Bachelorarbeit, 2013
48 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Theorien innerfamilialer Arbeitsteilung
3. Wandel der Männer- und Vaterrolle
3.1 Einstellungen von Männern zu der Männer- und Vaterrolle
3.2 Einstellungen von Frauen zu der Männer- und Vaterrolle
3.3 Soziodemographische und soziostrukturelle Merkmale der modernen Männer
4. Empirische Befunde männlicher Beteiligung an der Familienarbeit
4.1 Beteiligung der Väter an der Kinderbetreuung
4.2 Beteiligung der Männer an der Hausarbeit
4.3 Gerechtigkeitsempfinden und Zufriedenheit mit der Aufgabenteilung zwischen den Partnern
5. Hindernisse für eine aktive Teilnahme an der Familienarbeit
5.1 Hindernisse auf innerfamilialer Ebene
5.2 Hindernisse einer aktive Vaterschaft durch außerfamiliale Bedingungen
5.2.1 Antizipierte Hindernisse aus Sicht der Männer
5.2.2 Einstellungen Vorgesetzter und des betrieblichen Umfeldes
Diese Bachelorarbeit untersucht die Diskrepanz zwischen den egalitären Einstellungen moderner Väter und ihrer tatsächlich geringen Beteiligung an der Familien- und Hausarbeit. Es wird analysiert, welche innerfamilialen sowie außerfamilialen Barrieren eine aktive Vaterschaft verhindern und inwieweit soziale Normen, ökonomische Faktoren und betriebliche Kulturen das Verhalten von Vätern beeinflussen.
3.1 Einstellungen von Männern zu der Männer- und Vaterrolle
Der Vater ist für die befragten Männer der Untersuchung von Pross (1978) „(alleiniger) Ernährer, […] Beschützer der Kinder, stark genug, um sie vor Unbillen zu bewahren und ihnen zugleich so liebevoll zugewandt, daß sie auf ihn als Freund und Kameraden vertrauen können.“ (130). Obwohl sich die Befragten als „verstehender älterer Partner“ ihrer Kinder verstehen, ist für sie die Partnerschaft mit ihrer Frau noch von weit höherer Wichtigkeit, als eigene Kinder zu haben (Pross 1978: 87ff.). Trotz dieser hohen Wertschätzung ihrer Partnerin und der als äußerst wichtig eingeschätzten Partnerschaft befürwortet die Mehrzahl der befragten Männer ein hegemoniales Männlichkeitsbild und versteht den Mann als allumfassend überlegen gegenüber der Frau (Pross 1978: 154). Eine Beteiligung an der Hausarbeit ist für die Männer aus der Untersuchung von Pross (1978) in nur wenigen Fällen nachzuweisen, was sich durch die geringe Wertigkeit dieser erklärt (94f.). Die Kinderbetreuung obliegt vorwiegend der Frau und der Vater ist nicht der verstehende Partner (Pross 1978: 130f.).
Zur besseren Charakterisierung männlicher Einstellungen bilden einige Untersuchungen unterschiedliche Männertypen auf Basis der von Männern getätigten Aussagen bezüglich ihrer Einstellungen zu gewissen Lebensbereichen, wie zum Beispiel Familie, Kinder und Gleichstellung (Vorwerk 2010, Wippermann et al. 2009; Volz und Zulehner 2009; Metz-Göckel und Müller 1986). In all diesen Studien gibt es einen neuen, modernen Typ Mann und den Gegenpol des Konservativen. Metz-Göckel und Müller stellen im Jahr 1986 fest, dass „der Neue Mann noch eine geringe Minderheit“ ist (19). Dem egalitären Mann, der zu der (beruflichen) Förderung seiner Frau auch zulasten eigener Interessen bereit ist, schreiben sie gerade einmal 5 Prozent der 1039 Befragten zu (Metz-Göckel und Müller 1986: 16). Die Einstellung bezüglich der Geschlechterrollen bei den Männern hat sich in 23 Jahren deutlich verändert.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Vaterrolle und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit bei der Beteiligung an der Familienarbeit.
2. Theorien innerfamilialer Arbeitsteilung: Dieses Kapitel führt zentrale soziologische und ökonomische Theorien ein, wie den Geschlechtsrollenansatz und die New Home Economics Theory, um die Verteilung von Hausarbeit zu erklären.
3. Wandel der Männer- und Vaterrolle: Es wird die historische Entwicklung der Vaterrolle aufgezeigt und verschiedene Männertypen wie der moderne oder der konservative Mann definiert und charakterisiert.
4. Empirische Befunde männlicher Beteiligung an der Familienarbeit: Das Kapitel vergleicht die tatsächliche Beteiligung von Vätern an Kinderbetreuung und Hausarbeit mit den theoretisch formulierten Einstellungen.
5. Hindernisse für eine aktive Teilnahme an der Familienarbeit: Eine detaillierte Analyse der innerfamilialen und außerfamilialen Faktoren, welche Männer von einer stärkeren Beteiligung an Familienaufgaben abhalten.
Vaterschaft, Familienarbeit, Geschlechterrollen, Hausarbeit, Elterngeld, Kinderbetreuung, Arbeitszeitreduzierung, innerfamiliale Arbeitsteilung, Geschlechtsrollenansatz, Unternehmenskultur, Ressourcen- und Austauschtheorie, moderner Mann, Rollenbilder, Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Die Arbeit befasst sich mit der Diskrepanz zwischen der gestiegenen Akzeptanz einer aktiven Vaterrolle in der Gesellschaft und der tatsächlichen, häufig noch traditionellen Aufteilung von Hausarbeit und Kinderbetreuung.
Zentrale Felder sind der historische Wandel der Vaterrolle, die Typologie moderner Männer, empirische Daten zur Zeitverwendung in Haushalten sowie die Identifikation von Barrieren, die Väter bei der Familienarbeit hemmen.
Das Ziel ist es, die Gründe für das Missverhältnis zwischen den egalitären Einstellungen von Paaren und ihrem realen Verhalten im Familienalltag sowie im Beruf aufzudecken.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene soziologische Studien und empirische Daten (wie Zeitbudgeterhebungen und Familienberichte) auswertet.
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung der Arbeitsteilung über die Beschreibung des modernen Männertypus bis hin zur detaillierten Untersuchung von Barrieren auf betrieblicher und familiärer Ebene.
Schlüsselwörter sind unter anderem Vaterschaft, Geschlechterrollen, Familienarbeit, Elterngeld und Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Die Arbeit identifiziert komplexe Barrieren, darunter ökonomische Zwänge (höheres Einkommen des Mannes), betriebliche Vollzeitmentalitäten und die Erwartungen der Partnerin, die oft männliche Attribute bevorzugt.
Ja, die Arbeit zeigt, dass Vorgesetzte und Kollegen die Arbeitszeitreduzierung von Männern oft kritisch bewerten, was bei Vätern die Angst vor dem Karriereknick schürt und die Inanspruchnahme von Elternzeit erschwert.
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