Bachelorarbeit, 2017
34 Seiten, Note: 1,6
Einleitung
Kontrollbedrohung
Handlungsfähigkeit
Diversität
Gegenstand der vorliegenden Untersuchung
Methode
Stichprobe
Design
Ablauf/ Material
Ergebnisse
Hypothesentests
Explorative Analysen
Qualitative Analysen
Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Akzeptanz von Migranten durch psychologische Faktoren wie Kontrollbedrohung und die wahrgenommene Handlungsfähigkeit vielfältiger Gruppen beeinflusst werden kann. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob und wie die Manipulation dieser Variablen eine positive Einstellung gegenüber Zuwanderern fördern kann.
Gegenstand der vorliegenden Untersuchung
Im Kontext zunehmendem Rechtspopulismus und wachsender Abgrenzung einzelner Nationalstaaten in Europa, sowie zeitgleich erhöhter Zuwanderung im Zuge von Flucht und Vertreibung, gewinnt die Frage nach Bedingungen, unter denen die Akzeptanz von Migrantinnen und Migranten erhöht werden kann, zunehmend an Bedeutung.
Bedrohung kann zu der Erhöhung von ablehnenden Einstellungen gegenüber Migrantinnen und Migranten führen (s.o.). Dass dem aber nicht immer so sein muss, zeigen bisher unveröffentlichte Untersuchungen von Stollberg, Fritsche und Jonas, die in liberalen Milieus eine erhöhte Handlungsbereitschaft gegen rechtspopulistische Bewegungen im Kontext von Bedrohung zeigen (Stollberg, Fritsche, & Jonas, in Druck). Kontrollbedrohung führt zu Bemühungen zur Restauration der eigenen Kontrolle. Weiterhin werden im Rahmen der Gewinnung von Kontrolle über die soziale Identität Gruppen bevorzugt, die als besonders handlungsfähig wahrgenommen werden. Aus diesem Grund wurde in der vorliegenden Studie die wahrgenommene Handlungsfähigkeit manipuliert. Es wird angenommen, dass diese Manipulation die Akzeptanz von Migranten beeinflusst (Haupteffekt Handlungsfähigkeit vielfältiger Gruppen). Außerdem wurde die Kontrollbedrohung manipuliert. Da die Bedrohung von persönlicher Kontrolle mit verstärkten ethnozentrischen Einstellungen assoziiert ist, wird mit einem Haupteffekt der Kontrollbedrohung auf die Akzeptanz von Migranten gerechnet. Außerdem wird ein Interaktionseffekt von der wahrgenommenen Handlungsfähigkeit diverser Gruppen mit der Kontrollbedrohung erwartet. Die These hierzu geht davon aus, dass unter Kontrollbedrohung die Zuwendung zu einer als handlungsfähig wahrgenommenen Gruppe noch stärker ist, als ohne Kontrollbedrohung und dass daher der Effekt der Manipulation der wahrgenommenen Handlungsfähigkeit diverser Gruppen auf die Akzeptanz von Migranten noch zusätzlich verstärkt wird (Interaktionseffekt Kontrollbedrohung und Handlungsfähigkeit vielfältiger Gruppen).
Einleitung: Einführung in die Thematik der Migration und der gesellschaftlichen Polarisierung sowie Darlegung der Forschungsziele bezüglich Kontrollbedrohung und Handlungsfähigkeit.
Kontrollbedrohung: Theoretische Erläuterung des psychologischen Grundbedürfnisses nach Kontrolle und des Modells gruppenbasierter Kontrolle zur Kompensation von Kontrollverlusten.
Handlungsfähigkeit: Definition handlungsfähiger Gruppen als koordinierte Einheiten und deren Bedeutung für die Identitätsbildung.
Diversität: Darstellung der Bedeutung von Einstellungen gegenüber Vielfalt für die Reduktion von Vorurteilen und die Förderung von Intergruppenkontakten.
Gegenstand der vorliegenden Untersuchung: Herleitung der Hypothesen über den Einfluss von wahrgenommener Handlungsfähigkeit und Kontrollbedrohung auf die Akzeptanz von Migranten.
Methode: Beschreibung des Versuchsaufbaus, der Stichprobenauswahl, der angewandten Manipulationen und der eingesetzten statistischen Verfahren zur Datenauswertung.
Ergebnisse: Darstellung der quantitativen Varianzanalysen, Mediationsmodelle sowie der qualitativen Analyse der Freitextantworten zu den Vor- und Nachteilen vielfältiger Gruppen.
Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Stichprobenbeschränkungen und Ausblick auf Anwendungsmöglichkeiten in der Integrationsarbeit.
Akzeptanz von Migranten, Kontrollbedrohung, Handlungsfähigkeit, Diversität, Intergruppenkontakt, Gruppenidentität, Psychologie, Integration, politische Überzeugung, Diversity Beliefs, empirische Studie, Mediation, soziale Identität, Rechtspopulismus, Gruppenprozesse
Die Arbeit untersucht, welche psychologischen Faktoren die Akzeptanz gegenüber Migranten in der Gesellschaft beeinflussen, insbesondere im Kontext von gesellschaftlicher Polarisierung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Kontrollbedrohung, der wahrgenommenen Handlungsfähigkeit von Gruppen und der Rolle von Einstellungen zur Vielfalt (diversity beliefs).
Ziel ist es zu erforschen, ob und wie die Akzeptanz von Migranten durch gezielte Manipulation der wahrgenommenen Handlungsfähigkeit vielfältiger Gruppen erhöht werden kann.
Es wurde ein zweifaktorieller, univariater Versuchsplan mit anschließenden Varianz- und Mediationsanalysen sowie eine qualitative Inhaltsanalyse durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Variablen, die detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens (Stichprobe und Versuchsaufbau) sowie die statistische Auswertung und Diskussion der gewonnenen Ergebnisse.
Wesentliche Begriffe sind Migrantenakzeptanz, Kontrollbedrohung, Handlungsfähigkeit, Diversität, Gruppenprozesse und Intergruppenkontakt.
In der vorliegenden Studie konnte kein signifikanter Haupteffekt der Kontrollbedrohung auf die Akzeptanz von Migranten festgestellt werden.
Wird eine vielfältige Gruppe als handlungsfähiger wahrgenommen, erhöht dies die Akzeptanz von Migranten. Dieser Effekt wird zudem über die generelle Einstellung gegenüber Vielfalt mediiert.
Als Hauptnachteile wurden unter anderem sprachliche Barrieren, unterschiedliche kulturelle Deutungsmuster und eine mögliche Verlangsamung von Arbeitsprozessen identifiziert.
Die Ergebnisse legen nahe, dass die Förderung einer positiven Wahrnehmung von Vielfalt, etwa in Toleranzworkshops, ein wirksamer Ansatz zur Erhöhung der Akzeptanz von Migranten sein kann.
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