Masterarbeit, 2019
93 Seiten, Note: 1,3
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
1. Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Fragestellung und Untersuchungsgegenstand
1.3 Methodik und Vorgehensweise
2. Das SuperheldInnen-Genre
2.1 Geschichte des SuperheldInnen-Comics
2.2 Mediale Ausbreitung
2.3 Genredefinition und Genremerkmale
3. Darstellungen von Gender im SuperheldInnen-Genre
3.1 Weibliche Helden in der Genreentwicklung
3.2 Darstellung von Kleidern und Körpern
3.3 Rollen und Machtverhältnisse
4. Supergirl und die Konstruktion von Gender
4.1 Supergirl im Comic: Old Age zu New Age
4.1.1 Publikationsgeschichte der Supergirl-Comics
4.1.2 Die Geschichte von Supergirl
4.1.3 Darstellung von Kleidern und Körpern
4.1.4 Frauenrollen und Machtverhältnisse
4.2 Supergirl im Fernsehen: Supergirl (2015)
4.2.1 Die Geschichte von Supergirl
4.2.2 Darstellung von Kleidern und Körpern
4.2.3 Frauenrollen und Machtverhältnisse
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion von Gender im SuperheldInnen-Genre und analysiert, wie sich Geschlechterdifferenzen und Genderrollen in Comics und TV-Serien darstellen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Stereotypen und Tropen sowie deren Veränderung über die Zeit, wobei Supergirl als zentrale Fallstudie dient, um die Inszenierung weiblicher Superhelden im Vergleich zu etablierten männlichen Helden zu beleuchten.
2.1 GESCHICHTE DES SUPERHELDINNEN-COMICS
When a hero is needed a hero is born.16
Die Entwicklung des SuperheldInnen-Genres ist eng verknüpft mit der Geschichte seines Ursprungsmediums, dem Comic, in den USA sowie der sozialpolitischen Situation des Landes zu der jeweiligen Zeit. Auch wenn SuperheldInnen in verschiedensten Medien erfolgreich sind, bilden SuperheldInnen-Comics das ‚kreative Zentrum des Genres‘.17 Peter Coogan sieht den Grund dafür in der Art, wie Comics „seamlessly combine intense action, ordinary daily life, and fantastic images”.18 Und ebenso wie die Vorstellung vom Superhelden als „heroic character with an altruistic mission, who possesses superpowers, wears a defining costume, and functions in the ‚real world’ in his or her alter ego”,19 ist auch die Popularität des Comics auf das Phänomen ‚Superman‘ aus dem Jahr 1938 zurückzuführen. Bis zum Ende der 1930er Jahre traten Comics noch nicht in Heft- oder Buchform auf, sondern vor allem als ‚daily comic strips‘ oder Sonntagsbeilagen in Zeitungen.20 Der Zeichner Joe Shuster und der Autor Jerry Siegel waren noch Teenager und versuchten einige Jahre lang erfolglos, ihre Idee von Superman für kurze Comics an Tageszeitungen zu verkaufen. Der neu gegründete Verlag Detective Comics (wurde später zusammen mit den Verlagen All-American Publications und National Periodical Publications zu DC Comics) ging schließlich das Risiko ein, Superman zu einer Titelfigur der ersten Ausgabe ihrer mehrseitigen Heft-Reihe Action Comics zu machen.21 Die Weltwirtschaftskrise wütete zu dieser Zeit seit fast einem Jahrzehnt. Dutzende Millionen von Amerikanern waren arbeitslos und hatten mit ansehen müssen, wie Unternehmen und wirtschaftliche Institutionen zugrunde gingen. Und die Menschen verloren ihr Vertrauen in die zentralen Institutionen ihrer Regierung.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Genderkonstruktion des SuperheldInnen-Genres ein, definiert das Forschungsziel und erläutert die methodische Herangehensweise des Vergleichs.
2. Das SuperheldInnen-Genre: Hier wird die historische Entwicklung des Genres von den Anfängen des Comics bis zur heutigen Multimedialität sowie die grundlegende Definition des Begriffs SuperheldIn dargelegt.
3. Darstellungen von Gender im SuperheldInnen-Genre: Dieses Kapitel untersucht spezifisch die weibliche Rolle in der Genreentwicklung, die visuelle Inszenierung von Körpern und die Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern.
4. Supergirl und die Konstruktion von Gender: Der Hauptteil vergleicht die Genese und Darstellung von Supergirl in verschiedenen Comic-Epochen sowie deren Umsetzung in der TV-Serie hinsichtlich Genderaspekten.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die Entwicklung der Repräsentation weiblicher Figuren im Genre von den Anfängen bis zum heutigen Diskurs.
SuperheldInnen, Genderkonstruktion, Supergirl, Comic-Analyse, Gender-Stereotype, Repräsentation, Feminismus, Comic-Geschichte, Medienwechsel, Machtverhältnisse, Körperinszenierung, Genre, Serialität, Identität, Popkultur.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Darstellung und Konstruktion von Geschlechterrollen im SuperheldInnen-Genre, wobei der Schwerpunkt auf den Medien Comic und Fernsehen liegt.
Zu den Kernbereichen gehören die historische Genese des Superhelden-Genres, die Analyse von Stereotypen in der Darstellung von Körpern und Kleidung sowie die Erforschung von Machtstrukturen zwischen männlichen und weiblichen Charakteren.
Die zentrale Frage ist, wie Geschlechterdifferenzen und Genderrollen dargestellt werden und ob sich die typischen Stereotype und Tropen von den frühen Anfängen des Genres bis zur aktuellen modernen Umsetzung verändert haben.
Die Untersuchung nutzt primär den Vergleich, konkret den diachronen Vergleich (Entwicklung der Supergirl-Geschichte) sowie den intermedialen Vergleich (Comic vs. TV-Serie).
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Figur Supergirl. Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung ihrer Publikationsgeschichte, ihrer visuellen Darstellung (Kostüme, Körper) und der ihr zugewiesenen narrativen Funktionen im Vergleich zu ihrem Cousin Superman.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie SuperheldInnen, Genderkonstruktion, Stereotype, Repräsentation, Feminismus und Medienwechsel treffend beschreiben.
Die Analyse zeigt, dass Supergirl in der TV-Serie eine größere Autonomie und eine "erwachsenere" Persönlichkeit besitzt, während sie in den Comics über Jahrzehnte hinweg stärker bevormundet oder als jugendliche "Nebenfigur" konzipiert wurde.
Das "S"-Symbol wird im Verlauf der Geschichte unterschiedlich interpretiert: Von einem reinen "Super"-Emblem in frühen Comics bis hin zu einem dezidierten Familienwappen, das Karas eigene Herkunft und Ehre repräsentiert, besonders hervorgehoben in der TV-Adaption und jüngeren Comic-Reihen.
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