Fachbuch, 2020
71 Seiten
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielgruppe
1.2 Methoden und Quellen
2 Entwicklungspsychologische Grundlagen
2.1 Körperliche und motorische Entwicklung
2.2 Kognitive Entwicklung
3 Handynutzung und Fernsehkonsum
3.1 Empfehlungen für Handynutzung und Fernsehkonsum für die ausgewählte Zielgruppe
3.2 Aktuelle Studienlage in Österreich und Deutschland zur Handynutzung und zum Fernsehkonsum der ausgewählten Zielgruppe
4 Körperliche Aktivität der Zielgruppe
4.1 Definition des Begriffs „Körperliche Aktivität“ und Empfehlungen für das Ausmaß
4.2 Aktuelle Studienlage in Österreich und Deutschland zu körperlicher Aktivität im Kindes- und Jugendalter
5 Zusammenhang zwischen Mediennutzung (Handy und TV) und körperlicher Aktivität: Aktuelle Studienlage in Österreich und Deutschland
5.1 KiGGS-Studie
5.2 MoMo-Studie
5.3 Metaanalyse von Marshall et. al.
5.4 Diskussion der Ergebnisse:
6 Reflexion der Ergebnisse und Überlegungen zu weiterführenden Maßnahmen
6.1 Bewegungsförderung an Schulen:
6.2 Maßnahmen zur Förderung des Ausmaßes von körperlicher Betätigung bei Kindern im außerschulischen Kontext
7 Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung digitaler Medien (Handy, Smartphone, Fernsehen) und dem Ausmaß der körperlichen Aktivität bei sechs- bis vierzehnjährigen Kindern und Jugendlichen, um auf Basis aktueller Studienlage pädagogische Implikationen und Fördermaßnahmen abzuleiten.
„Erster Gestaltwandel“:
Die körperliche Entwicklung dieser Altersstufe stellt im Wesentlichen eine Fortsetzung der bereits im Vorschulalter begonnenen Entwicklung dar. Die Wachstumsgeschwindigkeit reduziert sich und die Proportionen verändern sich. Etwa im sechsten und siebten Lebensjahr tritt der sogenannte „erste Gestaltwandel“ auf. Das körperliche Erscheinungsbild verändert sich vom „Kleinkindhaften“ in Richtung „Schulkindform“. Es kommt zu einer Verlängerung der Gliedmaßen, der Rumpf wird schlanker, gestreckter und weniger fettreich. Die Muskulatur beginnt sich abzuzeichnen und es bildet sich eine Taille aus. Die Lage des Körperschwerpunktes wird tiefer, was zu einer stabileren Gleichgewichtslage führt. Es kommt zu einer laufenden Verbesserung ihrer motorischen Leistungsfähigkeit und einer stetigen Zunahme ihrer Körperkraft (Rossmann, 2016, S. 95 -96).
Der Abschluss des „ersten Gestaltwandels“ - und damit der Eintritt in die vorpubertäre Phase - tritt bei Mädchen etwa im neunten bis zehnten Lebensjahr ein, bei Jungen im etwa zehnten bis zwölften Lebensjahr. Mit der Pubertät erfolgt dann der „zweite Gestaltwandel“.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Bewegung für die psychomotorische Entwicklung dar und führt in die Fragestellung ein, ob die steigende Mediennutzung zu einem Bewegungsmangel führt.
2 Entwicklungspsychologische Grundlagen: Das Kapitel beleuchtet die körperliche und kognitive Entwicklung im Schulalter, insbesondere durch den „ersten Gestaltwandel“ und das konkret-operationale Stadium nach Piaget.
3 Handynutzung und Fernsehkonsum: Hier werden Empfehlungen zum Medienkonsum und aktuelle Nutzungsdaten aus Österreich und Deutschland zusammengefasst.
4 Körperliche Aktivität der Zielgruppe: Dieses Kapitel definiert körperliche Aktivität und stellt das aktuelle Aktivitätsniveau von Kindern und Jugendlichen anhand nationaler Studien dar.
5 Zusammenhang zwischen Mediennutzung (Handy und TV) und körperlicher Aktivität: Aktuelle Studienlage in Österreich und Deutschland: Dieses zentrale Kapitel analysiert den Zusammenhang zwischen Bildschirmmedien und Bewegungsverhalten mittels KiGGS-Studie, MoMo-Studie und einer internationalen Metaanalyse.
6 Reflexion der Ergebnisse und Überlegungen zu weiterführenden Maßnahmen: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert und konkrete Maßnahmen zur Bewegungsförderung im schulischen und außerschulischen Kontext vorgeschlagen.
7 Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Mediennutzung, Fernsehkonsum, körperliche Aktivität, Kinder, Jugendliche, Bewegungsmangel, KiGGS-Studie, MoMo-Studie, Motorik, Entwicklungspsychologie, Gesundheitsförderung, Bildschirmzeit, pädagogische Implikationen, Sportbeteiligung, Freizeitgestaltung.
Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, ob ein Zusammenhang zwischen der zunehmenden Nutzung digitaler Medien und dem Bewegungsausmaß von Kindern und Jugendlichen besteht.
Die Themen umfassen die körperliche und kognitive Entwicklung im Kindesalter, aktuelle Daten zum Medienverhalten, Anforderungen an körperliche Aktivität sowie Strategien zur Bewegungsförderung.
Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu diesem Zusammenhang im deutschsprachigen Raum zu geben und daraus pädagogische Maßnahmen abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Sichtung sowie Zusammenfassung vorhandener empirischer Studien zum Thema.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der entwicklungspsychologischen Grundlagen, der Mediennutzung, des Bewegungsverhaltens sowie die Analyse des Zusammenhangs beider Faktoren durch renommierte Studien.
Wichtige Begriffe sind Mediennutzung, körperliche Aktivität, Bewegungsmangel, KiGGS-Studie, MoMo-Studie und Gesundheitsförderung.
Ja, Studien zeigen, dass Jungen oft ein höheres Ausmaß an körperlicher Aktivität aufweisen und dass die Aktivität bei Mädchen mit zunehmendem Alter schneller abnimmt.
Die Ergebnisse zeigen meist keinen signifikanten negativen Zusammenhang bei Kindern unter zehn Jahren; eine negative Korrelation zeigt sich eher in älteren Altersgruppen.
Eine bewegungsfreundliche Gestaltung von Räumen und Pausenhöfen kann einen positiven Einfluss auf das Bewegungsverhalten haben, da sie Kinder aktiv zur Bewegung einlädt.
Diese Spanne wurde gewählt, um die Auswirkungen mit zunehmendem Alter und unterschiedliche Entwicklungsphasen nach Piaget erfassen zu können.
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