Masterarbeit, 2016
53 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Biologische Rhythmen
2.1 Funktion des autonomen Nervensystems
2.1.1 Funktion von Sympathikus und Parasympathikus
2.1.2 Funktion des enterischen Systems
2.1.3 Funktion des afferenten Systems
2.2 Teilstrukturen des autonomen Nervensystems
2.2.1 Supraspinale Strukturen des autonomen Nervensystems
2.2.2 Spinale Strukturen des autonomen Nervensystems
2.2.3 Rezeptoren, Neurotransmitter und afferentes System
2.3 Autonome Regelsysteme, die den Sinusknoten modulieren
2.3.1 Baroreflexe
2.3.2 Vestibuloautonomer Reflex
2.3.3 Kardiopulmonale Reflexe
2.3.4 Humorale Volumenreflexe
2.3.5 Atemregulation
2.3.6 Arterielle Chemoreflexe
2.4 Die Herzratenvariabilität
2.4.1 Das HF-Spektrum
2.4.2 Das LF-Spektrum
2.4.3 Die VLF- und ULF-Spektren
2.4.4 Praxis der Herzratenvariabilitätsmessung
3. TCM – Die Funktionskreise
4. Methode
4.1 Studiendesign
4.2 Messvorrichtungen
4.3 Untersucher und Prüfablauf
5. Ergebnisse
6. Diskussion
7. Schlussfolgerung
Die Studie untersucht die Wirkung von Körperakupunktur auf das vegetative Nervensystem bei PatientInnen mit orthopädischen Beschwerden. Das primäre Ziel ist es, mithilfe der Herzratenvariabilität (HRV) zu bestimmen, ob Akupunkturbehandlungen systematische Effekte auf die autonome Regulation ausüben.
2.4.2 Das LF-Spektrum
Das LF-Spektrum umfasst Frequenzen von 0,03 bis 0,15 Hz (1,8-9/min). An diesem Frequenzspektrum sind die arteriellen Baroreflexe als auch efferente Sympathikusneurone im Hirnstamm mit intrisischer Aktivität beteiligt. Entgegen früherer Annahmen, bei denen das LF-Spektrum ausschließlich als efferente Sympathikusaktivität deklariert wurde, wird es heute als gemischt sympatho-vagal bezeichnet. Es gibt zwei Hypothesen, die im Rahmen der niederfrequenten gemischten Frequenzen dieses Spektrums diskutiert werden. Die Baroreflex-Feedback-Theorie erklärt das Zustandekommen dieser Schwingungen als Resonanzphänomen.
Die Regelvorgänge des Baroreflexes nach Aktivierung arterieller Druckrezeptoren wurden bereits in Kapitel 2.3.1 besprochen. Die efferenten Reflexsignale des Vagus und des Sympathikus aus der Medulla oblongata zum Sinusknoten sowie beim Sympathikus auch zu den Widerstandsgefäßen haben unterschiedliche Laufzeiten. Wie in Kapitel 2.4 dargestellt, ist der efferente Vagus schneller als der Sympathikus. Die Wandspannungsänderung im peripheren Widerstandsgefäß tritt gegenüber dem eigentlichen Auslöser der Perzeption eines Blutdruckanstieges in Carotisgefäßen und im Aortenbogen so spät auf, dass der initiale Reiz gar nicht gepuffert wird. Die reaktive Änderung der Wandspannung in peripheren Widerstandsgefäßen selbst bewirkt wiederum eine Blutdruckänderung, die von den arteriellen Barorezeptoren erneut registriert wird. „Durch diese Phasenverschiebung zwischen Eingangs- und Ausgangssignal kommt es zu einem positiven Feedback und zu einem Hin- und Herschwingen des Regelkreises im Sinne eines Resonanzphänomens.“ (Hottenrott 2004: 35) Eine andere Hypothese, das zentrale Oszillatorkonzept, besagt, dass die motorischen sympathischen und parasympathischen Hirnstammneurone selbst LF- und HF-Oszillationen aufweisen.
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung der Homöostase und des vegetativen Nervensystems sowie die Relevanz der HRV als diagnostisches Instrument.
2. Biologische Rhythmen: Erläutert die anatomischen und funktionellen Grundlagen des autonomen Nervensystems, seiner Regelsysteme und der physiologischen Parameter der HRV.
3. TCM – Die Funktionskreise: Stellt die Konzepte der Traditionellen Chinesischen Medizin dar und setzt sie in Bezug zu den physiologischen Rhythmen des Menschen.
4. Methode: Beschreibt das Design der Längsschnittstudie, die Messausrüstung, den Prüfablauf und die angewandten statistischen Verfahren.
5. Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Messdaten, einschließlich der t-Tests und ANOVA-Analysen hinsichtlich Alters- und Leitbahneffekten.
6. Diskussion: Interpretiert die Studienergebnisse im Kontext bestehender wissenschaftlicher Literatur und diskutiert die klinische Relevanz der Akupunktur.
7. Schlussfolgerung: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen, insbesondere zur modulierenden Wirkung der Akupunktur auf das vegetative System.
Akupunktur, Herzratenvariabilität, vegetatives Nervensystem, Sympathikus, Parasympathikus, Baroreflex, HRV-Diagnostik, Traditionelle Chinesische Medizin, Funktionskreise, Bio-psycho-soziales Modell, Spektralanalyse, Frequenzparameter, klinische Studie, Homöostase, Atemregulation.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Körperakupunktur auf das vegetative System, gemessen über die Herzratenvariabilität (HRV) bei Patienten in einer TCM-Praxis.
Die zentralen Felder umfassen die Neurophysiologie des autonomen Nervensystems, die physikalischen Grundlagen der Herzratenvariabilität sowie die theoretischen Funktionskreise der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Akupunkturbehandlungen systematische und reproduzierbare Effekte auf die autonome Regulation des Herz-Kreislauf-Systems ausüben.
Es handelt sich um eine klinische Längsschnittstudie über sechs Monate mit 76 Patienten, bei denen vor und während der Akupunktur die HRV mittels EKG-Ableitungen aufgezeichnet wurde.
Im Hauptteil werden zunächst die biologischen Rhythmen und die Anatomie des Nervensystems theoretisch fundiert, gefolgt von einer Darstellung der TCM-Funktionskreise und der statistischen Analyse der Messdaten.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Akupunktur, Herzratenvariabilität, Sympathikus, Parasympathikus und Homöostase geprägt.
Nein, der t-Test der Ergebnisse zeigte, dass das Alter der Patienten keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Wirkung der Akupunktur auf die HRV hatte.
Ja, Patienten mit einer hohen Ausgangs-HF-Power profitierten stärker von der Akupunktur, während bei Patienten mit niedrigen Werten eine Senkung der vegetativen Power beobachtet wurde.
Die einfaktorielle Varianzanalyse (ANOVA) ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den 14 untersuchten Leitbahnen bezüglich ihrer Wirkung auf die HRV.
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