Fachbuch, 2019
57 Seiten
1. Einleitung
1.1 Forschungsproblem
2 Forschungsstand
2.1 Aktueller Forschungsstand
2.2 Forschungslücke
3 Forschungsfrage
3.1 Wissenschaftliche, gesellschaftliche und politische Relevanz
4 Methodische Umsetzung
5 Microtargeting als theoretischer Rahmen
5.1 Microtargeting
5.1.1 Politisches Microtargeting
5.1.2 Bestandsaufnahme des politischen Microtargeting im USA-Wahlkampf
5.2 Rechtliche Grenzen des Microtargetings
6 Forschungsgegenstand Big Data
6.1 Definition von Big Data
6.2 Die vier Eigenschaften von Big Data
6.3 Einsatzgebiete von Big Data
6.4 Vor- und Nachteile der Big Data Technologie
7 Analytischer Rahmen
7.1 Cambridge Analytica als zentraler Akteur im Wahlkampf von Donald Trump
7.2 Analyse der gängigen Big Data Microtargeting-Strategie im Wahlkampf
8 Fazit
8.1 Beantwortung und Weiterführung der Fragestellung
8.2 Kritische Reflexion und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, inwieweit Big Data-Technologien von Datenanalyse-Unternehmen eingesetzt werden können, um durch personalisierte Wahlwerbung (Microtargeting) die politische Wahlentscheidung zu beeinflussen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Analyse der Vorgehensweise von Cambridge Analytica im US-Präsidentenwahlkampf 2016 sowie der Reflektion der gesellschaftlichen und ethischen Risiken.
Politisches Microtargeting
Das sog. Microtargeting wird in der Debatte oft als Begriff für jedweden datengestützten Wahlkampf verwendet (Kolany-Raiser/Radtke 2018: 2). Gemäß den Wissenschaftlern Frédéric Dubois, Tom Dobber und Natali Helberger (2018) ist politisches Microtargeting eine von PolitikerInnen eingesetzte Technik, mit der einzelne WählerInnen durch individualisierte Nachrichten angesprochen werden, angepasst auf deren Hintergrund, Einstellung, Glauben oder Sorgen. In Wahlkampfzeiten kann politisches Microtargeting dazu genutzt werden, um Wahlwerbung zu personalisieren. Zwischen den Wahlen wird es oft dazu verwendet, den Kreis der WählerInnen zu vergrößern, diese zu mobilisieren und bestehende WählerInnen zu binden (Dubois et al. 2018).
Nach der Definition von den Big Data Forschern Dr. Barbara Kolany-Raiser und Tristan Radtke (2018: 2) ist Microtargeting die personalisierte und zielgerichtete Ansprache der einzelnen Wähler unter Vorhersage der Auswirkungen dieser Ansprache. Unter dem weiten Begriffsverständnis können datengestützte Haustürwahlkämpfe ebenso wie gezielte Telefonanrufe oder personalisierte Werbeanzeigen im Internet als Microtargeting anzusehen sein (Kolany-Raiser/Radtke 2018: 2). Darüber hinaus, ist das Element der gezielten und personalisierten Ansprache mittels gewonnener Daten zentral für Microtargeting (Kolany-Raiser/Radtke 2018: 2).
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Big Data für die politische Willensbildung und führt in die Problematik der Wahlbeeinflussung ein.
2 Forschungsstand: Erörtert den aktuellen Stand der Forschung zu Big Data-Technologien und identifiziert die Forschungslücke hinsichtlich der politischen Manipulation.
3 Forschungsfrage: Definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit und erläutert die wissenschaftliche sowie gesellschaftliche Relevanz.
4 Methodische Umsetzung: Legt das methodische Vorgehen der qualitativen Einzelfallanalyse fest.
5 Microtargeting als theoretischer Rahmen: Erläutert das Konzept des Microtargetings sowie die rechtlichen Grenzen und Gefahren für die Demokratie.
6 Forschungsgegenstand Big Data: Definiert Big Data, beleuchtet dessen Eigenschaften, Einsatzgebiete sowie die damit verbundenen Vor- und Nachteile.
7 Analytischer Rahmen: Analysiert den Fall Cambridge Analytica und untersucht die Big Data Microtargeting-Strategien im Kontext des US-Wahlkampfs.
8 Fazit: Führt eine Zusammenfassung der Analyseergebnisse durch und gibt einen kritischen Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.
Big Data, Microtargeting, Cambridge Analytica, Wahlbeeinflussung, Datennutzung, Algorithmen, US-Wahlkampf 2016, Datenschutz, Politische Kommunikation, Datenanalyse, Demokratie, Soziale Medien, Personenbezogene Daten, Ethik, Meinungsbildung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Big Data auf politische Wahlkämpfe, mit Fokus auf die Nutzung persönlicher Daten zur gezielten Beeinflussung der Wählerschaft durch Microtargeting.
Zu den Schwerpunkten zählen die Funktionsweise von Microtargeting, der datenbasierte Wahlkampf, ethische und rechtliche Aspekte der Datennutzung sowie der Cambridge Analytica Skandal.
Ziel ist es zu erörtern, inwieweit Big Data-Methoden durch Datenanalyse-Unternehmen genutzt werden, um politische Wahlentscheidungen mittels personalisierter Werbung gezielt zu steuern.
Es wird die Methode der qualitativen Einzelfallanalyse unter Rückgriff auf Fachliteratur und Monographien angewandt.
Der Hauptteil analysiert theoretische Rahmenbedingungen, definiert Big Data und untersucht detailliert die Strategien der Trump-Kampagne im Jahr 2016 in Verbindung mit Cambridge Analytica.
Die zentralen Begriffe umfassen Big Data, Microtargeting, Cambridge Analytica, Wahlbeeinflussung und Datenschutz.
Dieser Skandal gilt als zentrales und gut dokumentiertes Beispiel für illegale Datennutzung und Wahlmanipulation, was eine detaillierte Analyse der angewandten Methoden ermöglicht.
Die Arbeit betont, dass diese Unternehmen eine entscheidende Verantwortung tragen, da sie durch die technische Modellierung und Datenverarbeitung maßgeblich zur Manipulation der Meinungsbildung beitragen.
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