Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Das deutsche Sozialsystem
2.1 Verpflichtung des Sozialstaates
2.2 Gestaltung und Finanzierung des Sozialsystems
2.2.1 Prinzipien der Sozialversicherung
2.2.2 Krankenversicherung
2.2.3 Pflegeversicherung
2.2.4 Unfallversicherung
2.2.5 Rentenversicherung
2.2.6 Arbeitslosenversicherung
2.2.7 Sozialhilfe
2.3 Schwächen und Herausforderungen
3. Das Bedingungslose Grundeinkommen
3.1 Grundannahmen
3.2 Modelle des bedingungslosen Grundeinkommens
3.2.1 Das Althaus Modell
3.2.2 Das Götz-Werner-Modell
3.2.3 Das Emanzipatorische Grundeinkommen
3.3 Kritische Bewertung der Modelle
4. Resümee
Diese Bachelorarbeit analysiert das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens als potenzielle Antwort auf die strukturellen Defizite und zukünftigen Herausforderungen des aktuellen deutschen Sozialversicherungssystems. Dabei wird untersucht, inwieweit verschiedene Modelle des Grundeinkommens soziale Sicherheit gewährleisten, Armut wirksam bekämpfen und ökonomische Anreize setzen können.
3.2.1 Das Althaus Modell
Der ehemalige CDU Politiker Dieter Althaus hat bereits 2006 einen Entwurf zum Bedingungslosen Grundeinkommen vorgelegt. Das sogenannte Solidarische Bürgergeld orientiert sich an der Idee einer negativen Einkommenssteuer, die bereits in den 1960er Jahren durch Milton Friedman populär wurde. Hierbei handelt es sich um ein Steuerkonzept, bei dem ein Einkommenssteuerbetrag festgelegt wird. Jeder Bürger, der weniger als diesen Betrag verdient, bekommt negative Steuern vom Staat bezuschusst. Je weniger man verdient, desto höher ist die Zuzahlung des Sozialträgers. Verdient man über diese Summe hinaus, zahlt man positive Steuern. In seinem ersten Modell von 2006 hat Althaus ein Grundeinkommen von 600 € + 200 € Gesundheitspauschale vorgeschlagen. Dieses wird mit 50% Steuern ab dem ersten Euro Verdienst besteuert. Ab einem Einkommen von 1.600 € erhält man das kleine Bürgergeld von 200€ + 200 € und einer Transferentzugsrate von 25%. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren erhalten 200 € + 200 €.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung des deutschen Sozialstaats ein und motiviert die Untersuchung des Bedingungslosen Grundeinkommens vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Wandlungsprozesse.
2. Das deutsche Sozialsystem: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise der fünf Säulen der Sozialversicherung, ihre Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie die aktuellen Herausforderungen wie Altersarmut und demografischen Wandel.
3. Das Bedingungslose Grundeinkommen: Hier werden die theoretischen Grundannahmen des Grundeinkommens (gesellschaftspolitisch, ökonomisch, sozialpolitisch) dargelegt und drei spezifische Modelle (Althaus, Götz-Werner, DIE LINKE) im Detail analysiert.
4. Resümee: Das Resümee fasst zusammen, dass kein Modell alle Ziele gleichermaßen erfüllt und eine Umsetzung stark von der politischen Ausrichtung abhängt, während der Diskurs aufgrund anstehender gesellschaftlicher Veränderungen essenziell bleibt.
Bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialstaat, Sozialversicherung, Althaus-Modell, Götz-Werner-Modell, Emanzipatorisches Grundeinkommen, Armut, Armutsfalle, Steuerfinanzierung, Sozialdividende, Arbeitsmarkt, Existenzminimum, Umverteilung, Lohnnebenkosten, Demografischer Wandel
Die Arbeit untersucht das Bedingungslose Grundeinkommen als eine mögliche Reformalternative für das deutsche Sozialversicherungssystem angesichts zunehmender gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen.
Die zentralen Themen umfassen die Stabilität des aktuellen Sozialstaats, die Mechanismen der Armutsbekämpfung, Finanzierungskonzepte für alternative Sozialsysteme und die Auswirkungen auf Arbeitsanreize.
Das Ziel ist die Gegenüberstellung dreier unterschiedlicher Modelle des Grundeinkommens, um deren Potenzial zur Lösung aktueller Probleme wie der Armutsfalle und dem demografischen Wandel zu bewerten.
Es handelt sich um eine deskriptive und vergleichende Analyse auf Basis von Literaturstudien, Modellentwürfen und ökonomischen Argumentationslinien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des deutschen Sozialsystems und eine detaillierte Prüfung dreier Grundeinkommensansätze sowie deren kritische Bewertung hinsichtlich ihrer gesellschaftspolitischen und ökonomischen Auswirkungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Bedingungsloses Grundeinkommen, Sozialversicherung, negative Einkommenssteuer, Armutsbekämpfung und fiskalische Finanzierbarkeit.
Im Gegensatz zu anderen Modellen ersetzt dieses den bestehenden Sozialstaat nicht vollständig, sondern erweitert ihn durch eine Sozialdividende und kombiniert dies mit staatlich regulierenden Arbeitsmarktmaßnahmen wie Mindestlohnerhöhungen.
Die Kritik fokussiert sich vor allem auf die als ungerecht empfundene lineare Besteuerung, die in früheren Modellen Besserverdiener entlastete und die soziale Umverteilung vernachlässigte.
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