Magisterarbeit, 2014
103 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Faszination Fußball
3. Faszination Kino
4. Ein historischer Überblick
4.1 Die Geschichte des Films
4.2 Die Geschichte des Fernsehens
4.3 Die Geschichte des Fußballs
4.3.1 Die ersten Bälle
4.3.2 Fußball als gesellschaftliches Phänomen
4.3.3 Von der Professionalisierung zum Kommerzialisierung
5. Fußball im Film
5.1 Ein Fußball im Film = Fußballfilm?
5.2 Die Geschichte des Fußballspielfilms
5.3 Fußballspielfilme und ihre Probleme
6. Fußball im Fernsehen
6.1 Die ersten Spiele im Fernsehen
6.2 Die Etablierung im TV
6.3 Das duale Fernsehsystem und seine Folgen
6.4 Die Kinematographisierung des Fußballs
7. Die Dramaturgie
7.1 …des Fußballs
7.2 … des Fußballs im Film
7.3 … des Fußballs im Fernsehen
8. Die filmische Inszenierung von Fußball
8.1 Der erste große Fußballspielfilm: ‚Die elf Teufel‘ (1927)
8.1.1 Stadion
8.1.2 Spielaufbau
8.1.3 Torchance
8.1.4 Tor
8.1.5 Standartsituationen
8.1.6 Zweikampf
8.1.7 Strittige Situationen
8.1.8 Außenstehende Charaktere
8.1.9 Resümee
8.2 Kein Kassengift: ‚Goal!‘ (2005)
8.2.1 Stadion
8.2.2 Spielaufbau
8.2.3 Torchance
8.2.4 Tor
8.2.5 Standartsituationen
8.2.5.1 Ecke
8.2.5.2 Freistoß
8.2.6 Zweikampf
8.2.7 Strittige Situationen
8.2.8 Außenstehende Charaktere
8.2.9 Resümee
8.3 Das Subgenre: ‚Shaolin Soccer‘ (2001)
8.3 1 Stadion
8.3.2 Spielaufbau
8.3.3 Torchance
8.3.4 Tor
8.3.5 Standartsituationen
8.3.5.1 Einwurf
8.3.6 Zweikampf
8.3.7 Strittige Situationen
8.3.8 Außenstehende Charaktere
8.3.9 Resümee
8.4 Fernsehfußball ohne Form: Die Bundesliga-Partie Werder Bremen gegen Borussia Dortmund vom 24.08.1963
8.4.1 Stadion
8.4.2 Spielaufbau
8.4.3 Torchance
8.4.4 Tor
8.4.5 Standartsituationen
8.4.5.1 Ecke
8.4.5.2 Freistoß
8.4.5.3 Einwurf
8.4.6 Zweikampf
8.4.7 Strittige Situationen
8.4.8 Außenstehende Charaktere
8.4.9 Resümee
8.5 Fernsehfußball heute: die Bundesliga-Partie FC Bayern München gegen Borussia Dortmund vom 12.04.2014
8.5.1 Stadion
8.5.2 Spielaufbau
8.5.3 Torchance
8.5.4 Tor
8.5.5 Standartsituationen
8.5.5.1 Ecke
8.5.5.2 Freistoß
8.5.5.3 Einwurf
8.5.6 Zweikampf
8.5.7 Strittige Situationen
8.5.8 Außenstehende Charaktere
8.5.9 Resümee
9. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die historische und systematische Analyse der filmischen Inszenierung von Fußball in den Medien Kino und Fernsehen. Dabei wird untersucht, wie sich die visuelle Darstellung des Fußballs in Spielfilmen und TV-Übertragungen entwickelt hat, welche stilistischen Mittel zum Einsatz kommen und warum Fußball als Massenphänomen in beiden Medien unterschiedlich wahrgenommen und erfolgreich (oder weniger erfolgreich) visualisiert wird.
8.1.2 Spielaufbau
Ein richtiger Spielaufbau, wie man ihn vom Fernsehfußball kennt, existiert in diesem Film nicht. Zoltán Korda schneidet häufig einzelne kurze Pässe, Flanken und Schüsse von Spielern in einer Halbtotalen aneinander (Vgl. 01:19:04), die eine Situation im Mittelfeld simulieren soll, jedoch jeglicher Übersicht entsagen. Die Flugrichtungen der Bälle sind passend geschnitten. Verlässt der Ball das Bild links, rollt er rechts wieder in die Szenerie.
Wesentlich dynamischer, allerdings auch ohne die Möglichkeit sich auf dem Spielfeld zu orientieren, ist der Spielaufbau durch die Kombination von Kamerafahrten und Nahaufnahmen. Der S.C. Linda befindet sich nach der Einwechslung seines Top-Stürmers Tommy im Angriff (01:20:45). Die Totale zeigt einen Linda-Spieler kurz vor dem Mittelkreis, der nach links außen passt. Nach dem Schnitt ist das Bild nah auf den Rasen gerichtet. Ein paar Füße bewegen sich auf die Kamera zu und laufen links vorbei. Bei der nächsten Einstellung blickt man während einer rückwärtigen Kamerafahrt in einer leichten Aufsicht auf einen dribbelnden Spieler mit Weg Richtung Kamera, der im oberen Bildrand nur partiell zu erkennen ist und von Gegenspielern attackiert wird. Diese Einstellungen werden im Wechsel wiederholt und anschließend durch eine rasante seitliche Kamerafahrt von links nach rechts ergänzt. Die Kamera wechselt wieder in eine feste Position. Das Bild ist untersichtig und zeigt diverse Spieler, die in einer Halbnahaufnahme über die Kamera hinweg laufen. Ein Zwischenschnitt der Zuschauer verstärkt die Begeisterung für diesen Spielzug. Die seitliche Kamerfahrt begleitet den sprintenden, sich zum Ball nach hinten umblickenden Tommy halbtotal, bis er abbremst und die Kamera ihm enteilt. Das Tempo dieser Szene ist für den damaligen Fußball, der eher langsamer gespielt wurde, überdurchschnittlich hoch.
Einen ähnlichen, jedoch noch exzessiveren Angriff gibt es kurz vor Schluss des Spiels, in der die sportliche Dramatik noch deutlicher wird. Tommy und sein S.C. Linda (01:28:41) starten einen Spielzug von einer Minute Erzählzeit, bei der ein Fußballer in der Realität mehrere hundert Meter laufen könnte. In einer rasanten Montage werden Kamerafahrten mit dem Protagonisten, untersichtige Einstellungen, nahe Bewegungen der Beine und immer euphorisch werdende Fans wild durcheinander geschnitten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Fußballs als Massenphänomen ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, die filmische Inszenierung des Sports in Kino und Fernsehen zu untersuchen.
2. Faszination Fußball: Das Kapitel beleuchtet, warum Fußball weltweit als Volkssport Nr. 1 gilt und welche sozialen und emotionalen Faktoren die Faszination dieses einfachen Spiels ausmachen.
3. Faszination Kino: Hier werden die Parallelen zwischen Fußballzuschauern und Kinobesuchern herausgearbeitet, insbesondere das kollektive Erlebnis und die emotionale Reise durch fiktionale Geschichten.
4. Ein historischer Überblick: Dieser Abschnitt bietet einen geschichtlichen Abriss über die Entstehung von Film, Fernsehen und Fußball und beleuchtet deren Entwicklung zu Massenmedien und -sportarten.
5. Fußball im Film: Hier wird der Forschungsstand zum Genre des Fußballspielfilms analysiert, das Genre definiert und die besonderen Herausforderungen bei der fiktionalen Darstellung des Fußballs diskutiert.
6. Fußball im Fernsehen: Dieses Kapitel veranschaulicht die wechselseitige Beziehung zwischen Profifußball und der Entwicklung der Fernsehlandschaft, von den ersten Übertragungen bis zur heutigen medientechnischen Perfektionierung.
7. Die Dramaturgie: Eine Differenzierung der dramaturgischen Eigenarten von Fußball, der Inszenierung im Spielfilm sowie der besonderen, reproduktiven Dramaturgie des Fernsehens.
8. Die filmische Inszenierung von Fußball: Anhand konkreter Beispiele wie ‚Die elf Teufel‘, ‚Goal!‘, ‚Shaolin Soccer‘ und realen Bundesliga-Übertragungen wird die visuelle Manifestation der sportlichen Analyse exemplarisch dargestellt.
9. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass die filmische Inszenierung von Fußball im Film und Fernsehen fundamental unterschiedlich ist und auch in Zukunft bleibt, wobei die Medientechnik die Grenzen der Visualisierung stetig erweitert.
Fußball, Fernsehen, Kino, Fußballspielfilm, Inszenierung, Dramaturgie, Massenphänomen, Sportberichterstattung, Live-Übertragung, Medienevent, Kameratechnik, Schnittfolge, visuelle Wahrnehmung, Fußball-Bundesliga, Sportentertainment.
Die Arbeit untersucht die filmische Inszenierung von Fußball als Medienevent in den zwei unterschiedlichen Formaten Spielfilm (Kino) und Live-Übertragung (Fernsehen).
Die Themen umfassen die historische Genese der drei Medienbereiche Film, Fernsehen und Fußball sowie die Untersuchung spezifischer dramaturigischer und technischer Inszenierungsmethoden.
Die Arbeit analysiert, wie Fußball in Filmen und TV-Übertragungen visuell „inszeniert“ wird und warum sich das Medium Fernsehen als deutlich erfolgreicheres Format für die Sportberichterstattung etabliert hat.
Der Autor stützt sich auf eine historische und systematische Analyse der Fachliteratur, ergänzt durch beispielhafte Filmanalysen und Experteninterviews, um die Theorie in die Praxis zu übertragen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Fußball im Film (Definition und Problematik des Genres) und im Fernsehen (Entwicklung des Live-Bildes und des dualen Fernsehsystems) sowie eine konkrete Analyse von Fußballspielen in ausgewählten Filmbeispielen und TV-Produktionen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Inszenierung, Dramaturgie, Medienevent, Fußballspielfilm, Fernsehfußball, Schnittfolge und Zuschauerpartizipation.
Während die Live-Übertragung den Sport als „Ablichtung der Wirklichkeit“ wiedergibt, nutzt der Spielfilm den Sport als Werkzeug einer fiktiven Rahmenhandlung und konstruiert eine eigene, ästhetisierte Wirklichkeit.
Die Technik ist entscheidend: Während frühe Übertragungen durch starre Kameratechnik limitiert waren, ermöglichen moderne Instrumente wie Hochgeschwindigkeitskameras, digitale Tricktechnik und komplexe Schnittfolgen eine permanente Emotionalisierung und Transparenz des Spielgeschehens.
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