Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Franz Nadorps Herkunft
2.1 Nadorps frühe Jahre
2.2 Ausbildung an der Prager Akademie
2.3 Italienreise Nadorps
2.4 Nadorps Zeit in Rom
2.5 Die letzten Jahre des Franz Nadorp
3. Künstlerisches Schaffen in Rom
3.1 Berührungspunkte mit anderen Künstlern
3.2 Ponte-Molle-Gesellschaft
3.3 Die Cervarofeste
3.4 Deutscher Künstlerverein
3.5 Nadorps Kunstkonzept
4. Die Gemäldesammlung Nadorps in Anholt
4.1 Katalogisierung und Beschreibung der Anholter Gemäldesammlung
4.2 Analyse der Vorstudien Nadorps
4.3 Allgemeine künstlerische Hinterlassenschaft Nadorps
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Katalogisierung der sich heute in Anholt befindlichen Gemälde von Franz Nadorp, ergänzt durch eine Analyse der dazugehörigen Vorstudien, um sein spezifisches Kunstkonzept herauszuarbeiten und die Gründe für seinen im Vergleich zu Zeitgenossen geringeren Bekanntheitsgrad zu ergründen.
3. Künstlerisches Schaffen in Rom
Da Nadorp die meiste Zeit seines Lebens in der Ewigen Stadt verbrachte, ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Großteil seines Oeuvres dort entstand. Bereits der erste entfernte Blick auf die Türme und Kuppeln der Stadt löste in ihm einen enormen Schaffensdrang aus.23
Verschiedenste Zeichnungen und Skizzen bezeugen diesen Arbeitswillen, der bereits vor dem eigentlichen Betreten der Stadt einsetzte. Aufgrund seiner ursprünglichen Ausbildung als Historienmaler schloss sich Nadorp nach seiner Ankunft in Rom zunächst anderen Historienmalern und Nazarenern wie Johann Friedrich Overbeck, Peter v. Cornelius sowie Bertel Thorvaldsen an.24
Zudem besuchte er in regelmäßigen Abständen die Umgebung von Rom und zeichnete diese in verschiedensten Motiven ab. Auf diesen Reisen um Rom sowie weitere Reisen nach Umbrien, in die Toskana, Neapel sowie Pompei müssen viele seiner Vorstudien zu den aktuell in Anholt befindlichen Gemälden entstanden sein.
Bereits in Nadorps Anfangsjahren in Rom fiel sein angebliches Unvermögen, gute Historienmalerei zu produzieren, auf. Mit dem heute in Schloss Tetschen hängenden Gemälde „Die Ermordung der Kinder von Eduard IV.“ versuchte er sein Glück auf der römischen Kunstausstellung von 1837 und erfuhr aufgrund der vermeintlich schlechten Ausführung des Bildes enorme Ablehnung.25 Seine Künstlerkollegen sahen Nadorps Stärke eher im illustrativen Genre. So schreibt sein Zeitgenosse Erwin Speckter über ihn: „Dann ist noch ein Nadorp vom Niederrhein hier, der namentlich für Arabesken und Allegorien eine reiche Phantasie voll neuer, schlagender und tiefer Gedanken hat. Seine anderen Arbeiten, die mehr Zucht und weniger Ausgelassenheit verlangen, namentlich wenn sie sich zum einfach Ernsten oder Zarten neigen, sind leer und trivial, als wenn ein Don Juan platonisch lieben wollte; doch sobald er sich zum abenteuerlich Phantastischen wendet, da ist er mehr an seinem Platz“26.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk von Franz Nadorp ein, umreißt das Ziel der Katalogisierung seiner Anholter Gemälde und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Quellenlage.
2. Franz Nadorps Herkunft: Dieses Kapitel behandelt die biografischen Grundlagen Nadorps, von seiner Herkunft in Anholt über seine Ausbildung in Prag bis hin zu seinem dauerhaften Aufenthalt in Rom.
3. Künstlerisches Schaffen in Rom: Hier wird Nadorps Einbindung in die römische Künstlergemeinschaft, seine Mitwirkung in Institutionen wie der Ponte-Molle-Gesellschaft und sein künstlerisches Konzept detailliert analysiert.
4. Die Gemäldesammlung Nadorps in Anholt: Das zentrale Kapitel bietet die Katalogisierung der Gemälde, die Analyse der Vorstudien sowie eine allgemeine Bewertung seiner künstlerischen Hinterlassenschaft.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert den Qualitätsunterschied zwischen Nadorps Zeichnungen und Gemälden und reflektiert seine Stellung innerhalb der Epoche der Nazarener.
Franz Nadorp, Anholter Gemäldesammlung, Nazarener, Rom, Historienmalerei, Zeichnungen, Vorstudien, Schloss Anholt, Ponte-Molle-Gesellschaft, Deutscher Künstlerverein, Kunstkonzept, Italienreise, Illustrationen, 19. Jahrhundert, Kunstgeschichte
Die Arbeit untersucht das Werk des Künstlers Franz Nadorp und katalogisiert die heute in Anholt befindliche Gemäldesammlung, um seinen Stellenwert und seine künstlerische Identität innerhalb der Nazarener-Bewegung neu zu bewerten.
Zu den zentralen Themen gehören die Biografie Nadorps, seine Vernetzung innerhalb der deutschen Künstlerkolonie in Rom, die Analyse seiner spezifischen künstlerischen Techniken und der Vergleich zwischen seinem malerischen Werk und seinen hochgeschätzten zeichnerischen Arbeiten.
Das Hauptziel ist die wissenschaftliche Katalogisierung der in Anholt vorhandenen Nadorp-Gemälde sowie die Erarbeitung seines individuellen Kunstkonzepts, um die Gründe für seinen vergleichsweise geringen Bekanntheitsgrad aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer direkten Forschungsreise nach Anholt zur Katalogisierung der Gemälde sowie auf einer tiefgehenden Analyse der vorhandenen Sekundärliteratur und zeitgenössischer Quellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Biografie Nadorps, seine Einbettung in das soziale und künstlerische Leben in Rom, eine detaillierte Katalogisierung der Gemälde und eine kritische Analyse seiner Vorstudien und künstlerischen Hinterlassenschaft.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Franz Nadorp, Nazarener, Anholter Gemäldesammlung, Rom, Historienmalerei und Kunstkonzept maßgeblich charakterisiert.
Quellen, insbesondere Andresen, beschreiben ihn als eine Person, deren ständiges Missgeschick und das Gefühl, verkannt zu werden, ihn zu einem Menschen machten, der im Umgang als schroff oder bitter wahrgenommen werden konnte, was sein Leben als „vom Pech verfolgt“ erscheinen ließ.
Diese Institutionen waren für Nadorp essenziell für sein soziales und intellektuelles Leben in Rom; er fungierte dort nicht nur als Redner und Dekorateur, sondern prägte durch seine Illustrationen und seine Vizepräsidentschaft das Vereinsleben maßgeblich.
Während Nadorps Zeichnungen und Aquarelle für ihre hohe zeichnerische Qualität, Finesse und feine Ausführung gelobt werden, wirken seine Ölgemälde im Vergleich dazu oft grob, monoton und lassen häufig die nötige Lichtführung und Substanz vermissen.
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