Masterarbeit, 2015
125 Seiten, Note: 1,3
1 Zeitarbeit – Erfolgsfaktor oder Belastung?
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Struktur der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen zu Zeitarbeit, subjektivem Wohlbefinden und individueller Kündigungsabsicht
2.1 Das trianguläre Beschäftigungsverhältnis der Zeitarbeit
2.2 Das subjektive Wohlbefinden
2.2.1 Definition und Komponenten
2.2.2 Einflussfaktoren auf das subjektive Wohlbefinden
2.3 Die individuelle Kündigungsabsicht
2.3.1 Definition und Abgrenzung
2.3.2 Einflussfaktoren auf die individuelle Kündigungsabsicht
2.3.3 Besonderheiten der Kündigungsabsicht im triangulären Beschäftigungsverhältnis
3 Der Einfluss von subjektivem Wohlbefinden auf die individuelle Kündigungsabsicht von Zeitarbeitnehmern ggü. dem Zeitarbeitsunternehmen
3.1 Der Einfluss von subjektivem Wohlbefinden auf die individuelle Kündigungsabsicht
3.2 Moderation des Einflusses von subjektivem Wohlbefinden auf die individuelle Kündigungsabsicht durch Arbeitsplatzunsicherheit
3.3 Mediation von subjektivem Wohlbefinden und der individuellen Kündigungsabsicht durch organisationales Commitment
3.4 Moderation des Einflusses von organisationalem Commitment und der individuellen Kündigungsabsicht durch organisationale Unterstützung
3.5 Zusammenfassendes Forschungsmodell
4 Methodik und Ergebnisse
4.1 Vorgehensweise und Stichprobe
4.2 Skalen
4.3 Darstellung der Ergebnisse
5 Kritische Diskussion
5.1 Kritische Betrachtung der Ergebnisse auf individueller Ebene
5.2 Kritische Betrachtung der Ergebnisse auf organisationaler Ebene
6 Limitationen
7 Implikationen
7.1 Implikationen für die Forschung
7.2 Implikationen für die Praxis
7.2.1 Handlungsempfehlungen für das Zeitarbeitsunternehmen
7.2.2 Handlungsempfehlungen für das Einsatzunternehmen
8 Fazit
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung des Einflusses des subjektiven Wohlbefindens von Zeitarbeitnehmern auf ihre individuelle Kündigungsabsicht gegenüber dem Zeitarbeitsunternehmen, wobei insbesondere die moderierende Rolle der Arbeitsplatzunsicherheit sowie die mediierende Rolle des organisationalen Commitments analysiert werden. Zudem wird erforscht, ob eine wahrgenommene organisationale Unterstützung seitens des Einsatzunternehmens die Beziehung zwischen organisationalem Commitment und Kündigungsabsicht beeinflusst.
2.1 Das trianguläre Beschäftigungsverhältnis der Zeitarbeit
Da es bisher auf internationaler Ebene keine einheitliche Definition von Zeitarbeit gibt, bezieht sich die Forschung in diesem Bereich auf eine sehr heterogene Gruppe an Zeitarbeitnehmern (De Cuyper et al., 2008: 28). Gemäß der OECD (2014: 146) wird unter Zeitarbeit eine abhängige Beschäftigung verstanden, die hinsichtlich ihrer Dauer begrenzt ist. In den USA wird jedoch auch Selbständigkeit der Zeitarbeit zugeordnet (Connelly & Gallagher: 2004: 960-961). Darüber hinaus werden z.B. in australischen Studien auch Saisonarbeiter und Tagelöhner der Kategorie Zeitarbeit zugeteilt (De Cuyper et al., 2008: 28). In anderen Studien über Zeitarbeit liegt der Untersuchungsschwerpunkt auf befristeten Arbeitsverhältnissen und auf Beschäftigungen in einem sog. Überlassungsverhältnis (De Cuyper et al., 2008: 28). In manchen Studien werden die teilnehmenden Zeitarbeitnehmer nicht näher spezifiziert, sodass nicht eindeutig erkennbar ist, welche Form von Zeitarbeit untersucht wird (Wilkin, 2013: 58). In der vorliegenden Arbeit werden ausschließlich Zeitarbeitnehmer in die Untersuchung mit einbezogen, die sich im eben genannten Überlassungsverhältnis befinden. Dieses Vorgehen soll eine gewisse Homogenität der untersuchten Teilnehmergruppe gewährleisten, da Arbeitnehmer in verschiedenen Formen von Zeitarbeit auch Unterschiede hinsichtlich ihres subjektiven Wohlbefindens aufweisen können (Wilkin, 2013: 58). Das trianguläre Beschäftigungsverhältnis der Zeitarbeit wird nachfolgend mithilfe einer graphischen Darstellung (Abbildung 1) noch einmal eingehender erläutert.
1 Zeitarbeit – Erfolgsfaktor oder Belastung?: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Zeitarbeit ein, beleuchtet das trianguläre Beschäftigungsverhältnis und formuliert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen zu Zeitarbeit, subjektivem Wohlbefinden und individueller Kündigungsabsicht: Hier werden die theoretischen Fundamente zu den Kernbegriffen Zeitarbeit, subjektives Wohlbefinden und Kündigungsabsicht sowie deren Zusammenhänge im Kontext der Zeitarbeit dargelegt.
3 Der Einfluss von subjektivem Wohlbefinden auf die individuelle Kündigungsabsicht von Zeitarbeitnehmern ggü. dem Zeitarbeitsunternehmen: In diesem Kapitel werden die Hypothesen abgeleitet und das zugrunde liegende Forschungsmodell entwickelt, welches den Einfluss von Wohlbefinden, Arbeitsplatzunsicherheit und Commitment untersucht.
4 Methodik und Ergebnisse: Dieses Kapitel erläutert die quantitative Vorgehensweise, die Stichprobe und die verwendeten Skalen und präsentiert die empirischen Ergebnisse der Hypothesenprüfungen.
5 Kritische Diskussion: Die Ergebnisse werden hier auf individueller sowie organisationaler Ebene kritisch reflektiert und interpretiert.
6 Limitationen: Dieses Kapitel benennt die forschungsmethodischen Einschränkungen der vorliegenden Studie.
7 Implikationen: Hier werden Empfehlungen für die zukünftige Forschung sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Zeitarbeits- und Einsatzunternehmen abgeleitet.
8 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick.
Zeitarbeit, Zeitarbeitnehmer, subjektives Wohlbefinden, Kündigungsabsicht, Arbeitsplatzunsicherheit, organisationales Commitment, organisationale Unterstützung, trianguläres Beschäftigungsverhältnis, Spillover-Effekt, Fluktuation, Personalstrategie, Mitarbeiterbindung, Arbeitszufriedenheit, quantitative Analyse, empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des subjektiven Wohlbefindens von Zeitarbeitnehmern auf ihre Absicht, das Arbeitsverhältnis bei ihrem Zeitarbeitsunternehmen zu kündigen, unter Berücksichtigung von Arbeitsplatzunsicherheit und organisationalem Commitment.
Zentrale Themen sind die Arbeitnehmerüberlassung im triangulären Beschäftigungsverhältnis, das Konstrukt des subjektiven Wohlbefindens, die Kündigungsabsicht (Fluktuation) und die organisationale Unterstützung in diesem spezifischen Arbeitskontext.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob subjektives Wohlbefinden die Kündigungsabsicht senkt, wie Arbeitsplatzunsicherheit diesen Prozess moderiert und ob organisationales Commitment sowie die Unterstützung durch das Einsatzunternehmen als Mediatoren fungieren.
Die Arbeit verwendet eine quantitative empirische Querschnittsanalyse. Daten wurden über einen standardisierten Fragebogen von 335 Teilnehmern erhoben und mittels Regressionsanalysen sowie Korrelationsanalysen ausgewertet.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, der Herleitung der Forschungshypothesen und dem zugehörigen Forschungsmodell sowie der detaillierten methodischen Vorgehensweise und Ergebnisdarstellung.
Schlüsselbegriffe sind insbesondere Zeitarbeit, subjektives Wohlbefinden, Kündigungsabsicht, Arbeitsplatzunsicherheit, Commitment und das trianguläre Beschäftigungsverhältnis.
Weil Zeitarbeitnehmer oft in zwei verschiedenen Organisationen (Zeitarbeits- und Einsatzunternehmen) gleichzeitig agieren, was komplexe psychologische Verträge und spezifische Spillover-Effekte bei der Bindung an das Unternehmen erzeugt.
Arbeitsplatzunsicherheit wurde als ein Moderator identifiziert, der den Zusammenhang zwischen subjektivem Wohlbefinden und Kündigungsabsicht beeinflusst, wobei bei hoher Unsicherheit die Kündigungsabsicht tendenziell erhöht ist.
Empfohlen werden Maßnahmen zur Steigerung des subjektiven Wohlbefindens, wie die Einhaltung von Equal-Pay-Grundsätzen, eine bessere Informationspolitik vor Einsätzen und die Förderung der sozialen Integration durch Feedbackgespräche.
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