Diplomarbeit, 2005
141 Seiten, Note: 1,0
I Einleitung
1 Situation und Problemstellung
2 Zielsetzung
3 Aufbau der Arbeit
II Einführung in die Thematik
1 Werbung
1.1 Definition und Aufgaben der Werbung
1.2 Standardisierungsdebatte in der internationalen Werbung
1.3 Erlebnisorientierte Kommunikation
1.3.1 Kulturelle Einflüsse im Konditionierungsprozess
1.4 Bildkommunikation
1.4.1 Einsatz emotionaler Schemabilder
2 Kultur
2.1 Definition des Kulturbegriffs und Kulturmerkmale
2.1.1 Psychologische Bedeutung
2.2 Wertorientierungen als kulturelles Strukturmerkmal
2.3 Kulturelle Dimensionen
2.3.1 Hofstede’s Typologie der Wertedimensionen
2.3.2 Andere Wertedimensionen
2.3.3 Weitere Gründe für eine differenzierte Werbegestaltung
3 Psychische Determinanten der Werbewirkung
3.1 Kognitive Prozesse
3.1.1 Semantisches Netzwerk-Modell
3.1.2 Schematheorie
3.2 Das emotionale Erleben
3.2.1 Abgrenzung des Emotionsbegriffs
3.2.2 Emotionstheorien
3.2.3 Emotionale Schemata
III Empirischer Teil
1 Eigene Fragestellungen und Hypothesen
2 Empirische Untersuchung der konnotativen Bedeutungsunterschiede in der Bewertung erlebnisorientierten Bierwerbung unterschiedlicher Kulturen
2.1 Semantisches Differential - Methode der Bedeutungsmessung
2.1.1 Struktur des SD
2.1.2 Bedeutungskomponenten
2.1.3 Gütekriterien
2.1.4 Beurteilungsfehler
2.1.5 Problemadäquatheit vs. Universalität der Methode
2.2 Untersuchungsdesign
2.2.1 Stichprobe
2.2.2 Stimulusmaterial
2.2.3 Auswahl der Kulturen
2.2.4 Durchführung der Untersuchung
2.3 Methoden der Datenauswertung
2.3.1 Operationalisierung statistischer Hypothesen
IV Auswertung
1 Darstellung der Ergebnisse
2 Diskussion der Ergebnisse
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss kultureller Faktoren auf die internationale Standardisierung von Werbung, insbesondere die affektive Bewertung von Positionierungskonzepten bei unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, ob Rezipienten Werbebotschaften unterschiedlicher kultureller Herkunft verschieden wahrnehmen und welche Rolle die kulturelle Distanz sowie das Geschlecht bei der affektiven Bewertung spielen.
1 Situation und Problemstellung
Die Kommunikationsbedingungen haben sich in den letzten Jahrzehnten in dramatischer Weise geändert. Die bei weitem wichtigste Bedingung ist die zunehmende Werbe- & Informationsüberlastung - höchstens 5% der angebotenen Werbeinformation erreichen ihre Empfänger, der Rest landet auf dem Müll. Dazu rechnet man mit einem weiteren dramatischen Anstieg der Werbemittel, und zwar bis zum Jahr 2010 mit einer Vervierfachung der Fernsehwerbung in Deutschland (Kroeber-Riel & Esch, 2000).
Bei der Mehrzahl der angebotenen Produkte und Dienstleistungen (nicht bei allen!) ist das Marktpotential bereits heute weitgehend ausgeschöpft. Das heißt, dass die Wachstumsraten bestenfalls sehr niedrig ausfallen, was zu verstärkter Konkurrenz und zum Verdrängungswettbewerb führt. Die meisten Produkte sind ausgereift und von ihrer Funktionalität her mehr oder weniger austauschbar, wodurch sich das Marketing der jeweiligen Anbieter vor besondere Herausforderungen gestellt sieht (Schnierer, 1999). Obendrein wird in vielen Bereichen eine Veränderung der Lebensumstände festgestellt. Durch den Anstieg des Wohlstandes, die Zunahme der Freizeit, den technischen Fortschritt sind die Möglichkeiten der Lebensführung gewachsen. Da grundlegende Bedürfnisse zum größten Teil befriedigt sind, werden Werte wie Selbstverwirklichung und sensuelle Anregungen wichtiger (Dmoch, 1997).
Viele Angebote haben während dieser Zeit an Gebrauchsbedeutung verloren, um an Erlebnisbedeutung hinzuzugewinnen, wie bspw. Möbel oder Nahrungsmittel. Der Konsum wird zum Erlebnis und das Produkt zum Träger von Erlebnissen, die die Werbung vermittelt. So appelliert die Werbung heutzutage zunehmend an die Gefühle ihrer Empfänger. Sie nutzt die emotionale Wirkung von Bildern, Farben, Worten und Musik für den Aufbau von Phantasiewelten, um ihre Zielgruppen zu faszinieren, sie gefühlsmäßig positiv zu stimmen und ihnen dadurch Produkte und Dienstleistungen näher zu bringen. Die Gefühle, die der Konsument dabei empfindet, verbindet er mit dem beworbenen Produkt, dem so ein besonderes Image verliehen wird.
I Einleitung: Beschreibt die veränderten Kommunikationsbedingungen und die zunehmende Relevanz emotionaler Erlebniswerte in der Werbung sowie die Zielsetzung und Struktur der Arbeit.
II Einführung in die Thematik: Erläutert theoretische Grundlagen zu Werbung, Kultur, psychologischen Determinanten der Werbewirkung und die Problematik internationaler Standardisierung.
III Empirischer Teil: Detaillierte Darstellung der Hypothesenbildung, der Untersuchungsmethode (Semantisches Differential), des Forschungsdesigns sowie der Durchführung und Auswertung der empirischen Studie.
IV Auswertung: Präsentiert die deskriptiven Ergebnisse und die statistische Überprüfung der Hypothesen sowie eine kritische Diskussion der Befunde im Kontext bestehender Forschung.
Internationale Werbung, Werbestandardisierung, Kulturdimensionen, Semantisches Differential, emotionale Konditionierung, affektive Bewertung, Erlebnisorientierung, interkulturelles Marketing, Konsumentenpsychologie, Werbewirkungsforschung, Schematheorie, kulturelle Distanz, Geschlechtsspezifische Unterschiede.
Die Diplomarbeit untersucht, inwiefern kulturelle Faktoren die Wirksamkeit international standardisierter Werbung beeinflussen und wie Konsumenten emotionale Werbebotschaften unterschiedlicher kultureller Herkunft bewerten.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Werbung und Kultur. Dabei werden Konzepte wie die erlebnisorientierte Kommunikation, kulturelle Wertedimensionen nach Hofstede und psychologische Prozesse der Werbewirkung analysiert.
Das Ziel ist es, zu operationalisieren, wie sich die unabhängige Variable „Kultur“ auf die affektive Bewertung von Werbebotschaften auswirkt, insbesondere um zu prüfen, ob die kulturelle Distanz als Indikator für negative Emotionen bei Rezipienten dienen kann.
Die Autorin verwendet das Semantische Differential (Polaritätsprofil) zur Messung konnotativer Bedeutungsunterschiede und statistische Analyseverfahren (Korrelationen, Varianzanalyse, Faktorenanalyse) zur Untersuchung der erhobenen Daten.
Im Theorieteil werden die Grundlagen der Werbewirkung, kulturelle Einflussfaktoren und psychologische Modelle dargelegt. Im empirischen Teil wird die Untersuchung der Bewertung von Bierwerbung unterschiedlicher Kulturen (deutsch, russisch, amerikanisch) bei deutschen Probanden beschrieben.
Wichtige Begriffe sind internationale Werbung, kulturelle Dimensionen, Semantisches Differential, affektive Bewertung, emotionale Konditionierung und interkulturelles Marketing.
Die Arbeit konnte geschlechtsspezifische Unterschiede in der emotionalen Wahrnehmung nachweisen. Insbesondere bei der Bewertung von Werbung der eigenen Kultur zeigten sich signifikante Differenzen zwischen männlichen und weiblichen Probanden.
Bier ist ein kulturgebundenes Produkt, das ein breites Publikum anspricht, wodurch die Varianz der Kultur als Einflussvariable bei der Untersuchung maximiert werden konnte.
Überraschenderweise entsprach russische Werbung in der Studie bezüglich der Dimension „Aktivität“ eher den Idealvorstellungen deutscher Rezipienten als die amerikanische Werbung.
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