Bachelorarbeit, 2015
81 Seiten
1. Einleitung
2. Begriffserklärung Erlebnispädagogik
2.1 Der Lernprozess in der Erlebnispädagogik
3. Historie der Erlebnispädagogik
4. Lernvoraussetzungen der Erlebnispädagogik
4.1 Das Komfort-/ Lernzonenmodell
5. Lernmodelle der Erlebnispädagogik
6. Die Rolle des Lehrenden
7. Ziele
7.1 Ziele des Krankenpflegegesetzes und der Richtlinie NRW
7.2 Ziele der Erlebnispädagogik
8. Didaktik in der Erlebnispädagogik
9. Praxis einer erlebnispädagogischen Maßnahme
9.1 Phasen der erlebnispädagogischen Maßnahme
9.2 Planungsphase
9.3 Erstellung des Konzeptes
9.4 Darstellung der erlebnispädagogischen Maßnahme
9.4.1 Der erste Seminartag
9.4.2 Der zweite Seminartag
9.4.3 Der dritte Seminartag
10. Lerntransfer der erlebnispädagogischen Maßnahme
11. Positive / Negative Aspekte der Erlebnispädagogik
12. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Erlebnispädagogik und deren praktische Anwendung in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung, um aufzuzeigen, wie berufliche Handlungskompetenzen gezielt durch erlebnispädagogische Maßnahmen gefördert werden können.
2. Begriffserklärung Erlebnispädagogik
Das Wort „Erlebnispädagogik“ wirkt auf den ersten Blick, wie ein einfach zusammengesetztes Wort aus den Begriffen „Erlebnis“ und „Pädagogik“. Bereits an dieser Stelle endet die zuvor postulierte Einfachheit der Begriffe. In der Betrachtung beider Wörter zeigt sich ein nahezu undurchdringliches Aufkommen von Definitionen und Postulaten. Beide Begriffe sind definitorisch mehrfach belegt. Unterschiedliche Perspektiven verschiedenster Fachrichtungen erlauben keine exakte, allgemeingültige Formulierung einer Bestimmung. In diesem Sinne können Definitionen zwar als Hilfsmittel oder Verständigungsgrundlage dienen, sind jedoch keineswegs wertneutral beziehungsweise objektiv zu sehen. Dieses zeigen die hier angebotenen Kurzdefinitionen:
„Erleben ist etwas Subjektives. Es ist ein inneres Erleben von etwas. Ich erlebe es dann intensiv, wenn es eine Bedeutung oder einen Sinn für mich hat. Dies können bewusste, aber auch eher unbewusste Vorgänge – z.B. Wünsche – sein“ (Reich, 2003, S. 4).
Auch Werner Michl (1998, S. 14) beschreibt das Erlebnis als einen subjektiven Begriff. Er führt an, dass äußere Ereignisse und Eindrücke dabei mit der eigenen, subjektiven Einstellung und Lebensgeschichte zu einem persönlichen Erlebnis verarbeitet werden. Hinzu kommt die eigene Befindlichkeit, die Einfluss darauf nimmt, wie und ob eine Situation zum Erlebnis wird.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Wandel im Gesundheitswesen und die Notwendigkeit, Auszubildende durch erlebnispädagogische Methoden in ihrer Handlungskompetenz zu unterstützen.
2. Begriffserklärung Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Grundlagen und beleuchtet verschiedene Definitionen sowie Merkmale des Erlebnisses und des erlebnispädagogischen Lernprozesses.
3. Historie der Erlebnispädagogik: Hier werden prägende Persönlichkeiten und Strömungen wie Rousseau, Pestalozzi und die Reformpädagogik sowie die Entwicklung der Erlebnispädagogik bis in die Gegenwart dargestellt.
4. Lernvoraussetzungen der Erlebnispädagogik: Der Fokus liegt auf den drei Kriterien Notwendigkeit, Vision/Ziel und Lernklima sowie dem Komfort-/Lernzonenmodell nach Senninger.
5. Lernmodelle der Erlebnispädagogik: Es werden fünf verschiedene Ansätze zur Strukturierung erlebnispädagogischer Prozesse vorgestellt, darunter "Learning and doing" und "Metaphorische Erlebnispädagogik".
6. Die Rolle des Lehrenden: Dieses Kapitel definiert die notwendigen Kompetenzen des Lehrenden, insbesondere in den Bereichen Gesprächsführung, Beobachtungsgabe und Prozessbegleitung.
7. Ziele: Hier erfolgt ein Abgleich zwischen den gesetzlichen Anforderungen der Pflegeausbildung (NRW-Richtlinien) und den pädagogischen Zielen der Erlebnispädagogik.
8. Didaktik in der Erlebnispädagogik: Die didaktische Gestaltung wird unter Berücksichtigung von Landwehrs erkenntnisorientierter Wissensvermittlung und der Prozess-, Problem- sowie Subjektorientierung analysiert.
9. Praxis einer erlebnispädagogischen Maßnahme: Die Autoren beschreiben detailliert die Vorbereitung, Durchführung und Reflexion eines selbst organisierten Seminars für Auszubildende.
10. Lerntransfer der erlebnispädagogischen Maßnahme: Dieser Teil beleuchtet Modelle zur Sicherung der Nachhaltigkeit von Erlebnissen und deren Anwendung im beruflichen Alltag durch Transfermethoden und Follow-Ups.
11. Positive / Negative Aspekte der Erlebnispädagogik: Eine abschließende Diskussion der Chancen, wie die Motivation und soziale Kompetenzförderung, gegenüber der Kritik am Kosten-Nutzen-Faktor und der wissenschaftlichen Fundierung.
12. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Empfehlung zur weiteren wissenschaftlichen Überprüfung und systematischen Integration der Methode in die Pflegeausbildung.
Erlebnispädagogik, Krankenpflegeausbildung, Handlungskompetenz, Reflexion, Lerntransfer, Teamentwicklung, Kooperation, Abenteuerspiele, Persönlichkeitsentwicklung, Gesundheitswesen, Didaktik, Sozialkompetenz, Gruppenprozesse, Wissensvermittlung, Pflegepädagogik
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung erlebnispädagogischer Maßnahmen innerhalb der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung.
Die zentralen Felder umfassen die erlebnispädagogische Didaktik, die Rollenfindung der Lehrkraft, Gruppendynamik und die Sicherung eines nachhaltigen Lerntransfers in den beruflichen Alltag.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch erlebnispädagogische Konzepte die soziale, personale und methodische Kompetenz von Auszubildenden gefördert und die Vorgaben der Ausbildungsrichtlinien NRW erreicht werden können.
Die Arbeit kombiniert eine umfassende Literaturrecherche mit einer praxisorientierten Fallstudie, in der ein erlebnispädagogisches Seminar für Pflegeschüler geplant, durchgeführt und evaluiert wird.
Der Hauptteil erörtert geschichtliche Hintergründe, didaktische Modelle, die notwendige Planung von Rahmenbedingungen und die detaillierte Darstellung einer dreitägigen erlebnispädagogischen Maßnahme samt ihrer Reflexion.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Erlebnispädagogik, Transfer, Handlungskompetenz, Pflegeausbildung und Reflexion charakterisiert.
Die Wahl fiel auf Monschau, um durch die Verlagerung des Lernortes aus der gewohnten Schulumgebung heraus eine höhere „Unausweichlichkeit“ der sozialen Interaktion und intensivere Naturerlebnisse zu ermöglichen.
Reflexion ist das zentrale Bindeglied zwischen der reinen Aktion und dem nachhaltigen Lernzuwachs, da sie erst die intellektuelle Durchdringung und Integration der gemachten Erfahrungen in das eigene Leben ermöglicht.
Das Scheitern wird nicht als Misserfolg, sondern als wertvoller Lernanlass begriffen; die anschließende Analyse half der Gruppe, die Bedeutung von Kommunikation und Struktur für den Erfolg zu verstehen.
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