Bachelorarbeit, 2012
36 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Überblick über die Real Academia Española (RAE)
3. Forschungsstand zur voz pasiva
4. Gramática de la lengua española (1931)
4.1. Das Passiv mit dem Auxiliar ser
4.2 Das Passiv mit dem Pronomen se
5. Esbozo de una nueva gramática de la lengua española (1973)
5.1. Das periphrastische Passiv mit ser
5.2. Das periphrastische Passiv mit estar
5.3. Das pronominale Passiv mit se
6. Nueva gramática de la lengua española (2009)
6.1. La pasiva perífrastica
6.2. Estar + participio – Zustandspassiv?
6.3. La pasiva refleja
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht diachron die Kategorisierung und Bewertung des spanischen Passivs (la voz pasiva) in den offiziellen Grammatiken der Real Academia Española (RAE) aus den Jahren 1931, 1973 und 2009, um festzustellen, ob sich die methodische Herangehensweise und das Verständnis dieses grammatischen Phänomens über diesen Zeitraum gewandelt haben.
3. Forschungsstand zur voz pasiva
Zielsetzung dieses Kapitels ist es, einen Überblick über die Forschung zur voz pasiva zu geben. Angesichts des immensen Umfangs an Forschungsliteratur zum Passiv soll an dieser Stelle lediglich auf eine kleine Auswahl an Publikationen eingegangen werden, die die unterschiedlichen Sichtweisen auf dieses Phänomen widerspiegeln. Bemerkenswert ist an dieser Stelle, dass nicht nur die Terminologie für die Beschreibung des reflexiven Passivs, auch als voz mediana (z.B. Hamplová 1970, 7) bezeichnet, variiert, sondern, dass es zugleich zahlreiche Theorien darüber gibt, welche Konstruktionen passivischen Inhalt haben oder aufgrund ihrer syntaktischen Relationen nicht als Passive gelten können. Charakteristisch für die Forschung zur spanischen Passivdiathese sind eine Vielzahl an empirischen Studien im Bezug zur Häufigkeit von Passivkonstruktionen und deren Verwendung im Sprachgebrauch.
José Joaquin Montes weist in seiner Publikation zur „La actual crisis de la voz pasiva en español“ (2002) auf die jahrelang anhaltende Diskussion über die Frage nach der Existenz des spanischen Passivs hin und beleuchtet dabei unterschiedlichste Theorien. Zum einen wird die Ansicht vertreten, dass das Passiv als stark kontextabhängig gilt und aus diesem Grund tendenziell „[...] construcciones de particpio o construcciones resultativas“ gleichen würde (Trujillo (1988) Sobre las construcciones pasivas, 247. Zit. n. nach Montes (2002, 106)). Zum anderen gilt, dass im Spanischen die Möglichkeit besteht, mittels unterschiedlichster grammatischer Konstruktionen, Passive zu bilden und das „[...] these different structures also correspond to things that are not passives, but active sentences, copular sentences, or reflexive sentences“ (Silva-Corvalán (1978) The application of a universal definition of passive to certain grammatical constructions in Spanisch, 299. Zit n. Montes (2002, 106)).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des spanischen Passivs ein und definiert den Forschungsgegenstand: die Grammatiken der RAE von 1931, 1973 und 2009.
2. Überblick über die Real Academia Española (RAE): Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung, Aufgaben und die panhispanische Ausrichtung der RAE als Sprachorgan.
3. Forschungsstand zur voz pasiva: Hier werden unterschiedliche linguistische Theorien und die Debatte um die Existenz sowie die Definition des spanischen Passivs zusammengefasst.
4. Gramática de la lengua española (1931): Das Kapitel analysiert die klassische Kategorisierung des Passivs in der Grammatik von 1931, inklusive der Unterscheidung von Passivsätzen erster und zweiter Ordnung.
5. Esbozo de una nueva gramática de la lengua española (1973): Es wird untersucht, wie die RAE im Provisorium von 1973 die Passivkonstruktionen, inklusive des neu beachteten Zustandspassivs mit estar, beschreibt.
6. Nueva gramática de la lengua española (2009): Die Analyse konzentriert sich auf die moderne, durch die panhispanische Politik geprägte Herangehensweise der 2009er Grammatik an das Passiv und das Reflexivpassiv.
7. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die Ergebnisse zusammen und stellt die Entwicklungslinien der Passivforschung innerhalb der RAE-Werke über den Zeitraum von 1931 bis 2009 dar.
Spanische Sprache, Real Academia Española, RAE, voz pasiva, Passiv, periphrastisches Passiv, Reflexivpassiv, ser + participio, estar + participio, Grammatik, Sprachnorm, Syntax, Agens, panhispanische Politik, Diachronie.
Die Arbeit untersucht, wie die Real Academia Española (RAE) das spanische Passiv (la voz pasiva) in ihren drei zentralen Grammatiken des 20. und 21. Jahrhunderts (1931, 1973, 2009) theoretisch erfasst und in den Sprachgebrauch einordnet.
Die zentralen Themen sind die Definition des Passivs, die syntaktische Rolle des Agens, die Unterscheidung zwischen dem Passiv mit ser und estar sowie die Kategorisierung des Reflexivpassivs (se-Passiv).
Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob und wie sich die Methodik der RAE zur Erforschung des Passivs im Zuge ihrer grammatischen Reformen und der Öffnung zur panhispanischen Sprachpolitik verändert hat.
Die Arbeit nutzt eine diachrone Analyse der drei genannten Grammatikwerke, um durch einen direkten Vergleich der Definitionen, Fachtermini und Konstruktionsbeispiele eine wissenschaftliche Entwicklung nachzuzeichnen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Kapitel zu den Grammatiken von 1931, 1973 und 2009, wobei jeweils die Behandlung des periphrastischen Passivs (ser/estar) und des pronominalen Passivs (se) im Vordergrund stehen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie RAE, voz pasiva, Grammatik, ser + participio, estar + participio, se-Passiv, Sprachnorm und panhispanische Politik charakterisiert.
Während das Zustandspassiv (estar + participio) 1973 als eigene passivische Konstruktion in den Fokus rückte, findet es in der Grammatik von 2009 keine explizite Erwähnung mehr als Kategorie innerhalb der Passivkonstruktionen.
Die panhispanische Politik führte zu einer größeren Textbasis und einer Berücksichtigung regionaler Varietäten, was in der Grammatik von 2009 zu einer komplexeren und differenzierteren Analyse grammatischer Phänomene führte als in den vorangegangenen, iberisch zentrierten Ausgaben.
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