Bachelorarbeit, 2014
66 Seiten, Note: 2.3
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau und Vorgehen
1.3 Forschungsstand
2. Rechtspopulismus
2.1 Der Begriff des Rechtspopulismus
2.2 Das Auftreten rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen
2.3 Rechtspopulismus in Europa
2.3.1 Die europäische Vision der extremen Rechten
3. Die europäische Wirtschafts- und Finanzkrise
3.1 Chronik der Wirtschafts- und Finanzkrise
3.2 Euroskeptizismus
4. Rechtspopulismus und die europäische Wirtschafts- und Finanzkrise
4.1 Ursachen für die Erfolge des Rechtspopulismus
4.2 Die Auswirkungen der Eurokrise
4.2.1 Die Ängste und Bedrohungsgefühle der europäischen Bürger
4.3 Die Wahlergebnisse und der öffentliche Diskurs rechtspopulistischer Parteien
4.3.1 Empirische Analyse
4.3.2 Prüfung der Hypothese
5. Fazit und Aussicht
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise und dem Erstarken rechtspopulistischer Parteien in Europa. Dabei wird die Hypothese geprüft, ob die Eurokrise Wahlerfolge rechtspopulistischer Akteure begünstigt, indem sie soziostrukturelle Gelegenheitsstrukturen und Ängste in der Bevölkerung schafft.
2.1. Der Begriff (Rechts-)Populismus
Der Begriff Populismus leitet sich von dem lateinischen Wort populus für „das Volk“ ab. Populistische Parteien sehen sich traditionell als Alternativen zu etablierten Parteien und versuchen ähnlich der Wortherkunft , sich als „Vertreter des Volkes“ in die Politik zu integrieren. Historisch betrachtet gibt es drei aufeinanderfolgende Phasen des Populismus: den agrarischen Populismus, die lateinamerikanische Variante des Populismus, mit den autoritären Regimen von Perón in Argentinien und Vargas in Brasilien, und den „neuen“ Rechtspopulismus. Obwohl diese Bewegungen in verschiedene Epochen einzuordnen sind, gibt es drei Merkmale, die sie gemeinsam haben. Zum einen gibt es eine antielitäre, vertikale Dimension: die Abgrenzung zur politischen Klasse: „Wir“ gegen „die-da-oben“, zweitens die horizontale Dimension: die Abgrenzung zum Fremden: „Wir“ gegen „die-da-draußen“, und drittens der Bezug zum „Volk“. Passend dazu definiert Florian Hartleb den Populisten als jemanden, der die Probleme der „kleinen Leute“ zu verstehen behauptet und vorgibt, direkt mit dem „Volk“ zu kommunizieren. Der Begriff des Rechtspopulismus findet gegenwärtig häufig als politischer „Kampfbegriff“ Verwendung und ist „in aller Munde“. Die ausufernde Verwendung im politischen sowie medialen Diskurs hat dem Begriff eine negative Konnotation verliehen. Grund hierfür ist, dass der Begriff „Rechtspopulismus“ oftmals als „Schimpfwort“ für politische Gegner verwendet wird. Oliver Geden empfiehlt hingegen eine Verwendung des Begriffs als „konstitutives Merkmal einer spezifischen Parteienfamilie“. Geden bescheinigt den Rechtspopulisten eine andere Strategie, als ihnen gemeinhin unterstellt wird. So sei eine Etablierung dauerhafter Konfliktlinien im politischen
1. Einleitung: Hier wird die Problemstellung dargelegt, der Forschungsstand umrissen und das Ziel der Arbeit definiert, den Zusammenhang zwischen Eurokrise und dem Erstarken des Rechtspopulismus zu untersuchen.
2. Rechtspopulismus: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Rechtspopulismus, charakterisiert rechtspopulistische Bewegungen und analysiert deren Auftreten sowie ihre europäische Vision.
3. Die europäische Wirtschafts- und Finanzkrise: Es erfolgt eine Chronik der Eurokrise und eine Darstellung des damit verbundenen Phänomens des Euroskeptizismus.
4. Rechtspopulismus und die europäische Wirtschafts- und Finanzkrise: Der Hauptteil analysiert die Ursachen für Wahlerfolge, die Auswirkungen der Krise auf die Bürger (Ängste und Bedrohungsgefühle) sowie Wahlergebnisse im Kontext der Krise.
5. Fazit und Aussicht: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bestätigung der Hypothese, dass die Eurokrise den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien begünstigt hat.
Rechtspopulismus, Eurokrise, Wirtschaftskrise, Wahlverhalten, Euroskeptizismus, Moderne, Bedrohungsgefühle, Arbeitslosigkeit, politische Protestwahl, soziale Isolation, Nationalismus, Wirtschafts- und Finanzpolitik, Europa, Parteienlandschaft, Sozialpsychologie
Die Bachelorarbeit untersucht, ob und wie die europäische Wirtschafts- und Finanzkrise seit 2009 mit dem Erstarken rechtspopulistischer Parteien und deren Wahlerfolgen in Europa zusammenhängt.
Zentrale Themen sind die theoretische Definition des Rechtspopulismus, die sozio-ökonomischen Hintergründe der Eurokrise und deren wahrgenommene Auswirkungen auf die Bürger, wie etwa Ängste vor Arbeitslosigkeit.
Das Ziel ist es, die Hypothese zu prüfen, dass die Eurokrise als Nährboden für rechtspopulistische Wahlerfolge dient, indem sie gesellschaftliche Unsicherheiten und Ängste in der Bevölkerung verstärkt.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse soziologischer Bedrohungstheorien und einer statistischen Auswertung von Umfragedaten (Eurobarometer und CSES) mittels Chi-Quadrat-Koeffizienten und Cramérs V.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen die Ängste der Bürger in den Fallbeispiel-Ländern (Frankreich, Niederlande, Österreich) quantitativ ausgewertet und den Wahlerfolgen der jeweiligen Parteien gegenübergestellt.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Rechtspopulismus, Eurokrise, Modernisierungsverlierer, Bedrohungstheorie und Wahlverhalten kennzeichnen.
Diese Länder wurden ausgewählt, da sie vergleichbare kulturelle Hintergründe aufweisen, zu den westlichen Demokratien zählen und etablierte rechtspopulistische Parteien in ihren nationalen Parlamenten führen.
Die Arbeit nutzt die „Modernisierungsverlierer-These“, um zu erklären, dass rechtspopulistische Parteien besonders dort erfolgreich sind, wo sozio-ökonomische Umbrüche durch die Krise als Bedrohung der eigenen sozialen Identität empfunden werden.
Die Analyse zeigt eine deutliche Steigerung des statistischen Zusammenhangs zwischen ökonomischen Ängsten und der Wahl rechtspopulistischer Parteien während der Eurokrise, wodurch die Hypothese verifiziert werden kann.
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