Masterarbeit, 2016
72 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Forschungsstand
3. Ziele und Anlage
I. El lenguaje de los redes sociales: Zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit
4. Das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit im digitalen Raum
4.1. Übersicht zur Computer vermittelten Kommunikation (CVK)
4.2. Allgemeine Charakteristika der lenguaje en la Red
5. Was sind soziale Netzwerke?
5.1. Facbook
5.2. YouTube
5.3. Blogs
5.4. Identität der Online-Community
II. Grundlagen, Begriffe, Methoden
6. Versuch einer textlinguistischen Einordnung des Kommentars
7. Allgemeine Merkmale gesprochener und geschriebener Sprache
7.1. Formen von Kohäsion und Kohärenz
7.2. Gesprächswörter, Gliederungssignale und Partikel
7.3. Thema-Rhema-Abfolge
7.4. Deiktika yo und tú
8. Motivation und Fragestellung
8.1. Forschungsmethode und Analyseschema
8.2. Korpora
III. Korpusanalyse - Charakteristika der Kommentare
9. Sprache der Kommentare in den sozialen Netzwerken
9.1. Kommentare Blogs
9.1.1. Lifestyle
9.1.2. Fashion
9.1.3. Food
9.1.4. Zusammenfassung
9.2. Kommentare YouTube
9.2.1. Lifestyle
9.2.2. Fashion
9.2.3. Food
9.2.4. Zusammenfassung
9.3. Kommentare Facebook
9.3.1. Lifestyle
9.3.2. Fashion
9.3.3. Food
9.3.4. Zusammenfassung
IV. Zusammenfassung, Auswertung und Ausblick
10. Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse
11. Stellenwert und Bedeutung des Kommentars in den sozialen Netzwerken
Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachlichen Auswirkungen der digitalen Kommunikation auf das Phänomen „Kommentare“ in sozialen Netzwerken. Das primäre Ziel ist es, mittels einer Korpusanalyse zu bestimmen, welche charakteristischen Merkmale des schriftlichen Sprachgebrauchs auf den Plattformen Blogs, Facebook und YouTube in den Themenbereichen Lifestyle, Fashion und Food vorherrschen und wie sich diese in Abhängigkeit der jeweiligen Themen manifestieren.
4. Das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlickeit im digitalen Raum
Das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit hat sich durch die zunehmende Digitalisierung schriftlicher Kommunikation nachhaltig verändert. Betrachtet man die Schrifterzeugnisse von E-Mails, Beiträgen in Foren oder in sozialen Netzwerken, zeigt sich deutlich, dass darin immer häufiger Charakteristika gesprochener Sprache zu entdecken sind. Koch/Oesterreicher widmen sich seit den 80er Jahren dem Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit und haben dabei aufbauend auf die Ausführungen von Ludwig Söll die dichotome Kategorisierung von Konzept „geschrieben/gesprochen“ und Medium „phonisch/graphisch“ geprägt (vgl. Koch/Oesterreicher 1985, 17; 2011, 3). Daraus ergeben sich die Oppositionspaare „medial mündlich“ und „medial schriftlich“ sowie „konzeptionell schriftlich“ und „konzeptionell mündlich“, die eine Vielzahl unterschiedlicher Kommunikationssituationen widerspiegeln (vgl. Storrer 2011, 3).
Dabei folgt das Medium „phonisch/graphisch“ einer strikten Dichotomie, das Oppositionspaar „graphisch/schriftlich“ hingegen wird als „Kontinuum zwischen extremen Ausprägungen der Konzeption“ betrachtet (vgl. Koch/Oesterreicher 1985, 17; 2011, 4). Das hat zur Folge, dass es zu Abstufungen zwischen der Nähe- und Distanzsprache kommt, die durch die zahlreichen Faktoren der Varianz innerhalb einer Kommunikationssituation beeinflusst werden. Dementsprechend können in einem Gespräch, in dem mindestens zwei Interaktionspartner beteiligt sind und abwechselnd die Gesprächsrollen des Produzenten und des Rezipienten einnehmen, eine Vielzahl an Kommunikationsbedingungen entstehen, welche die Versprachlichungsstrategien beeinflussen. Dazu zählen der Kontext, emotionale, soziale Bezüge sowie personale, räumliche und zeitliche Rahmenbedingungen. Daraus ergeben sich die Pole Nähe und Distanz, zwischen denen eine breite Skala an Parametern die Kommunikationssituation bedingen und bestimmen (vgl. Koch/Osterreicher 1985, 22; 2011, 6).
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der digitalen Kommunikation und die Fragestellung zur Veränderung der Schriftsprache durch Kommentare in sozialen Netzwerken.
2. Forschungsstand: Überblick über existierende linguistische Konzepte zur internetbasierten Kommunikation und deren Entwicklung von den 80er Jahren bis zur Gegenwart.
3. Ziele und Anlage: Definition des Untersuchungsziels, der methodischen Vorgehensweise und der thematischen Teilbereiche der Arbeit.
4. Das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit im digitalen Raum: Theoretische Auseinandersetzung mit der Verschiebung von Nähe- und Distanzsprache in digitalen Medien.
5. Was sind soziale Netzwerke?: Definition und Charakterisierung der Plattformen Facebook, YouTube und Blogs sowie deren Rolle für die Online-Community.
6. Versuch einer textlinguistischen Einordnung des Kommentars: Kategorisierung des Kommentars als spezifische Textsorte anhand von Brinker.
7. Allgemeine Merkmale geschriebener und gesprochener Sprache: Darstellung der theoretischen Grundlagen zu Kohäsion, Kohärenz, Gesprächswörtern und Deiktika.
8. Motivation und Fragestellung: Erläuterung der Forschungsrelevanz und methodische Herleitung des Analyseschemas sowie Vorstellung der Korpora.
9. Sprache der Kommentare in den sozialen Netzwerken: Detaillierte Analyse der gesammelten Kommentare auf Blogs, YouTube und Facebook unterteilt nach den Themenbereichen.
10. Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse: Synthese der universalen und plattformspezifischen Merkmale der untersuchten Kommentar-Sprache.
11. Stellenwert und Bedeutung des Kommentars in den sozialen Netzwerken: Reflexion über die Funktion von Kommentaren als Sprachrohr und Networking-Instrument im digitalen Raum.
Digitale Kommunikation, Soziale Netzwerke, Kommentarfunktion, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Nähesprache, Distanzsprache, Linguistik, Korpusanalyse, Web 2.0, Internet-Sprache, Sprachwandel, Internetnutzung, Partizipation, Online-Community.
Die Arbeit untersucht, wie sich die digitale Kommunikation auf die Schriftsprache auswirkt und welche charakteristischen Merkmale Kommentare in sozialen Netzwerken wie Facebook, YouTube und in Blogs aufweisen.
Die Analyse konzentriert sich auf die drei Schwerpunkte Lifestyle, Fashion und Food, da diese Themen im digitalen Raum sehr stark frequentiert sind.
Das Ziel ist es, spezifische sprachliche Merkmale (wie Neologismen, Syntaxveränderungen oder den Einsatz von Emojis) in Abhängigkeit von der Plattform und dem jeweiligen Thema zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einer Korpusanalyse, bei der eine Auswahl von Kommentaren anhand eines eigens entwickelten Analyseschemas nach formalen, strukturellen, kommunikativen und inhaltlichen Aspekten untersucht wird.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Einordnung des Kommentars, den Merkmalen von Nähe- und Distanzsprache und der detaillierten Auswertung der Korpusdaten für Blogs, YouTube und Facebook.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Internetsprache", "Nähesprache", "Kohäsion", "Sinnkontinuität" und die Untersuchung von "Ciberlenguaje".
Die Arbeit zeigt, dass Kommentare auf YouTube oft direkter und stärker durch Emojis geprägt sind, während Facebook-Kommentare tendenziell eine höhere Anonymität aufweisen, was die Hemmschwelle für Kritik senkt.
Sie werden genutzt, um die in der Face-to-Face-Kommunikation vorhandene Mimik und Gestik zu kompensieren und um Emotionen wie Freude, Erstaunen oder Ablehnung auszudrücken.
Die Analyse ergab, dass die orthographische Korrektheit oft zugunsten einer schnellen Textproduktion (Zeitmanagement) vernachlässigt wird, was sich in Tippfehlern und der bewussten Abweichung von Normen zeigt.
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