Bachelorarbeit, 2018
80 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Das Abkommensrecht und seine Auswirkungen
2.1 Aus Sicht der betroffenen Bürger
2.2 Aus Sicht der Staaten
3 Begriff der Doppelbesteuerung
3.1 Grundsatz und Ursprung
3.1.1 Funktion der Doppelbesteuerungsabkommen
3.1.2 Abschluss eines Abkommens
3.1.3 Aufbau und Anwendung des Doppelbesteuerungsabkommens
3.2 Auslegung eines Doppelbesteuerungsabkommens (Allgemeines)
4 Besteuerung im Rahmen eines Doppelbesteuerungsabkommens
4.1 Doppelbesteuerung im Abkommensrecht
4.1.1 Juristische Doppelbesteuerung
4.1.2 Wirtschaftliche Doppelbesteuerung
4.1.3 Virtuelle Doppelbesteuerung
4.2 Besteuerung im Zusammenhang mit dem Völkerrecht
4.2.1 Territoriale Grundlagen
4.2.2 Besonderheiten im Völkerrecht
4.3 Internationale Abgrenzung der Besteuerung
5 Maßnahmen und Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
5.1 Unilaterale Maßnahmen – (§ 34c EStG)
5.1.1 Anrechnungsmethode
5.1.2 Bestehen eines Anrechnungshöchstbetrags als Grundproblem der Anrechnungsmethode
5.1.3 Abzugsmethode
5.1.4 Pauschalierung bzw. Erlass nach § 34c Abs. 5 EStG
5.2 Bilaterale Maßnahmen
5.2.1 Das OECD-Musterabkommen
5.2.2 Das UN-Musterabkommen (im Allgemeinen)
5.3 Multilaterale Maßnahmen
6 Gegenüberstellung von den Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
6.1 Wesentliche Unterschiede der Anrechnungs- und Freistellungsmethode
6.2 Wirkungsweise der Anrechnungsmethode
6.3 Wirkungsweise der Freistellungsmethode
7 Darstellung von internationalen Modellen im Rahmen der Anrechnungsmethode
7.1 Anrechnung nach dem OECD-Musterabkommen
7.2 Anrechnung nach dem UN-Musterabkommen
8 Ausgestaltung der Doppelbesteuerung am Beispiel der USA
8.1 Grundlagen der US-amerikanischen Besteuerung
8.2 Unilaterale Anrechnung
8.2.1 Anrechnungsmethode oder Abzugsmethode
8.2.2 Berechnung der ausländischen Einkünfte
8.2.3 Berechnung der ausländischen und inländischen Verluste
8.3 US-amerikanische Anrechnung im DBA
8.3.1 Anrechnungs- und Freistellungsmethode im Vergleich
8.3.2 Quellenregeln
9 Fazit
Die Arbeit untersucht, ob die bestehenden Methoden zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung aus heutiger Sicht ausreichen, um eine vollständige Eliminierung dieser Belastung zu gewährleisten, und analysiert hierzu die deutschen sowie US-amerikanischen Regelungen im internationalen Kontext.
8.2.3 Berechnung der ausländischen und inländischen Verluste
Erzielt ein US-Bürger, oder ein in der USA ansässiger Ausländer, ausländische Verluste, können diese Verluste grundsätzlich mit den erzielten Einkünften in den USA verrechnet werden. Aufgrund des Welteinkommensprinzips kann es zu Fällen kommen, in denen die ausländischen Verluste zwar mit dem erzielten Einkommen in den USA verrechnet werden können, aber gleichzeitig die ausländische Steuerlast um diese Verluste nicht geschmälert wird. Ein Grund dafür könnte das Fehlen der Möglichkeit zum Verlustvortrag im Ausland sein. Anhand eines Beispiels wird der Sachverhalt genauer dargelegt:
Ein in den USA ansässiges Unternehmen erzielt im Jahr 2018 einen Gesamtverlust im Ausland. Im Jahr 2019 erzielt es einen Gewinn. Wegen nicht vorhandener Regelungen kann der Gewinn mit dem Verlust im Vorjahr nicht ausgeglichen werden. Der Verlust würde die Steuerbelastung im Ausland im Gegensatz zu der in den USA im Jahr 2018 nicht vermindern.
Aufgrund dieser ungleichen Verteilung hat die USA den Sec. 904 (f) (1) IRC entworfen, der die genannte Fallgestaltung ausgleicht. Erzielt der Steuerpflichtige nach Sec. 904 (f) (1) IRC einen ausländischen Gesamtverlust und kann diesen aufgrund des Welteinkommensprinzips geltend machen, werden 50 Prozent (nach Wunsch des Steuerpflichtigen mehr) des ausländischen Gewinns als aus US-Quellen stammend, betrachtet. Begründet wird dies mit dem Rang der Verrechnung von in- und ausländischem Einkommen. Bevor eine Verrechnung stattfindet, wird das ausländische Einkommen nach seiner Einkommensart in die baskets aufgeteilt. Bestehen ausländischen Verluste, werden diese erst mit dem ausländischen Einkommen in den baskets verrechnet. Erst wenn diese Körbe vollständig ausgeglichen sind, wird das US-amerikanische Einkommen zu einer weiteren Verrechnung herangezogen. Aus der Sicht der USA ist damit ein Ausgleich zum Fehlen der Steueraufkommensminderung im Ausland erreicht. Wie die inländischen Verluste zu behandeln sind, wird in der Sec. 904 (f) (5) (D) IRC erläutert. Danach werden diese Verluste den jeweiligen Einkünften in den baskets zugeteilt und verrechnet. Sind die negativen Einkünfte höher als die Positiven, bleibt eine Verrechnung der Differenz unberücksichtigt. Verrechnet wird nur das mit dem tatsächlich Erwirtschafteten. Nach Sec. 904 (f) (5) (d) Satz 2 IRC, wird der Ausgleich der inländischen Verluste erst vollzogen, wenn die ausländischen Verluste mit den Einkünften in den baskets verrechnet wurden.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der globalen Doppelbesteuerung und Darstellung der Forschungsziele.
2 Das Abkommensrecht und seine Auswirkungen: Analyse der steuerlichen Auswirkungen für betroffene Bürger und Staaten im Rahmen der Internationalisierung.
3 Begriff der Doppelbesteuerung: Untersuchung der historischen Ursprünge, Prinzipien und der Bedeutung von Doppelbesteuerungsabkommen.
4 Besteuerung im Rahmen eines Doppelbesteuerungsabkommens: Differenzierung zwischen juristischer, wirtschaftlicher und virtueller Doppelbesteuerung sowie deren Einordnung in das Völkerrecht.
5 Maßnahmen und Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung: Detaillierte Betrachtung unilateraler, bilateraler und multilateraler Maßnahmen zur Milderung der Doppelbesteuerung.
6 Gegenüberstellung von den Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung: Vergleichende Analyse der Anrechnungs- und Freistellungsmethode hinsichtlich ihrer Wirkungsweisen.
7 Darstellung von internationalen Modellen im Rahmen der Anrechnungsmethode: Untersuchung von OECD- und UN-Musterabkommen und deren Bedeutung für die Anrechnungspraxis.
8 Ausgestaltung der Doppelbesteuerung am Beispiel der USA: Praktische Anwendung der US-amerikanischen Steuergrundlagen und deren spezifische Besonderheiten.
9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der untersuchten Methoden und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Doppelbesteuerung, Anrechnungsmethode, Freistellungsmethode, Abzugsmethode, Welteinkommensprinzip, Quellenprinzip, OECD-Musterabkommen, UN-Musterabkommen, USA, Internal Revenue Code, Kapitalexportneutralität, Kapitalimportneutralität, Progressionsvorbehalt, Doppelbesteuerungsabkommen, Steuerpflicht.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit den verschiedenen Methoden und Maßnahmen, mit denen Staaten eine internationale Doppelbesteuerung von Einkünften vermeiden, um wirtschaftliches Wachstum und Investitionen nicht zu behindern.
Zentral sind die Analyse von Besteuerungsprinzipien, die vergleichende Untersuchung der Anrechnungs- und Freistellungsmethode sowie die internationale Perspektive durch OECD- und UN-Musterabkommen.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob die derzeitigen Methoden ausreichen, um eine Doppelbesteuerung vollständig zu vermeiden, und dabei die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren für Steuerpflichtige und Staaten herauszuarbeiten.
Die Autorin wählt eine theoretische Analyse, bei der existierende Steuerrechtsgrundlagen, internationale Abkommen und finanzwissenschaftliche Neutralitätskonzepte untersucht werden, ergänzt durch Praxisbeispiele zur Veranschaulichung der Berechnungsverfahren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, die Erläuterung der unilateralen und bilateralen Methoden sowie einen detaillierten Vergleich der gängigen Vermeidungsmethoden am Beispiel des deutschen und US-amerikanischen Steuerrechts.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Doppelbesteuerung, Anrechnungsmethode, Freistellungsmethode, OECD-Musterabkommen und Kapitalneutralität.
Bei der Anrechnungsmethode wird die ausländische Steuer direkt von der inländischen Steuerschuld abgezogen, während bei der Abzugsmethode die ausländische Steuer lediglich als Betriebsausgabe oder Werbungskosten das zu versteuernde Einkommen mindert.
Die USA sind ein hoch entwickeltes Exportland mit einem spezifischen Steuersystem, das konsequent auf dem Anrechnungsprinzip basiert und aufgrund komplexer Regeln wie der Unterteilung in "baskets" eine interessante Vergleichsebene zum deutschen Recht bietet.
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