Bachelorarbeit, 2019
68 Seiten, Note: 1.7
1. Einleitung
2. System Frühförderung
2.1 Aufgabenfelder im Rahmen der Komplexleistung
2.2 Vier Arbeitsprinzipien des professionellen Handelns
2.2.1 Ganzheitlichkeit
2.2.2 Familienorientierung
2.2.3 Interdisziplinarität
2.2.4 Vernetzung
2.3 Studienlage zur Frühförderung
2.4 Empowerment – als Stärkung zur Familie
3. Fragestellung und Hypothesen
4. Methodik
5. Ergebnisse
6. Diskussion
6.1 Kritische Reflexion
6.2 Limitation
6.3 Ausblick
6.4 Fazit
Diese Arbeit untersucht, inwieweit die vier zentralen Arbeitsprinzipien der Frühförderung – Ganzheitlichkeit, Familienorientierung, Interdisziplinarität und Vernetzung – aus der Perspektive von Eltern in der praktischen Arbeit umgesetzt werden.
2.2.1 Ganzheitlichkeit
Das Arbeitsprinzip der Ganzheitlichkeit bietet für die Bereiche der Diagnostik, Therapie und Förderung der Kinder eine bestimmte Option an Angeboten. Diese Angebote richten sich unter Anbetracht der Gesamtentwicklung auf die gesamte Lebenswelt. Um in der Therapie und Förderung auf alle Aspekte des Kindes eingehen zu können, müssen vorher für die Diagnostik, die Kinder innerhalb ihrer Lebenswelt wahrgenommen werden, damit eine Einschätzung bezüglich der Kompetenzen, des Selbsterlebens und Selbstwertgefühls und des körperlichen Befindens erfolgen kann. Hierfür gilt es ebenfalls, fördernde und zugleich die lindernden Bedingungen aus deren Umfeld zu erkennen, um eine Integration zu ermöglichen. Wie Thurmair und Naggl (2010, S.19) sagen, sind die Einschätzung der Stärken und Schwächen der Kinder eine Grundvoraussetzung, und zählen somit zum Standard der modernen Frühförderung. All diese Einschätzungen sind somit von elementarer Bedeutung bei der Diagnostik, und bei der darauffolgenden Therapie bzw. Förderung, so wie es auch in den Aufgabenfeldern der Komplexleistung (siehe 2.1) genannt wird. Laut Weiß et al. (2004, S.113f) ist es wünschenswert, eine Kombination aus Therapie und Förderung in einem Konzept zu verinnerlichen, welches daraufhin auch am besten von einer Fachkraft angeboten werden sollte. Insgesamt bildet der ganzheitliche Blick auf das Kind und die Familie die Grundlage für die folgenden drei Prinzipien (Thurmair & Naggl, 2010, S. 26ff; Weiß et al., 2004, S.113f).
1. Einleitung: Erläuterung der Relevanz der vier Arbeitsprinzipien und der Zielsetzung der Elternbefragung zur Überprüfung der praktischen Umsetzung.
2. System Frühförderung: Darstellung der verschiedenen Frühförderstellen, der Aufgabenfelder im Rahmen der Komplexleistung sowie der theoretischen Grundlagen zu den Arbeitsprinzipien.
3. Fragestellung und Hypothesen: Herleitung der zentralen Forschungsfrage und Formulierung von Hypothesen zu den vier Arbeitsprinzipien für die quantitative Untersuchung.
4. Methodik: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Stichprobenauswahl und der Gestaltung des standardisierten Fragebogens zur Elternbefragung.
5. Ergebnisse: Zusammenstellung und Visualisierung der quantitativen Daten aus der Elternbefragung für jedes der vier untersuchten Prinzipien.
6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Abgleich mit der Theorie, Reflexion der Limitationen der Arbeit sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Frühförderung, Netzwerkarbeit, Elternbefragung, Ganzheitlichkeit, Familienorientierung, Interdisziplinarität, Vernetzung, Empowerment, Komplexleistung, Soziale Arbeit, Diagnostik, Eltern-Kind-Beziehung, Beratung, Unterstützungsangebote
Die Arbeit untersucht die Arbeitsweise von Fachkräften in einer interdisziplinären Frühförderstelle in Hamburg anhand von vier zentralen Arbeitsprinzipien aus der Sicht der Eltern.
Die Arbeit fokussiert sich auf die vier Arbeitsprinzipien Ganzheitlichkeit, Familienorientierung, Interdisziplinarität und Vernetzung sowie das Konzept des Empowerments.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob die theoretischen Anforderungen dieser vier Arbeitsprinzipien in der praktischen Arbeit der Frühförderfachkräfte aus Sicht der Eltern tatsächlich umgesetzt werden.
Es wurde eine quantitative Erhebungsmethode in Form eines standardisierten Fragebogens durchgeführt, um Daten von Eltern zu gewinnen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung der Frühförderung, die Vorstellung der vier Prinzipien, die methodische Vorgehensweise, die Präsentation der Umfrageergebnisse sowie deren kritische Diskussion.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Netzwerkarbeit, Empowerment, Familienorientierung und Interdisziplinarität innerhalb der Frühförderung.
Die Ergebnisse zeigen tendenziell ein positives Bild der Arbeitsweise; insbesondere die Unterstützung und Beratung durch die Fachkräfte werden geschätzt, wenngleich es bei Themen wie Austausch und interdisziplinärer Vernetzung noch Optimierungspotenzial gibt.
Die Soziale Arbeit wird als entscheidender Faktor identifiziert, um die Vernetzungsaufgaben in der Frühförderung erfolgreich zu bewältigen und die betroffenen Familien ganzheitlich zu stärken.
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