Fachbuch, 2020
84 Seiten
1 Einleitung
2 Neue Medien und Social Media
2.1 Neue Medien im Überblick
2.2 Social Media im Überblick
3 Heimerziehung
3.1 Rahmenbedingungen, Inhalte und Ziele
3.2 Formen der Heimerziehung
3.3 Adressat/innen
3.4 Fachkräfte in der Heimerziehung
4 Medienpädagogik
5 Medien in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
5.1 Medienausstattung und -nutzung
5.2 Chancen und Risiken
6 Neue Medien und Social Media in der Heimerziehung
6.1 Gründe für medienpädagogische Arbeit in der Heimerziehung
6.2 Notwendiges Wissen der Fachkräfte
6.3 Formen und Inhalte medienpädagogischer Arbeit
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Stellenwert und die Notwendigkeit von Medienpädagogik in der Heimerziehung zu untersuchen, um Kinder und Jugendliche bei der Mediennutzung bestmöglich zu begleiten und zu fördern.
2.1 Neue Medien im Überblick
Medien gibt es schon lange. Schon seit derer Entstehung versuchten die Menschen sie weiterzuentwickeln und zu verbessern. Doch noch nie erfolgte ein technischer Fortschritt so schnell und war von so großer Bedeutung, wie es der Fall bei den Neuen Medien ist (vgl. Hüther 2005, S. 345). Die Neuen Medien haben mittlerweile alle Lebensbereiche eingenommen und sind fester Bestandteil des Privat- wie auch des Berufslebens (vgl. Alfert 2015, S. 17). Eine einheitliche Definition, um was es sich bei den Neuen Medien handelt, gibt es nicht. Ursprünglich stammt der Begriff aus den 1970er Jahren und diente als Oberbegriff für alle Verfahren und technischen Mitteln, die auf neuartigen Techniken basieren und in solcher Form zuvor noch nicht existierten. Es ist die „zweite Generation neuer Medien im Verlauf der jüngeren Mediengeschichte“ (Hüther 2005, S. 347). Die erste Generation der Neuen Medien war vor allem durch eine Erweiterung um neue Geräte, wie z.B. das Radio oder Videorecorder, gekennzeichnet, während die aktuelle Generation Neuer Medien vor allem durch neue Formen der Bedienungsweisen und Oberflächenstrukturen, neuen benutzerfreundlichen Funktionen, bessere Vernetzung und neuen Kommunikationsformen (Social Media) hervorstechen (vgl. Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) 2014, S. 13) Die Verbreitung der aktuellen Neuen Medien fing in den 1990er Jahren an und nahm ein immenses Tempo an (vgl. Alfert 2015, S. 17).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel durch Digitalisierung und die damit verbundene Relevanz für Kinder und Jugendliche sowie das Handlungsfeld der Heimerziehung.
2 Neue Medien und Social Media: Dieses Kapitel definiert und kategorisiert die Begriffe Neue Medien sowie Social Media und gibt einen Überblick über deren technische Entwicklung und Funktionen.
3 Heimerziehung: Es werden die Rahmenbedingungen, rechtlichen Grundlagen, Formen und Zielsetzungen der Heimerziehung sowie das Anforderungsprofil an die dort tätigen Fachkräfte dargestellt.
4 Medienpädagogik: Das Kapitel erläutert den Begriff der Medienpädagogik und setzt sich mit der historischen sowie aktuellen Bedeutung der Medienbildung auseinander.
5 Medien in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen: Hier werden Medienausstattung, Nutzungsverhalten sowie die vielfältigen Chancen und Risiken thematisiert, die Medien für die Entwicklung Heranwachsender mit sich bringen.
6 Neue Medien und Social Media in der Heimerziehung: Dieses Kapitel diskutiert die Notwendigkeit und Umsetzung medienpädagogischer Arbeit im Heimalltag, einschließlich der erforderlichen Kompetenzen für Fachkräfte.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die strukturelle Notwendigkeit einer stärkeren Integration medienpädagogischer Inhalte in die Heimerziehung.
Heimerziehung, Medienpädagogik, Neue Medien, Social Media, Medienkompetenz, Digital Natives, Kinder- und Jugendhilfe, mediatisierte Gesellschaft, medienpädagogische Arbeit, Medienrisiken, Medienchancen, Fachkräfte, Sozialisation, Mediennutzung, Digitale Ungleichheit
Das primäre Ziel ist es zu klären, in welchem Umfang Medienpädagogik in der Heimerziehung notwendig ist, um Kinder und Jugendliche bei ihrer Mediennutzung adäquat zu begleiten und zu fördern.
Die Arbeit behandelt die Relevanz der digitalen Medien für Heranwachsende, die Chancen und Risiken der Nutzung, die Aufgaben der Heimerziehung sowie die notwendige Medienkompetenz der pädagogischen Fachkräfte.
Die Bachelorarbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen zu Medien, Heimerziehung und Pädagogik verknüpft, um praxisorientierte Schlussfolgerungen für das Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe abzuleiten.
Medienkompetenz wird als Schlüsselqualifikation für die Lebensbewältigung im 21. Jahrhundert definiert; ihre Förderung ist eine zentrale pädagogische Aufgabe, um den Heranwachsenden eine kritische und selbstbestimmte Mediennutzung zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Medien und Heimerziehung, die Analyse der kindlichen Lebenswelt unter dem Einfluss digitaler Medien sowie die konkrete Diskussion medienpädagogischer Konzepte innerhalb der Heimerziehung.
Zentrale Begriffe sind Heimerziehung, Medienkompetenz, Neue Medien, Social Media und die sogenannte Digitale Ungleichheit, welche die unterschiedlichen Zugangschancen zu Bildung beschreibt.
Dies ist häufig auf einen Mangel an strukturellen Vorgaben in den Einrichtungen und fehlendes Fachwissen bei den Mitarbeitern zurückzuführen, deren eigenes medienpädagogisches Kompetenzprofil oft nur auf Eigeninitiative basiert.
Fachkräfte können sowohl projektorientierte Ansätze, wie Medienworkshops, als auch alltagsorientierte Maßnahmen, wie das gemeinsame Gaming oder das Aushandeln von Medienregeln, nutzen, um Medienkompetenz zu fördern.
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