Bachelorarbeit, 2011
37 Seiten, Note: 2,0
0.Einleitung
1.La disparition von George Perec
1.1 Was ist Literatur
1.2 Was ist potentielle Literatur
1.3 Besonderheiten in Perecs La disparition und dessen Übersetzung
2.Übersetzungtheorien
2.1 Definition Übersetzung
2.1.1 Übersetzung vs. Bearbeitung
2.1.2 Interlinearversion
2.2 Allgemeine Translationstheorie
2.3 Skopostheorie
2.4 These der Unübersetzbarkeit
3. Übersetzungsmethoden
3.1 Übersetzungsmethode nach Nida/Taber
3.2 Wörtlich vs. Nichtwörtlich
3.3 Die stylistique comparée
4. Äquivalenz
4.1 Adäquatheit und Äquivalenz
4.2 Äquivalenzforderungen
4.3 Hierarchie
4.4 Äquivalenzebenen
5. Anwendung auf La disparition
5.1 Beispiel 1
5.2 Beispiel 2
5.3 Beispiel 3
5.4 Beispiel 4
5.5 Beispiel 5
5.6 Beispiel 6
5.7 Kreativität beim Übersetzen
6. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Äquivalenzebenen bei der Übersetzung von George Perecs Leipogramm-Roman "La disparition". Ziel ist es zu analysieren, welche besonderen Schwierigkeiten sich aus dem Zwang zur formalen Einschränkung – dem konsequenten Verzicht auf den Buchstaben 'e' – ergeben und wie der Übersetzer diese durch kreative Kompensationsstrategien bewältigt.
1.3 Besonderheiten in Perecs La disparition und dessen Übersetzung
Perecs La Disparition ist ein „leipogrammatischer Roman“. Die Bezeichnung Leipogramm umfasst literarische Werke, bei denen bestimmte Buchstaben ausgelassen werden. Dabei gibt es verschiedene Arten von Leipogrammen: jene, bei denen Werke unterteilt wurden, um pro Kapitel je einen Buchstaben des Alphabets auszulassen, jene, die auf die Verwendung des Buchstaben r verzichten und schließlich jene, zu denen auch der Gegenstand der vorliegenden Arbeit gezählt werden kann: die vokalischen Leipogramme. Ein Beispiel für die erste Art von Leipogrammen nennt Gutknecht:
„Als früher Meister dieses Genres gilt der aus Ägypten stammende griechische Epiker Triphiodoros, der im 5. Jahrhundert eine „Odyssee“ geschrieben hat, in deren 24 Gesängen er jeweils einen bestimmten (und überdies jedesmal einen anderen) Buchstaben des griechischen Alphabets bewußt gemieden hat.“
0.Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Äquivalenzebenen bei der Übersetzung von George Perecs "La disparition" ein und legt die methodischen Grundlagen dar.
1.La disparition von George Perec: Es werden die Begriffe Literatur und potentielle Literatur definiert und die Besonderheiten von Perecs leipogrammatischem Werk erläutert.
2.Übersetzungtheorien: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Theorien, darunter die Skopostheorie und die These der Unübersetzbarkeit, um ein Grundverständnis für Übersetzungsprozesse zu schaffen.
3. Übersetzungsmethoden: Es werden gängige Übersetzungsmethoden sowie die Unterscheidung zwischen wörtlicher und nicht-wörtlicher Übersetzung diskutiert.
4. Äquivalenz: Hier erfolgt eine theoretische Abgrenzung von Äquivalenz und Adäquatheit sowie die Untersuchung von Äquivalenzforderungen und deren Hierarchisierung.
5. Anwendung auf La disparition: Anhand ausgewählter Beispiele aus dem Original und der Übersetzung wird die praktische Umsetzung unter dem Diktat der formalen Einschränkung analysiert.
6. Schlussbemerkung: Im Fazit wird die Notwendigkeit übersetzerischer Kreativität betont, um bei formal hochgradig eingeschränkten Texten dennoch Textäquivalenz zu erreichen.
Äquivalenz, Übersetzung, George Perec, La disparition, Leipogramm, potentielle Literatur, Übersetzungstheorien, Äquivalenzebenen, formale Einschränkung, Literaturübersetzung, Skopostheorie, Kompensation, Kreativität, Sprachwissenschaft, Übersetzungsmethode.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Übersetzung von George Perecs Roman "La disparition", der durch den vollständigen Verzicht auf den Buchstaben 'e' eine extreme formale Einschränkung aufweist.
Die zentralen Themen umfassen die Übersetzungswissenschaft, das Konzept der "potentiellen Literatur", den Begriff der Äquivalenz sowie die praktische Anwendung und Kompensationsstrategien bei literarischen Zwangsvorgaben.
Ziel ist es zu klären, wie der Übersetzer trotz der strengen formalen Vorgaben eine Äquivalenz zwischen Ausgangstext und Zieltext erreicht und welche Prioritäten er dabei in der Hierarchie der Übersetzungsanforderungen setzt.
Die Analyse stützt sich auf eine Kombination aus übersetzungstheoretischen Modellen (wie die von Koller oder Reiß/Vermeer) und der detaillierten praktischen Untersuchung spezifischer Textstellen im Vergleich zwischen Französisch und Deutsch.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Übersetzens sowie die praktische Analyse von sechs ausgewählten Textbeispielen, an denen die Kompensation formaler und inhaltlicher Verluste aufgezeigt wird.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Äquivalenzebenen, Leipogramm, formale Einschränkung, Kompensation und übersetzerische Kreativität charakterisiert.
Die Autorin untersucht, ob der durch die Zwangsvorgaben entstehende, befremdliche und oft umgangssprachliche Stil im Deutschen gezielt eingesetzt wird, um den Effekt des französischen Originals beizubehalten.
Die formale Form (kein 'e') hat die höchste Priorität beim Übersetzen des Romans. Um diese einzuhalten, müssen semantische oder syntaktische Anpassungen in Kauf genommen werden, da eine direkte Übersetzung oft den verbotenen Buchstaben enthalten würde.
Kreativität ist essenziell, da der Übersetzer ständig neue Wege finden muss, um das Gemeinte auszudrücken, ohne die rigiden, selbst auferlegten Regeln des Autors zu verletzen.
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