Masterarbeit, 2017
74 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
2.1 Differenzierung
2.1.1 Äußere Differenzierung
2.1.2 Innere Differenzierung/Binnendifferenzierung
2.2 Ebenen, Bedingungen und Grenzen binnendifferenzierter Maßnahmen
2.3 Umsetzung binnendifferenzierter Maßnahmen im Unterricht der Grundschule
2.4 Das Schulbuch als Unterstützung der Binnendifferenzierung
2.4.1 Schulbuchforschung
2.4.2 Relevanz des Sprachbuches im Deutschunterricht der Grundschule
2.4.3 Qualitätsmerkmale für ein binnendifferenziertes Sprachbuch
2.5 Zwischenfazit
3 Fragestellung
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Das Jo-Jo Sprachbuch 2 von Cornelsen
4.2 Durchführung
5 Ergebnisse
5.1 Schulbuchstruktur
5.1.1 Anschaulichkeit, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit
5.1.2 Flexible/lineare Nutzung
5.1.3 Vermittlung von Arbeitstechniken
5.1.4 Sicherung des Gelernten
5.1.5 Zusatzmaterialien
5.2 Schülerorientierung
5.3 Differenzierung von Lerninhalten
5.3.1 Komplexität der Aufgaben
5.3.2 Sozialform
5.3.3 Lernziel
5.3.4 Zusatzaufgaben
5.4 Zusammenfassung und Diskussion
5.4.1 Beantwortung der Fragestellung
5.4.2 Offene Fragen
6 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung, ob das „Jo-Jo Sprachbuch 2“ von Cornelsen die notwendigen Kriterien erfüllt, um den Anforderungen eines binnendifferenzierten Deutschunterrichts in der Grundschule gerecht zu werden. Die Forschungsfrage leitet sich aus der Beobachtung ab, dass Schulbücher trotz des bildungspolitischen Paradigmenwechsels hin zur individuellen Förderung oft noch Defizite in der praktischen Umsetzung von Binnendifferenzierung aufweisen.
2.1.2 Innere Differenzierung/Binnendifferenzierung
Auf der Suche nach dem richtigen Umgang mit Heterogenität gilt die innere Differenzierung als gegenwärtig geeignete Lösung. Eng verbunden mit dem Begriff der inneren Differenzierung sind auch die Begriffsvarianten Binnendifferenzierung, die bereits in den 1970er Jahren diskutiert wurde (Trautmann & Wischer, 2008), und Individualisierung. Aufgrund der Fülle an Literatur, die es zur Thematik gibt, fällt es schwer, die Begrifflichkeiten klar voneinander abzugrenzen (Schneuwly, 2014). In heutigen Diskussionen herrscht jedoch Einigkeit darüber, dass die Begriffe innere Differenzierung und Binnendifferenzierung synonym verwendet werden (Joller-Graf, 2010; Schneuwly, 2014). Für den weiteren Verlauf der Arbeit wird auf den Begriff der Binnendifferenzierung zurückgegriffen. Auch mit Blick auf die Unterrichtspraxis führen die Begriffe nicht selten zu Unklarheiten und machen auch hier eine klare Abgrenzung schwierig (Bohl, Batzel et al., 2012). Gemeinsam ist ihnen: sie alle stehen für Strategien, die zunehmende „Heterogenität nicht durch ein einheitliches Lernangebot zu ignorieren oder durch äußere Differenzierung zu reduzieren, sondern mit unterschiedlichen Angeboten für Teilgruppen innerhalb der Klasse … oder gar für jedes Individuum … an die Ausgangslagen der Lernenden anzuknüpfen“ (Bohl, Bönsch, Trautmann & Wischer, 2012, S. 5-6).
Das Prinzip der Binnendifferenzierung wird erst im Unterricht umgesetzt (Joller-Graf, 2010), setzt also erst nach der erwähnten Trennung im Zuge der äußeren Differenzierung ein (Paradies, 2001). Es versteht sich somit als Gegenkonzept zur äußeren Differenzierung, zweifelt an der geschaffenen Homogenität und strebt eine Förderung des Individuums innerhalb einer Lerngruppe an (Müller, 2014; Paradies, 2001).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Heterogenität in Grundschulklassen und die damit verbundenen Herausforderungen an die Lehrkräfte, während sie die Relevanz von Schulbüchern für einen binnendifferenzierten Unterricht hervorhebt.
2 Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Heterogenität und Differenzierung, analysiert deren Ebenen und stellt den aktuellen Forschungsstand zu Schulbüchern als differenzierende Medien dar.
3 Fragestellung: Hier wird das Ziel der Arbeit expliziert, das „Jo-Jo Sprachbuch 2“ hinsichtlich seiner Tauglichkeit für den binnendifferenzierten Unterricht zu analysieren und zu bewerten.
4 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert die Auswahl des untersuchten Lehrmaterials und beschreibt die Anwendung der qualitativen Dokumentenanalyse mittels eines eigens entwickelten Kodierleitfadens.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen auf, wie das Sprachbuch durch Struktur, Schülerorientierung und spezifische Differenzierungsangebote (wie Aufgabenkomplexität) den binnendifferenzierten Unterricht unterstützt.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert die Eignung des „Jo-Jo Sprachbuchs 2“ sowie den Bedarf an weiterer Forschung und Optimierung der Lehrmaterialien.
Binnendifferenzierung, Heterogenität, Grundschule, Deutschunterricht, Jo-Jo Sprachbuch, Schulbuchforschung, individuelle Förderung, qualitative Dokumentenanalyse, Lernausgangslage, Lernweg, Selbststeuerung, Kompetenzorientierung, Aufgabenkomplexität, Medienverbund, Unterrichtspraxis.
Die Arbeit untersucht, inwieweit das „Jo-Jo Sprachbuch 2“ als zentrales Lehrmedium im Deutschunterricht der Grundschule geeignet ist, um auf die vielfältigen Lernvoraussetzungen von Kindern einzugehen und binnendifferenziertes Lernen zu unterstützen.
Zentrale Schwerpunkte sind der theoretische Diskurs über Heterogenität in Schulen, die Analyse der inneren Differenzierung, die Funktionen und Anforderungen an modernes Schulbuchdesign sowie die empirische Auswertung eines konkreten Lehrwerks.
Das Ziel ist die Überprüfung des „Jo-Jo Sprachbuchs 2“ durch ein systematisches Kriterienraster, um zu ermitteln, ob es den Ansprüchen an eine aktive und proaktive Förderung heterogener Schülerschaften gerecht werden kann.
Die Autorin verwendet einen qualitativen Forschungsansatz in Form einer Dokumentenanalyse, gestützt auf einen eigens entwickelten Kodierleitfaden, der auf etablierten Kriterienkatalogen der Schulbuchforschung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Differenzierungskonzepte und eine detaillierte Analyse der Schulbuchstruktur, der Schülerorientierung sowie der Differenzierung der Lerninhalte anhand ausgewählter Themenkapitel.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Binnendifferenzierung, Heterogenität, Kompetenzorientierung, Schulbuchforschung und individuelle Lernpfade.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass das Sprachbuch grundsätzlich eine gute Basis für binnendifferenzierten Unterricht bietet, insbesondere durch sein umfangreiches Zusatzmaterial, jedoch bei der Selbstkontrolle und bei spezifischen Angeboten für leistungsstarke Kinder noch Optimierungspotenzial besitzt.
Sie liefert Lehrkräften wertvolle Einblicke, wie ein im Alltag häufig eingesetztes Sprachbuch effektiv für die individuelle Förderung genutzt werden kann und wo die Grenzen eines rein materialbasierten Differenzierungsangebots liegen.
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