Masterarbeit, 2019
189 Seiten, Note: 1,0 Österreich
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit
1.3 Untersuchungsdesign und Methoden
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Bezüge aus der Psychoanalyse
2.1 Die erste Topik nach Freud S.
2.1.1 Das Bewusste
2.1.2 Das Unbewusste
2.2 Tiefenpsychologische Strukturmodelle
2.2.1 Das Es
2.2.2 Das Ich
2.2.3 Das Über-Ich
2.3 Die Abwehrmechanismen
2.4 Die Abwehr
2.5 Die Verdrängung
2.6 Interaktionsformen zwischen der Klientel und Therapeutinnen und Therapeuten
2.6.1 Die Übertragung
2.6.2 Die Gegenübertragung
2.7 Der Widerstand
2.7.1 Widerstandszeichen
2.7.2 Unterschiedliche Arten des Widerstandes:
3 Theoretische Bezüge aus der Kunsttherapie
3.1 Kunsttherapie und ihre Ziele
3.2 Tiefenpsychologische Ansatz
3.3 Sichtweisen in der Kunsttherapie zu Übertragung und Gegenübertragung
3.4 Kunsttherapeutische Sichtweisen zu Widerstand
4 Methoden der Studie
4.1 Datengewinnung
4.1.1 Kommunikationsmethode
4.1.2 Die Expertinnen
4.1.3 Die Interviews
4.2 Datenanalysestrategie
5 Ergebnisse der Analyse und theoretische Interpretation
5.1 Entwickelte Kategorien
5.1.1 Vertrauensvolle Beziehung muss vorhanden sein, sie ist der Dreh- und Angelpunkt der Therapie (K0)
5.1.2 Gewinn einer vertrauensvollen Beziehung (K1)
5.1.3 Wie sich Widerstand zeigt (K2)
5.1.4 Funktionen von Widerstand für die Patientin oder den Patienten (K3)
5.1.5 Funktion des Widerstandes für die Therapeutin oder den Therapeuten (K4)
5.1.6 Bildnerische Prozesse als therapeutischer Katalysator (K5)
5.1.7 Rolle der Kunsttherapeutin / des Kunsttherapeuten (K6)
5.1.8 Aspekte der Übertragung (K7)
5.1.9 Aspekte der Gegenübertragung (K8)
5.1.10 Interventionen (K9)
5.1.11 Schlussfolgerungen (K10)
5.2 Rücküberprüfung der Analyseergebnisse
5.3 Beantwortung der Forschungsfragen
5.3.1 Welche Rolle spielt die Therapeutin oder der Therapeut in diesem Zusammenhang?
5.3.2 In welcher Form begegnet Widerstand Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten in der Behandlung?
5.3.3 Inwiefern kann das angewandte Medium (wie bildnerische Prozesse) helfen, einen tieferen Zugang zu erhalten bzw. Strategien zu entwickeln, um den Widerstand zu überwinden?
5.3.4 Welche spezifischen bildnerisch orientierte kunsttherapeutischen Interventionen sind hilfreich?
5.4 Diskussion und Limitation der Ergebnisse
Die Masterarbeit untersucht das Phänomen Widerstand in der Kunsttherapie im Kontext psychoanalytischer Konzepte wie Übertragung und Gegenübertragung. Ziel ist es zu klären, inwiefern bildnerische Prozesse als therapeutische Mittel helfen können, Widerstände zu erkennen und zu bearbeiten, da Widerstand in der kunsttherapeutischen Praxis häufig zwar wahrgenommen, aber selten direkt adressiert wird.
Der Widerstand
Freud erklärt 1895 schon, dass eine Analyse nicht erfolgreich beendet werden kann, wenn der Widerstand nicht bearbeitet wurde. (Breuer/Freud, 1991, 320)
Das Arbeiten an unbewussten Inhalten geht nicht ohne Widerstand vonstatten. Wie schon bei der Verdrängung geht auch Widerstand mit Unlust einher. Unbewusste Inhalte, die hochkommen, lösen Unlustempfindungen aus. Wegen dieser unangenehmen Empfindungen werden diese immer wieder abgewehrt. Dieser Vorgang stellt einen innerpsychischen Konflikt dar, in dem die Therapeutin oder der Therapeut eingreift, mit dem Ziel, ein besseres Verständnis bei den Patientinnen und Patienten für diese Widerstände zu erreichen. Freud beschreibt es als Erziehungsarbeit, die hier von der Analytikerin oder dem Analytiker geleistet wird. Die psychoanalytische Arbeit sieht er grundlegend als eine Nacherziehung zur Überwindung innerer Widerstände. (Freud, 1942, 24-25)
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Themas Widerstand in der Kunsttherapie und definiert die Problemstellung sowie das Forschungsziel.
2 Theoretische Bezüge aus der Psychoanalyse: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit theoretisch, indem es die psychoanalytischen Konzepte von Freud, insbesondere die erste und zweite Topik, Abwehrmechanismen sowie die Dynamiken von Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand darlegt.
3 Theoretische Bezüge aus der Kunsttherapie: Hier wird der psychoanalytische Widerstandsbegriff in den kunsttherapeutischen Kontext übertragen und aktuelle Sichtweisen in der Fachliteratur diskutiert.
4 Methoden der Studie: Das Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign der Arbeit, basierend auf leitfadengestützten Interviews mit vier Expertinnen und der anschließenden qualitativen Inhaltsanalyse.
5 Ergebnisse der Analyse und theoretische Interpretation: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, in dem die aus den Interviews entwickelten Kategorien detailliert dargestellt, interpretiert und anhand von Praxisbeispielen veranschaulicht werden.
Widerstand, Kunsttherapie, Psychoanalyse, Übertragung, Gegenübertragung, Abwehrmechanismen, Bildnerische Prozesse, Qualitative Forschung, Experteninterviews, therapeutische Beziehung, Verdrängung, Abwehr, Intervention, Unbewusstes, Prozessorientierung
Die Arbeit untersucht das Phänomen Widerstand innerhalb der kunsttherapeutischen Behandlung und analysiert, wie dieses in der Praxis wahrgenommen und bearbeitet wird.
Die zentralen Themen umfassen die psychoanalytischen Konzepte von Abwehr, Übertragung und Gegenübertragung sowie deren Anwendung und Spezifik in der kunsttherapeutischen Praxis.
Ziel ist es zu erhellen, ob Widerstand in der Kunsttherapie ein „blinder Fleck“ ist und wie kunsttherapeutische Prozesse dazu beitragen können, einen tieferen Zugang zur Klientel zu eröffnen und Widerstände zu überwinden.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Die Datengewinnung erfolgte durch themenzentrierte Experteninterviews, die nach Philipp Mayring mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert die aus den Experteninterviews abgeleiteten Kategorien (z. B. die Bedeutung der therapeutischen Beziehung, die Funktionen von Widerstand und spezifische kunsttherapeutische Interventionen) und interpretiert diese vor dem Hintergrund psychoanalytischer Theorie.
Widerstand, Kunsttherapie, Psychoanalyse, Übertragung, Gegenübertragung, therapeutische Beziehung und bildnerische Prozesse sind die zentralen Begriffe.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Therapeuten Widerstand zwar wahrnehmen, ihn jedoch oft „umschiffen“, möglicherweise aufgrund eigener Gegenübertragungsgefühle wie Angst vor Konfrontation oder Unsicherheit im Umgang mit den intensiven Emotionen.
Bildnerische Medien dienen als „Zwischending“ oder Katalysator. Sie ermöglichen einen nonverbalen Zugang und bieten die Chance, Widerstand als kreative Ausdrucksform oder Schutzmechanismus zu würdigen, statt ihn sofort zu bekämpfen.
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