Fachbuch, 2020
111 Seiten
1 Einleitung
2 Der demographische Wandel
2.1 Lebensformen und Bildungsstand älterer Menschen
3 Lebensphase Alter
3.1 Alter(n): Versuch einer Definition
3.2 Physiologische und psychologische Veränderungen
3.3 Geragogik
4 Digitalisierung
4.1 Geschichte und Gegenwart der Digitalisierung
4.2 Studien zur Internetnutzung in Deutschland
5 Zusammenfassung
6 Methodisches Vorgehen
6.1 Qualitative Forschung
7 Ergebnisdarstellung
7.1 Nutzungsprofil
7.2 Medienkompetenz
7.3 Generationenzugehörigkeit
8 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den konkreten individuellen Nutzen der Internetnutzung für ältere Menschen zu ermitteln. Angesichts des demographischen Wandels und der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft untersucht die Forschungsfrage, ob und wie die Generation 65+ das Internet in ihren Alltag integriert und welche Rolle dabei individuelle Lebensumstände sowie persönliche Kompetenzen spielen.
3.2 Physiologische und psychologische Veränderungen
In der modernen fortschrittsorientierten Gesellschaft hat das Schlagwort vom "Lebenslangen Lernen“ an Gewicht gewonnen. Aus „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“ ist längst ein „Man lernt nie aus!“ geworden. Die alte Waschmaschine ist defekt und muss gegen eine neue ausgetauscht werden. An der neuen Waschmaschine sind, statt der überschaubaren Anzahl an einfachen Drehknöpfen viele Tasten und ein Fenster, das digital die Einstellungsmöglichkeiten anzeigt. Kommt der ältere Mensch nicht mit der Bedienung zurecht, wird schnell an seinen kognitiven Fähigkeiten gezweifelt: Das ist zu modern. Damit kommen die Alten nicht zurecht. Hat aber der 30-Jährige mit den Einstellungen ein Problem, wird eher an der Benutzerfreundlichkeit der neuen Schalttafel gezweifelt als an den kognitiven Fähigkeiten des jüngeren Menschen.
Der Verdacht drängt sich auf, dass das neue Motto „Man lernt nie aus“ eher eine Wunschvorstellung der modernen Wissensgesellschaft ist, als von den Lernvoraussetzungen älterer Menschen auszugehen. Vielmehr hat sich in vielen Köpfen von Senior*innen die Wahrnehmung verankert: Ich bin zu alt, um diese neuartige Waschmaschine zu bedienen. Die defizitären Bilder des Alterns, wie bspw. das stereotype Bild des passiven, gebrechlichen und zurückgezogenen Älteren, beeinflussen das Selbstbild von Senior*innen.
Alte Menschen vergessen viel, lernen nur schwer Neues dazu, denken langsam. Eine Studie des Schweizer Psychologen Philippe Rast, der zurzeit an der University of Victoria (Kanada) forscht, belegt das Gegenteil. Rast stützt sich dabei auf die sog.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demographischen Wandel und die wachsende Bedeutung des lebenslangen Lernens sowie die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für die Generation 65+.
2 Der demographische Wandel: Dieses Kapitel analysiert die Bevölkerungsstruktur in Deutschland, den Wandel der Lebensformen älterer Menschen und die Bedeutung des Bildungsniveaus im Alter.
3 Lebensphase Alter: Hier werden Definitionen von Alter und Altern betrachtet sowie die physiologischen und psychologischen Veränderungen im Alter diskutiert, inklusive der Grundlagen der Geragogik.
4 Digitalisierung: Das Kapitel befasst sich mit der Entwicklung der Digitalisierung, den verschiedenen Studien zur Internetnutzung in Deutschland und der digitalen Kompetenz sowie deren kritischer Würdigung.
5 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die bisherigen Erkenntnisse über den Stellenwert der Senior*innen in der Gesellschaft und ihre Teilhabe am digitalen Alltag zusammen.
6 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel erläutert die Wahl der qualitativen Forschungsmethode, die Erstellung des Leitfadens und die Durchführung der Experteninterviews.
7 Ergebnisdarstellung: Die empirischen Ergebnisse der Interviews werden hier strukturiert nach Nutzungsprofil, Medienkompetenz und Generationenzugehörigkeit dargestellt.
8 Fazit und Ausblick: Das Fazit schließt die Masterarbeit mit einer Reflexion der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich des digitalen Alterns ab.
Senioren, Digitalisierung, Lebenslanges Lernen, demographischer Wandel, Internetnutzung, Medienkompetenz, qualitative Forschung, Geragogik, Generation 65+, digitale Teilhabe, Altersbilder, Interview, Lebensphase Alter, Wissensgesellschaft, Kompetenzerwerb
Die Arbeit untersucht, welchen konkreten Nutzen das Internet für ältere Menschen bietet und welche Rolle es in ihrem Alltag spielt.
Die Arbeit behandelt den demographischen Wandel, die Lebensphase Alter, die Digitalisierung der Gesellschaft, Medienkompetenz und pädagogische Konzepte für ältere Lernende.
Das Ziel ist es, aus den individuellen Perspektiven von Senioren zu erfahren, wie sie das Internet nutzen, welche Barrieren sie wahrnehmen und ob sie das Internet als Bereicherung für ihr Leben empfinden.
Es wurde eine qualitative Forschungsweise gewählt, bei der Experteninterviews mittels eines teilstandardisierten Leitfadens geführt und anschließend nach Mayring inhaltlich analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Alter und Digitalisierung sowie in einen empirischen Teil, der die Ergebnisse aus den geführten Interviews detailliert darlegt.
Zentrale Begriffe sind Senioren, Internetnutzung, Medienkompetenz, demographischer Wandel, Geragogik und lebenslanges Lernen.
Viele der Befragten fühlen sich durch die englischen Begriffe ausgegrenzt oder überfordert, was teilweise zu Frustration oder Schamgefühlen führt.
Der Wissenszuwachs und die Hilfe durch Kinder und Enkelkinder sind zentral für die Senioren, um Barrieren bei der Internetnutzung zu überwinden.
Die Bewertung ist ambivalent: Während die Kommunikation mit Angehörigen als Bereicherung geschätzt wird, werden Online-Shopping oder Online-Banking oft abgelehnt.
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