Doktorarbeit / Dissertation, 2019
393 Seiten
Die Dissertation „Reform und Widerstand. Zur Theologie altgläubiger Flugschriften in der frühen Reformationszeit“ befasst sich mit der theologischen Auseinandersetzung zwischen den Anhängern der Reformation und denjenigen, die an den traditionellen Lehren der katholischen Kirche festhielten. Der Fokus liegt auf den Flugschriften des altgläubigen Theologen Johannes Dietenberger und seiner Kritik an Luthers Thesen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Forschungsfrage und den methodischen Ansatz der Dissertation erläutert. Im ersten Teil wird Johannes Dietenberger und seine Rolle in der Reformation vorgestellt. Hierbei wird die historische Situation und die Person des Theologen beschrieben, sowie seine Auseinandersetzung mit Luthers Thesen und seine Schriften im Kontext der Reformationszeit.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Darstellung der Flugschriften des Johannes Dietenberger. Zunächst werden die verschiedenen Facetten der Gattung Flugschrift in der damaligen Zeit beleuchtet, bevor die historische Situation und die Entstehung der untersuchten Quellen im Detail dargestellt werden. Im Anschluss daran wird die inhaltliche und formale Analyse dreier Flugschriften Dietenbergers präsentiert.
Im dritten Teil der Arbeit wird eine kritische Auseinandersetzung mit den Quellen und eine Würdigung der Ergebnisse vorgenommen. Hierbei werden Luthers zentrale Überlegungen zur Rechtfertigung des Menschen und die Bedeutung des Glaubens im Kontext seiner Theologie dargestellt und mit der Position Dietenbergers gegenübergestellt.
Flugschrift, Reformation, Theologie, Johannes Dietenberger, Rechtfertigung, Glaube, Werke, Kontroverse, Luther, Cochläus, Kirchenväter, Sola Scriptura, Sola Gratia, Sola Fides, Simul Justus et Peccator, Widerstand.
Johannes Dietenberger war ein bedeutender altgläubiger (katholischer) Theologe des Dominikanerordens, der vor allem für seine Gegenbibel von 1534 bekannt ist, mit der er Luthers Übersetzung entgegentrat.
Die Arbeit analysiert systematisch-theologisch drei deutsche Flugschriften aus dem Jahr 1523, um Dietenbergers Position gegen die lutherische Lehre (z.B. Rechtfertigung allein durch Glauben) zu beleuchten.
Während Luther das "Sola Fides" (allein durch Glauben) betonte, verteidigte Dietenberger die altgläubige Sicht, dass Glaube und gute Werke zusammenwirken müssen, um das Himmelreich zu verdienen.
Flugschriften waren das Massenmedium der Zeit. Sie dienten dazu, theologische Debatten einem breiten Publikum, auch Laien, in der Volkssprache zugänglich zu machen und Positionen zu popularisieren.
In dieser Schrift widerlegt Dietenberger Luthers Ansichten über kirchliche Traditionen und Gelübde, indem er die Autorität der Kirche und der Kirchenväter verteidigt.
Die Arbeit reflektiert über die Authentizität, die Bibelkenntnis und die Glaubwürdigkeit Dietenbergers sowie den Erfolg seiner Schriften im Widerstand gegen die reformatorische Bewegung.
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