Bachelorarbeit, 2014
32 Seiten, Note: 1,7
1. Theoretischer Hintergrund
1.1. Modelle zur Erklärung von Einflussfaktoren
1.1.1. Anderson-Modell
1.1.2. Prozessmodell zur Inanspruchnahme professioneller Hilfe
2. Methodisches Vorgehen
2.1. Einschlusskriterien
2.2. Schlagwörter
2.3. Literatursuche und Auswahl der Studien
2.4. Datenextraktion
3. Ergebnisse
3.1. Charakteristika der ausgewählten Studien
3.2. Fokus der Studien
3.3. Zuordnung zu Modell und Kategoriensystem
3.4. Gefundene Einflussfaktoren
4. Diskussion
4.1. Ziele, Ergebnisse und Grenzen
4.2. Abschließende Betrachtung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Einflussfaktoren für die Inanspruchnahme oder Nichtinanspruchnahme von Unterstützungsangeboten durch pflegende Angehörige älterer Menschen systematisch zu identifizieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, welche psychosozialen, soziodemographischen und angebotsspezifischen Merkmale das Nutzungsverhalten beeinflussen und ob diese sich in gängige Erklärungsmodelle einordnen lassen.
1. Theoretischer Hintergrund
Laut des Robert Koch-Instituts waren im Jahr 2002 rund zwei Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig (Robert Koch-Institut, GBE-Schwerpunktbericht: Pflege 2004, S.14), das sind 2,4 Prozent der deutschen Gesamtpopulation. 1,37 Prozent dieser Pflegebedürftigen wiederum werden zu Hause gepflegt. Aufgrund der demographischen Veränderungen wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen wird ( Robert Koch-Institut, GBE Schwerpunktbericht: Pflege 2004, S.45). Das RKI prognostiziert für Deutschland bis zum Jahr 2040 ein Wachstum der Altersgruppe der über 60jährigen um 37,6 Prozent. In den Modellen zur Berechnung der zukünftigen Anteile von Pflegebedürftigkeit wird von einer Status-Quo Hypothese ausgegangen, die besagt, dass der Umfang des Eintrittes von Pflegebedürftigkeit sowie der Betroffenheit von Pflegebedürftigkeit konstant bleiben.
Auf Grundlage dieser Berechnungen wird von einem Anstieg der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2040 um 70,6 % auf 3,2 Millionen Menschen ausgegangen (Robert Koch-Institut, 2004, S.46), während die Gesamtbevölkerung und damit der Anteil pflegender Angehöriger, die die Hauptlast der Pflegearbeit bewältigen, weiter schrumpft.
1. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die demographische Relevanz der häuslichen Pflege und führt in theoretische Modelle zur Erklärung der Inanspruchnahme von Gesundheitsangeboten ein.
2. Methodisches Vorgehen: Hier werden die Kriterien zur Studienauswahl, die Suchstrategien in wissenschaftlichen Datenbanken und der Prozess der Datenextraktion detailliert dargestellt.
3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Merkmale der 47 ausgewählten Studien, stellt das induktiv entwickelte Kategoriensystem vor und listet die identifizierten Einflussfaktoren auf.
4. Diskussion: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, in Bezug auf die Forschungsziele gedeutet und Implikationen für die zukünftige Forschung sowie die praktische Arbeit mit pflegenden Angehörigen abgeleitet.
Pflegende Angehörige, Inanspruchnahme, Unterstützungsangebote, Einflussfaktoren, Systematisches Review, Demenz, Psychosoziale Merkmale, Pflegestress, Hilfsangebote, Barrieren, Beratungspsychologie, Anderson-Modell, Versorgungsqualität, Lebenszufriedenheit, Gesundheitswesen.
Die Arbeit untersucht, warum pflegende Angehörige von älteren Menschen bestehende Unterstützungsangebote häufig nur selten oder gar nicht in Anspruch nehmen.
Das Ziel ist die systematische Identifikation und Kategorisierung von Einflussfaktoren, die das Inanspruchnahmeverhalten von pflegenden Angehörigen prägen.
Es wurde ein systematisches Review durchgeführt, bei dem 47 qualitative und quantitative Studien analysiert und deren Ergebnisse induktiv in ein Kategoriensystem überführt wurden.
Zentrale Themen sind die psychische Belastung der Pflegenden, Einstellungen und Überzeugungen, soziodemographische Faktoren sowie Merkmale der angebotenen Unterstützungsleistungen.
Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Literatursuche, der Auswertung der Studiendaten, der Einordnung der Faktoren in theoretische Modelle sowie der Erstellung eines eigenen Modells der Einflussfaktoren.
Zu den Kernbegriffen zählen Pflegende Angehörige, Inanspruchnahme, Hilfsangebote, Einflussfaktoren und Systematisches Review.
Überraschenderweise spielt Unkenntnis in der vorliegenden Datenlage eine eher marginale Rolle, was möglicherweise an Rekrutierungsproblemen der betrachteten Studien liegt.
Psychosoziale Merkmale, insbesondere Belastungserleben und Einstellungen, wurden als Hauptfaktoren identifiziert, was auf einen hohen Stellenwert von Einstellungsänderungen für die Angebotsnutzung hindeutet.
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