Bachelorarbeit, 2019
81 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Wandel der Arbeitsgesellschaft
2.1 Sektorenwandel
2.1.1 Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft
2.1.2 Industriegesellschaft
2.1.2.1 Fordismus
2.1.2.2 Normalarbeitsverhältnis
2.1.3 Von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft
2.1.3.1 Dienstleistungen
2.1.3.2 Postfordismus
2.1.4 Tertiärisierungsrückstand der Deutschen Demokratischen Republik
2.1.5 Begleiterscheinungen der Dienstleistungsgesellschaft
2.1.5.1 Bildungsexpansion
2.1.5.2 Wertewandel
2.1.5.3 Erhöhte Erwerbsbeteiligung der Frau
2.2 Globalisierung
2.3 Neoliberalismus
2.3.1 Entstandardisierung
2.3.2 Prekarisierung
3. Lebensformen und Familie
3.1 Familiendemographische Indikatoren und Trends
3.1.1 Geburtenentwicklung
3.1.2 Kinderlosigkeit
3.1.3 Ehe
3.1.4 Scheidung
3.2 Konflikte innerhalb von Familien
3.3 Monopolverlust der Normalfamilie
3.4 Pluralisierung der Lebensformen
3.4.1 Nichteheliche Lebensgemeinschaften
3.4.2 Living-Apart-Together und Commuter-Beziehungen
3.4.3 Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften
3.4.4 Alleinerziehende
3.4.5 Alleinwohnende und Alleinlebende
3.4.6 Familien mit Migrationshintergrund
3.5 Erklärungsversuche
3.6 Relativierung der Pluralisierungsthese
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Arbeitsgesellschaft im Kontext der Tertiärisierung, also dem Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft, und analysiert dessen Auswirkungen auf die Struktur privater Lebensformen in Deutschland. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie dieser wirtschaftliche Wandel die Art und Weise beeinflusst hat, wie Menschen heute zusammenleben und ihre Familien gestalten.
1. Einleitung
Jeder kennt sie und jeder hat seine eigenen Vorstellungen von ihr. Fast alle Menschen sind in einer aufgewachsen. Die Familie ist der Ort, an dem Menschen ihre ersten grundlegenden Erfahrungen mit der Gesellschaft machen.
Was als eine Familie oder gar als eine so genannte „normale“ Familie verstanden wird, unterliegt dem historischen sowie kulturellen Wandel. Die Familie ist eine soziale Institution, die durch die kulturellen Bedingungen der jeweiligen Gesellschaft geformt wird (Schneider 2012: 97). Häufig besteht sie aus Mutter, Vater und Kindern, die alle zusammen in einem Haushalt leben. Dieses konservative Verständnis einer Familie ist in der Gesellschaft weit verbreitet. Doch vor allem im Zuge des Wandels der deutschen Gesellschaft von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft um circa 1970, entwickelten sich manche Formen des Zusammenlebens, die von diesem Verständnis abweichen. Dieser Wandel hat die Familie zweifelsohne verändert. Während einerseits die individuelle Freiheit gestiegen ist, da man heute zwischen verschiedenen Lebensformen wählen kann, entstehen andererseits auch Unsicherheiten, Ängste und Risiken, da ein Zwang zum Wählen besteht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein und definiert die Fragestellung zur Veränderung der Arbeitsgesellschaft und deren Einfluss auf private Lebensformen.
2. Wandel der Arbeitsgesellschaft: Dieses Kapitel analysiert die wirtschaftlichen Veränderungen seit 1950, insbesondere den Sektorenwandel, die Globalisierung und den Neoliberalismus.
3. Lebensformen und Familie: In diesem Teil werden demographische Indikatoren beschrieben und die vielfältigen Lebensformen neben der klassischen Ehe analysiert.
4. Fazit: Das Kapitel zieht eine Bilanz über den Verbindlichkeitsverlust tradierter Beziehungsformen und ordnet die Pluralisierung in den gesellschaftlichen Wandel ein.
Arbeitsgesellschaft, Tertiärisierung, Dienstleistungsgesellschaft, Industriegesellschaft, Lebensformen, Familie, Individualisierung, Wertewandel, Bildungsexpansion, Prekarisierung, Normalarbeitsverhältnis, Globalisierung, Pluralisierung, demographischer Wandel, Erwerbsbeteiligung.
Die Hausarbeit befasst sich mit der Transformation der deutschen Arbeitsgesellschaft und den daraus resultierenden Folgen für die Struktur privater Lebensformen.
Zu den zentralen Themen gehören der Sektorenwandel, die Auswirkungen von Globalisierung und Neoliberalismus auf die Arbeit sowie die soziologische Betrachtung von Familien- und Lebensformen.
Die Arbeit fragt nach dem Zusammenhang zwischen dem wirtschaftlichen Wandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft und der Pluralisierung privater Lebensformen.
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse sowie statistische Daten, um den Wandel der Arbeits- und Sozialstrukturen nachzuzeichnen.
Im Hauptteil werden zunächst die ökonomischen Rahmenbedingungen (Wandel der Sektoren, Neoliberalismus) und anschließend die demographischen Folgen für Familie und Lebensführung (Scheidungen, Geburten, alternative Partnerschaftsmodelle) detailliert erörtert.
Die wichtigsten Begriffe sind Tertiärisierung, Normalarbeitsverhältnis, Postfordismus, Prekarisierung und Pluralisierung der Lebensformen.
Die gesteigerte Erwerbsbeteiligung der Frau hat die ökonomische Abhängigkeit vom Mann verringert, was die Ehe als klassisches Versorgungsmodell geschwächt und zur Entstehung neuer, flexiblerer Lebensformen beigetragen hat.
Die Individualisierung bietet dem Einzelnen zwar mehr Wahlfreiheit, erfordert aber auch eine ständige Entscheidung über die eigene Lebensgestaltung, was traditionelle Bindungen wie die Ehe destabilisiert.
Die Bildungsexpansion hat das Qualifikationsniveau der Bevölkerung angehoben und führt zu einem späteren Eintritt in den Arbeitsmarkt sowie veränderten Lebensplänen, was wiederum die Familienplanung beeinflusst.
Er beschreibt die Ballung von weitreichenden Entscheidungen – wie Karriere, Eheschließung und Familiengründung – in einer kurzen, intensiven Lebensphase zwischen 25 und 45 Jahren.
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