Bachelorarbeit, 2017
44 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Elementarisierungsmodell – ein Religionsdidaktischer Ansatz
2.1 Elementare Strukturen – „Der Sache Kern“
2.2 Elementare Erfahrungen – „Vom Sitz im Leben“
2.3 Elementare Zugänge – „Mit den Augen der Kinder und Jugendlichen“
2.4 Elementare Lehr- und Lernformen – „Aktives Lernen und Erfahren“
2.5 Elementare Wahrheiten: Worauf es letztlich ankommt
3. Elementarisierung am Beispiel Lk19,1-10
3.1 Elementare Strukturen
3.2 Elementare Erfahrungen
3.2.1 Erfahrung einer Außenseiterrolle
3.2.2 Betrügen und Stehlen
3.2.3 Beim Namen kennen – Gesehen und wahrgenommen werden
3.2.4 Das äußere Ansehen – Aussehen
3.2.5 Eingeladen werden – Sich einladen
3.2.6 „Heute ist dir Heil geschehen“
3.3 Elementare Wahrheiten
3.4 Elementare Zugänge
4. Elementare Lehr- und Lernformen
4.1 Berücksichtigung des Lehrplans
4.2 Methodische Arbeit mit dem Lego Kurzfilm „Zachäus, der Zöllner“
4.3 Methodische Arbeit mit dem Lied „Zachäus, runter vom Baum!“
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das religionspädagogische Modell der Elementarisierung und dessen praktische Anwendung auf die biblische Erzählung von Jesus und dem Oberzöllner Zachäus (Lk 19,1-10), um kindgerechte Zugänge für den Religionsunterricht in der Grundschule zu entwickeln.
3.1 Elementare Strukturen
Die überaus bekannte Geschichte mit ihrer Situierung in Jericho ist dem „Abschnitt, den man ‚Evangelium der Ausgestoßenen‘ (Lk15-19) genannt hat“, zuzuordnen. Lukas stellt die Geschichte an das Ende des Reiseberichtes Jesu von Galiläa nach Jerusalem. Während sich die unmittelbar vorausgehende Erzählung der Blindenheilung (Lk18,31-43) vor der Stadt Jericho abspielt, kommt es beim Durchzug durch die Stadt zur Begegnung mit Zachäus. In ihrem Inhalt, in dem „wichtige theologische Grundgedanken des Lukas in großer Dichte und Eindringlichkeit zu Tage treten,“ scheint sie „in ihrer narrativen und bildreichen Lebendigkeit (besonders) für eine Vermittlung der Kerninhalte christlicher Verkündigung“ geeignet: Das Gehen, der Reichtum, das Bedürfnis zu sehen, die Umkehrung der Werte, die Begegnung mit Jesus, das Heute des Heils, die Identität und Mission Jesu.
Die Erzählung gehört zum lukanischen Sondergut und findet sich also bei keinem anderen Evangelisten. In den letzten Jahren hat sie unterschiedliche Deutungen erfahren. „Die eine traditionelle Interpretation betont, das dem Zachäus geschenkte Heil und die vom Oberzöllner entsprechend gezogenen Konsequenzen; der anderen von F.Godet begründeten Auslegung geht es um den bislang geringschätzenden moralischen Wert des Helden, der das Recht auf die Heilszusage des Meisters (V 9a) und auf die Anrede <Sohn Abrahams> hat (V 9b).“ Die Zachäusbegegnung ist das letzte Ereignis Jesu auf seiner Etappe nach Jerusalem. Es folgt die Parabel von den anvertrauten Talenten (Lk19,11-27), welche einen Ausblick auf das Thema der Königsherrschaft Jesu gibt, die in Verbindung mit seinem Einzug nach Jerusalem steht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das religionsdidaktische Modell der Elementarisierung ein und verdeutlicht dessen Ziel, schwierige Inhalte für Schüler zugänglich und erfahrbar zu machen.
2. Elementarisierungsmodell – ein Religionsdidaktischer Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die fünf zentralen Dimensionen des Elementarisierungsmodells, die als theoretische Grundlage für die Unterrichtsvorbereitung dienen.
3. Elementarisierung am Beispiel Lk19,1-10: Hier wird das theoretische Modell auf die biblische Geschichte vom Zöllner Zachäus angewendet, um zentrale Strukturen, Erfahrungen und Wahrheiten zu identifizieren.
4. Elementare Lehr- und Lernformen: Dieser Abschnitt stellt konkrete Methoden vor, wie das Thema „Zachäus“ durch Lego-Kurzfilme und Lieder schülergerecht und motivierend im Unterricht bearbeitet werden kann.
5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Bedeutung der Elementarisierung als einen Ansatz, der sowohl für Lehrende als auch für Lernende eine lebensrelevante Auseinandersetzung ermöglicht.
Elementarisierung, Religionsunterricht, Zachäus, Lukas 19,1-10, Religionsdidaktik, Kindertheologie, Außenseiter, Inklusion, Bibel, Grundschule, Jesus, Heil, Ethik, Medien, Kompetenzorientierung.
Die Bachelorarbeit behandelt die religionsdidaktische Methode der Elementarisierung und zeigt auf, wie komplexe biblische Texte, am Beispiel der Erzählung vom Zöllner Zachäus, für Grundschüler verständlich und lebensnah aufbereitet werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verbindung von biblischer Exegese, entwicklungspsychologischen Voraussetzungen von Kindern und der Auswahl geeigneter, aktiver Lehr- und Lernformen.
Ziel ist es, eine didaktische Unterrichtsvorbereitung zu entwerfen, die Schülern hilft, die Einmaligkeit jedes Menschen aus der Perspektive des christlichen Glaubens zu erkennen und in die eigene Lebenswirklichkeit zu integrieren.
Die Arbeit nutzt das religionspädagogische Modell der Elementarisierung nach Friedrich Schweitzer als theoretischen Rahmen, um theologische Inhalte mit der Lebenswelt der Kinder zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in das Elementarisierungsmodell, die fachwissenschaftliche Analyse der Zachäus-Perikope sowie die konkrete methodische Umsetzung durch einen Lego-Trickfilm und ein pädagogisches Lied.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Elementarisierung, Außenseiterrolle, Identifikation, Heil, Inklusion und schülerzentrierte Didaktik charakterisiert.
Die Geschichte ist deshalb besonders geeignet, weil sie Themen wie soziale Ausgrenzung, das Bedürfnis nach Wertschätzung und die lebensverändernde Begegnung mit Jesus aufgreift, die für Grundschüler hochrelevant sind.
Die Arbeit betont, dass Kinder eigene Fragen und Antworten im Bereich des Glaubens einbringen sollen, und der Lehrer diese als Subjekte des Lernprozesses ernst nehmen muss.
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