnahmen.
Das Ziel ist zu bestimmen, inwiefern Jugendkriminalität in belasteten Bezirken langfristig verringert werden kann und durch welche Maßnahmen dieses Phänomen am effektivsten bekämpft wird.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse in Verbindung mit der Auswertung polizeilicher Kriminalstatistiken (PKS) sowie der Untersuchung konkreter Fallbeispiele und Präventionsprojekte.
Im Hauptteil werden Begrifflichkeiten geklärt, kriminologische Theorien auf die aktuelle Situation angewendet und Berliner Präventionsprojekte wie das „Fallschirm-Projekt“ und das „Neuköllner Modell“ evaluiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Jugendkriminalität, Prävention, Migration, soziale Desorganisation und polizeiliche Kriminalstatistik bestimmt.
Das Neuköllner Modell wird als zentraler Ansatz zur Verfahrensbeschleunigung im Jugendstrafrecht analysiert, um durch schnelle Reaktionen pädagogisch wirksam auf jugendliche Straftäter einzuwirken.
Die Bevölkerungsstruktur mit ihren hohen Migrationsanteilen dient als Kontext für die Analyse der „delinquency areas“ und hilft zu verstehen, wo polizeiliche Präventionsschwerpunkte sinnvoll gesetzt werden müssen.
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