Bachelorarbeit, 2019
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Forschungsfrage, Zielsetzung und Erkenntnisinteresse
1.3 Forschungsstand
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Einordnung
2.1 Identität
2.2 Raum
2.3 Der emotionale Wert von Raum
2.4 Identität und räumlich-soziale Interaktion
2.5 Räumliche Identität
2.6 Der Musikclub
2.6.1 Der Club als „anderer Raum“
2.6.2 Musikclubs und ihre identitätsstiftende Wirkung
3 Qualitative Erhebung Identitätsbildung im Clubkontext
3.1 Angewandte Methoden
3.1.1 Die qualitative, unstrukturierte teilnehmende Beobachtung
3.1.2 Das teilstandardisierte Experteninterview
3.2 Der Club Puzzles
3.3 Auswertung der qualitativen, unstrukturierten teilnehmenden Beobachtung
3.4 Auswertung der teilstandardisierten Experteninterviews
4 Eventgemeinschaft Puzzles: Kollektive Identität als Nährboden für das Ich
5 Fazit
Die Forschungsarbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen der Kategorie Raum und der Identitätsbildung von Individuen, mit einem spezifischen Fokus auf Musikclubs als außeralltägliche Räume. Ziel ist es, zu ergründen, inwieweit solche Orte als identitätsstiftende Instanzen fungieren und warum sie für die Identitätsfindung relevant sind.
2.6.1 Der Club als „anderer Raum“
„Der Club schafft Stallgeruch in einer sterilen, elektronisch vermittelten Gebrauchskulturlandschaft,“100 so fasst Karl-Heinz Pütz den Stellenwert des Musikclubs prägnant zusammen. Wie aber werden an diesen Orten solche Räume erschaffen, die sich so gänzlich von ihrer Umgebung abheben?
Frei- und Möglichkeitsräume, wie es auch Clubs bis zu einem gewissen Maße sind, entziehen sich scheinbar allen Restriktionen, denen man sich im alltäglichen Leben unterwerfen muss. Es sind Räume, die dem Alltagsraum entgegenstehen, in dem andere Normen gelten und viele gesellschaftliche Regeln aufgehoben sind. Es sind Räume mit „sonderbaren Eigenschaften.“101 Michel Foucault zufolge gibt es zwei Arten solcher Räume: Utopien und Heterotopien. Utopien sind unwirkliche Räume, sozusagen „Platzierungen ohne wirklichen Ort“102, reine Gedankenkonstrukte der Perfektionierung oder Kehrseite der Gesellschaft. Heterotopien dagegen sind real gewordene Utopien: Widerlager, „in denen die wirklichen Plätze innerhalb der Kultur gleichzeitig repräsentiert, bestritten und gewendet sind, gewissermaßen Orte außerhalb aller Orte, wiewohl sie tatsächlich geortet werden können.“103
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Verknüpfung von Raum und Identität ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das Erkenntnisinteresse der Arbeit.
2 Theoretische Einordnung: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament, indem Begriffe wie Identität, Raum und der Musikclub als Heterotopie soziologisch analysiert werden.
3 Qualitative Erhebung Identitätsbildung im Clubkontext: Hier werden die angewandten Forschungsmethoden (Beobachtung und Experteninterviews) vorgestellt und die Ergebnisse am Beispiel des Puzzles diskutiert.
4 Eventgemeinschaft Puzzles: Kollektive Identität als Nährboden für das Ich: Die Ergebnisse werden synthetisiert, um die Funktion der kollektiven Identität im Club als Bedingung für die individuelle Identitätsbildung darzustellen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage, während es gleichzeitig die Grenzen der Untersuchung aufzeigt.
Identitätsbildung, Raumsoziologie, Musikclub, Heterotopie, Puzzles, Identität, Soziale Identität, Clubkultur, Raumproduktion, Eventgemeinschaft, Symbolische Interaktion, Sozialraum, Alltag, Außeralltäglichkeit, Selbstentfaltung.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Musikclubs als "außeralltägliche Räume" im Kontext der menschlichen Identitätsbildung.
Die Arbeit verknüpft soziologische Identitätstheorien mit relationalen Raumkonzepten und wendet diese auf das spezifische Phänomen der Clubkultur an.
Das Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit Musikclubs als identitätsstiftende Räume begriffen werden können und welchen Beitrag sie zur Selbstdefinition ihrer Besucher leisten.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der die unstrukturierte teilnehmende Beobachtung vor Ort mit teilstandardisierten Experteninterviews kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Konzepte Raum und Identität sowie eine anschließende empirische Auswertung der Clubkultur anhand des Hamburger "Puzzles".
Zu den Kernbegriffen zählen Identitätsbildung, Raumsoziologie, Heterotopie, Clubkultur und kollektive Identität.
Der Puzzles dient als konkretes Fallbeispiel, an dem die theoretischen Überlegungen zur Raumproduktion und subkulturellen Identität empirisch verifiziert werden.
Die Arbeit argumentiert, dass Identität im Club maßgeblich durch kollektive Erfahrungen und das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer "szene-spezifischen" Gemeinschaft geformt wird.
Die Arbeit zeigt, dass eine zunehmende Kommerzialisierung (z. B. durch öffentliche Werbung) den Charakter als exklusiver Rückzugsort gefährden und damit das Identifikationspotenzial des Raumes schwächen kann.
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