Masterarbeit, 2019
82 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1 Einleitung
2 Sport und Politik
2.1 Definitionen
2.1.1 Der Begriff Sport
2.1.2 Der Begriff Politik
2.1.3 Der Begriff Sportpolitik
2.2 Der kontroverse Umgang mit Sportpolitik
2.3 Das Verhältnis von Sport und Politik
2.4 Sportpolitik in Deutschland
2.5 Transnationale Sportpolitik
2.5.1 Akteursbereich I: Politik
2.5.2 Akteursbereich II: Wirtschaft
2.5.3 Akteursbereich III: Medien
2.5.4 Akteursbereich IV: Sport
2.6 Das politische Mandat des Sports
3 Sportgroßveranstaltungen und Politik
3.1 Bedeutung und Vergabe von Sportgroßveranstaltungen
3.2 Sportgroßveranstaltungen und Menschenrechte
4 Der Framing-Ansatz
4.1 Definition und Grundannahmen des Framing-Ansatzes
4.2 Frames im Kommunikationsprozess
4.3 Arten von Frames
4.4 Wirkungen von Frames auf den Rezipienten
5 Aktueller Forschungsstand
5.1 Sport und Politik
5.2 Sportgroßveranstaltungen und Politik
5.3 Profisportler und Politik
5.4 Hypothesenbildung
6 Methodisches Vorgehen
6.1 Untersuchungsdesign
6.2 Stichprobe
6.3 Versuchsaufbau
6.4 Erhebungsinstrument
7 Ergebnisse
8 Diskussion
9 Gesamtbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht vor dem Hintergrund des Verhältnisses von Sport und Politik, inwiefern politische Positionierungen von Profisportlern deren Image beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, ob Sportrezipienten eher unkritische, eine Trennung von Sport und Politik fordernde Athleten bevorzugen oder ob politische Stellungnahmen – insbesondere bei gesellschaftlich kontroversen Themen – eine positive Auswirkung auf die Imagedimensionen Sympathie, Glaubwürdigkeit, Expertise und Vorbildfunktion haben können.
4.1 Definition und Grundannahmen des Framing-Ansatzes
In der Forschungsliteratur finden sich zahlreiche Definitionen von Framing bzw. Frames. Diese Tatsache liegt unter anderem darin begründet, dass drei verschiedene akademische Disziplinen mit speziellen Annahmen und Erkenntnisinteressen zu Framing forschen: die Soziologie, die Psychologie und die Kommunikationswissenschaft (Potthoff, 2012, S. 28). Aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive versteht man unter Frames primär die Deutungsmuster, welche der Rezipient nutzt, um Bewertungen zu einem Thema vorzunehmen. Entscheidend hierfür ist die Perspektive, aus der das Thema betrachtet wird. So hebt ein Kommunikator zum Beispiel bestimmte Sachverhalte hervor, während andere gleichzeitig in den Hintergrund treten (Dahinden, 2006, S. 14). Die vielfach zitierte Definition, die diesen Sachverhalt am anschaulichsten zusammenfasst, stammt von Entmann und soll auch für diese Arbeit maßgeblich sein:
„To frame is to select some aspects of a perceived reality and make them more salient in a communicating text in such a way as to promote a particular problem definition, causal interpretation, moral evaluation and/or treatment recommendation for the item described” (1993, S. 52).
Laut Entman weisen Frames somit grundsätzlich vier Elemente auf. Zunächst geben sie eine Problemdefinition für einen bestimmten Sachverhalt und somit „eine sprachliche Bezeichnung des Themas, was entscheidend für das weitere Verständnis des Themas ist“ (Matthes, 2014, S. 11). Eng damit verbunden ist die Ursachenzuschreibung, bei der in erster Linie die Verantwortung für negative oder positive Zustände betont wird. Des Weiteren kommt es zu einer Bewertung, welche auf moralischen Werten basiert sowie zu expliziten Handlungsaufforderungen, die zu einer Problemlösung führen sollen (Matthes, 2014, S. 11–12).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Kritik an der politischen Neutralität des Sports angesichts von Menschenrechtsverletzungen bei Sportgroßveranstaltungen wie den Olympischen Spielen in Peking oder Weltmeisterschaften in Katar.
2 Sport und Politik: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begrifflichkeiten und untersucht die untrennbare Verflechtung von Sport und Politik sowie die Rolle verschiedener Akteure im Rahmen der transnationalen Sportpolitik.
3 Sportgroßveranstaltungen und Politik: Hier wird die politische Dimension von Sportgroßereignissen analysiert, insbesondere die Verbindung zwischen der Vergabe an autokratische Regime und der Missachtung universeller Menschenrechte.
4 Der Framing-Ansatz: Das vierte Kapitel führt in den theoretischen Framing-Ansatz ein und erläutert, wie Deutungsmuster im Kommunikationsprozess funktionieren und welche Wirkung sie auf die Rezipienten ausüben.
5 Aktueller Forschungsstand: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über bisherige Studien zur politischen Dimension des Sports, zu Sportgroßveranstaltungen und zum politischen Engagement von Profisportlern, woraus die Hypothesen abgeleitet werden.
6 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das Design des durchgeführten Online-Experiments, die Stichprobenauswahl unter Studierenden sowie das Erhebungsinstrument zur Messung der Imageparameter.
7 Ergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung werden präsentiert, wobei insbesondere die Auswirkungen unterschiedlicher politischer Positionierungen auf das Image des fiktiven Profisportlers analysiert werden.
8 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse im Kontext der Forschungsfragen und der theoretischen Vorannahmen, wobei auch methodische Limitationen und Forschungsdesiderate adressiert werden.
9 Gesamtbetrachtung und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und bietet einen Ausblick auf die Bedeutung politisch mündiger Sportler für die zukünftige gesellschaftliche Rolle des Sports.
Sport, Politik, Menschenrechte, Profisportler, Image, Framing, Sportgroßveranstaltungen, politische Positionierung, Experiment, Medienwirkung, Sportpolitik, Vorbildfunktion, Gesellschaft, Athletenaktivismus, Deutungshoheit
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Sport und Politik, insbesondere den Einfluss, den politische Äußerungen von Profisportlern auf deren Image bei Sportrezipienten haben.
Die Schwerpunkte liegen auf der Instrumentalisierung des Sports bei Großveranstaltungen, dem Framing-Ansatz in der Kommunikation sowie den Konsequenzen politischer Positionierungen für Athleten.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage: Inwiefern beeinflussen politische Positionierungen von Profisportlern ihr Image?
Es wurde ein experimentelles Online-Design (Between-Groups) gewählt, bei dem Versuchspersonen verschiedene Varianten eines Interviews mit einer fiktiven Profisportlerin bewerteten.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen (Framing), den aktuellen Forschungsstand, die methodische Vorgehensweise sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der experimentellen Ergebnisse.
Die Kernbegriffe sind Sport, Politik, Menschenrechte, Framing, Profisportler, Image, Sportgroßveranstaltungen und Athletenaktivismus.
Überraschenderweise nein. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass insbesondere eine kritische Haltung zu Menschenrechtsfragen das Image bei deutschen Sportrezipienten sogar positiver beeinflussen kann als eine unkritische Haltung.
Obwohl eine Moderation durch das Fantum (hinsichtlich Badminton) vermutet wurde, konnte in diesem Experiment kein signifikanter Einfluss der Moderatorvariable auf die Beziehung von Positionierung und Image nachgewiesen werden.
Die Arbeit betont, dass die Ergebnisse aufgrund der studentischen Stichprobe und des fiktiven Stimulus-Materials nur unter Vorbehalt generalisiert werden können und weiterführende Studien sinnvoll sind.
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