Bachelorarbeit, 2017
40 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Aktuelle Beweggründe für die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung
2.1 Rechtsform des Idealvereins nach § 21 als historische Basis des deutschen Profifußballs
2.1.1 Abgrenzung zwischen nicht wirtschaftlichen Verein und wirtschaftlichen Verein
2.1.2 Das Nebenzweckprivileg
2.1.3 Die Konsequenzen der Vereinsklassifizierung
2.2 Voranschreitende Kommerzialisierung im Profifußball
3. Rechtsformen im deutschen Profifußball
3.1 Aktiengesellschaft
3.2 Gesellschaft mit beschränkter Haftung
3.3 GmbH & Co. KGaA
4. Lizenzierungsverfahren des Deutschen Fußball Bundes
5. Chancen der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung
5.1 Kapitalbeschaffung durch neue Finanzierungsmöglichkeiten
5.2. Professionalisierung der Geschäftsführung
5.3 Schutz des Stammvereins vor Insolvenz
6. Risiken der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung
6.1 Erhöhte Kosten
6.2 Machtmissbrauch durch Investoren
6.3 Explizite Risiken beim Börsengang
7. Vergleichende Entwicklungsanalyse der Ausgliederung anhand der Modelle von Borussia Dortmund und FC Bayern München
7.1 Methodik
7.2 Vergleich Borussia Dortmund und FC Bayern München
7.3 Sportliche Analyse
7.4 Wirtschaftliche Analyse
7.5 Bewertung
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in Fußballunternehmen im deutschen Profifußball. Ziel ist es, anhand einer vergleichenden Analyse der Modelle von Borussia Dortmund und dem FC Bayern München zu evaluieren, inwieweit diese Umstrukturierung zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit beiträgt und welche Rückschlüsse daraus für noch als eingetragene Vereine geführte Klubs gezogen werden können.
2.2 Voranschreitende Kommerzialisierung im Profifußball
Für die Bundesligasaison 2015/2016 hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) in ihrem DFL-report eine erstmalige Durchbrechung der Umsatzschwelle von drei Milliarden Euro veröffentlicht. Mit dem kumulierten Erlös von 3,24 Mrd. EUR hat die Bundesliga im zwölften aufeinander folgenden Jahr einen Umsatzrekord verzeichnet. Diese genierten Zahlen sind Indiz für die vorangeschrittene Kommerzialisierung des deutschen Lizenzfußballs.
Die Kommerzialisierung ist die ökonomische Komponente des Fußballsports. Unter diesem Begriff versteht man die nach erwerbswirtschaftlichen Prinzip erfolgte voranschreitende Vermarktung von sportbezogenen Leistungen, welche nur in einem marktwirtschaftlich organisierten Wirtschaftssystem realisiert werden können. Oft wird im Zusammenhang mit der Kommerzialisierung von einem Prozess gesprochen, indem der Markt als Austausch- und Regulationsmechanismus zwischen Sport und Wirtschaft eine immer größere Rolle einnimmt. Die Kommerzialisierung steht in enger Verbindung zu der Medialisierung, der Internationalisierung und der wachsenden Inszenierung des Fußballgeschäfts.
Einen großen Beitrag zur Kommerzialisierung leisten die stark gestiegenen Einnahmen durch die Fernsehvermarktungsrechte der Bundesliga im In- und Ausland. Wie viel Wachstum und Geld hinter der Vermarktung der Bundesliga stehen, kann man anhand des Verkaufs der Fernsehvermarktungsrechte ab Sommer 2017 feststellen. Gemäß dem neuen Vertrag erhält die DFL rund 1,16 Mrd. EUR pro Saison, dies ist ein Plus von 85 Prozent zu den vorherigen Einnahmen. Im Kommerzialisierungsprozess genießen die monetären Aspekte immer größerer Bedeutung, sodass das Tagesgeschäft der Fußballklubs an die Anforderungen und Interessen der Sponsoren, Massenmedien und anderen Einflussgruppen mit wirtschaftlichen Absichten angepasst wird. Die ausgeweiteten Anstoßzeiten zugunsten einer lukrativeren Vermarktung oder die viel diskutierten Marketing-Reisen der Bundesligisten während der Saisonvorbereitungen sind nur zwei Beispiele für die Anpassung des Tagesgeschäfts an die wirtschaftlichen Ziele.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema der Ausgliederung im deutschen Profifußball vor, definiert die Forschungsfragen und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie die Wahl der Fallbeispiele.
2. Aktuelle Beweggründe für die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung: Das Kapitel analysiert die historischen und rechtlichen Hintergründe des Idealvereins sowie den Einfluss der zunehmenden Kommerzialisierung als Treiber für Umstrukturierungen.
3. Rechtsformen im deutschen Profifußball: Hier werden die gängigen Kapitalgesellschaftsformen wie Aktiengesellschaft und GmbH & Co. KGaA als alternative Organisationsformen zum klassischen Verein definiert.
4. Lizenzierungsverfahren des Deutschen Fußball Bundes: Dieses Kapitel behandelt die regulatorischen Anforderungen und die Satzungsänderungen des DFB, die eine Ausgliederung der Lizenzspielerabteilungen erst ermöglichten.
5. Chancen der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung: Es werden die Vorteile wie verbesserte Kapitalbeschaffung, Professionalisierung der Geschäftsführung und der Schutz des Stammvereins bei Insolvenz beleuchtet.
6. Risiken der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit potenziellen Gefahren wie erhöhten Kosten, Machtmissbrauch durch Investoren und den spezifischen Risiken bei einem Börsengang.
7. Vergleichende Entwicklungsanalyse der Ausgliederung anhand der Modelle von Borussia Dortmund und FC Bayern München: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit und führt einen direkten Vergleich der wirtschaftlichen und sportlichen Entwicklung der beiden Fallbeispiele durch.
8. Fazit: Das Fazit beantwortet die eingangs gestellten Forschungsfragen kritisch und gibt Empfehlungen zur künftigen Ausrichtung für gemeinnützige Vereine im Profifußball.
Profifußball, Ausgliederung, Kapitalgesellschaft, Borussia Dortmund, FC Bayern München, Kommerzialisierung, Rechtsform, Lizenzspielerabteilung, Finanzierung, 50+1-Regel, Börsengang, Vereinsrecht, Wettbewerbsfähigkeit, Investoren, Insolvenzschutz
Die Arbeit untersucht die betriebswirtschaftlichen und strukturellen Veränderungen im deutschen Profifußball, insbesondere den Prozess der Ausgliederung von Lizenzspielerabteilungen in Kapitalgesellschaften.
Die zentralen Themen umfassen die Rechtsformen von Fußballunternehmen, die Auswirkungen des DFB-Lizenzierungsverfahrens sowie die Chancen und Risiken, die sich aus dem Wechsel von der Vereinsstruktur zur Kapitalgesellschaft ergeben.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Ausgliederung für die beiden Fallbeispiele Borussia Dortmund und FC Bayern München aufzuzeigen und daraus Handlungsempfehlungen für andere deutsche Profiklubs abzuleiten.
Es wird eine vergleichende Entwicklungsanalyse durchgeführt, die sportliche und wirtschaftliche Kennzahlen (wie Umsatzerlöse und Konzernabschlüsse) über einen definierten Zeitraum hinweg betrachtet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Rechtsformen und Chancen/Risiken sowie in eine detaillierte vergleichende Analyse der Modelle von Borussia Dortmund und des FC Bayern München.
Begriffe wie Ausgliederung, Kommerzialisierung, Kapitalgesellschaft, Wettbewerbsfähigkeit und 50+1-Regel stehen im Zentrum der Arbeit.
Der wesentliche Unterschied liegt in der Rechtsform und Finanzierungsstrategie: Während Dortmund als erstes deutsches Fußballunternehmen den Weg an die Börse wählte, setzte der FC Bayern München primär auf die Kooperation mit strategischen Partnern ohne Börsengang.
Die 50+1-Regel dient als entscheidendes Instrument, um den beherrschenden Einfluss des Muttervereins zu sichern und somit eine Fremdbestimmung durch externe Investoren zu verhindern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

