Bachelorarbeit, 2019
46 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung: Historie des Geldes
1.1 Relevanz
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung und Ergebnisse
1.4 Aufbau
2. Eigenschaften von Kryptowährungen
2.1 Die Technologie der Blockchain
2.2 Einordnung von Kryptowährungen in den Geldkontext
3. Die Europäische Zentralbank
3.1 Die Währungshoheit der EZB
3.2 Das vorrangige Ziel der Preisstabilität
3.3 Transmissionsmechanismus der Geldpolitik
4. Die potentiellen Auswirkungen von Kryptowährungen auf die Währungshoheit
4.1 Zunehmende Etablierung des Bitcoins als Währung
4.1.1 Auswirkung des Bitcoins als Zahlungsmittel
4.1.2 Auswirkung des Bitcoins als Reservewährung
4.2 Verlust an Einflussnahme der EZB auf die Realwirtschaft
4.3 Mögliche Reaktionen der EZB zur Sicherung der Währungshoheit
5. Fazit: Ein Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die theoretischen und praktischen Gefahren, die von Kryptowährungen – mit Fokus auf den Bitcoin – für die Währungshoheit der Europäischen Zentralbank (EZB) im Euroraum ausgehen könnten. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit Kryptowährungen eine Bedrohung für das bestehende monetäre System darstellen und welche Reaktionen seitens der EZB in diesem Kontext möglich sind.
2.1 Die Technologie der Blockchain
„Blockchains sind fälschungssichere, verteilte Datenstrukturen, in denen Transaktionen in der Zeitfolge protokolliert, nachvollziehbar, unveränderlich und ohne zentrale Instanz abgebildet sind. Mit der Blockchain-Technologie lassen sich Eigentumsverhältnisse direkter und effizienter als bislang sichern und regeln, da eine lückenlose und unveränderliche Datenaufzeichnung hierfür die Grundlage schafft“.16
Die Blockchain ist die Technologie, auf der der Bitcoin basiert. Der Bitcoin und damit auch die Technologie der Blockchain wurde 2009 als Open-Source-Projekt17 von einer Person mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto veröffentlicht18. Ein Jahr zuvor beschrieb Satoshi Nakamoto die Dringlichkeit und die Funktionsweise seines Projektes in dem Bericht „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“.
1. Einleitung: Historie des Geldes: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Geldentwicklung von Tauschhandel über Edelmetalle bis hin zum Papiergeld und etabliert so den Kontext für private Währungen.
2. Eigenschaften von Kryptowährungen: Hier werden die Blockchain-Technologie sowie die Einordnung von Kryptowährungen als virtuelle Währungen und ihre Abgrenzung zum klassischen Geldbegriff untersucht.
3. Die Europäische Zentralbank: Dieses Kapitel erläutert die Strukturen der EZB, ihre rechtliche Währungshoheit, das Ziel der Preisstabilität und den geldpolitischen Transmissionsmechanismus.
4. Die potentiellen Auswirkungen von Kryptowährungen auf die Währungshoheit: Das Kernkapitel analysiert das Gefahrenpotenzial von Bitcoin als Zahlungsmittel und Reservewährung sowie die Auswirkungen auf die geldpolitische Einflussnahme der EZB und mögliche regulatorische Gegenmaßnahmen.
5. Fazit: Ein Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Kryptowährungen aktuell keine akute Bedrohung für die EZB darstellen, diskutiert jedoch zukünftige Entwicklungen und die Lernfähigkeit des Systems.
Kryptowährungen, Bitcoin, Blockchain, Europäische Zentralbank, EZB, Währungshoheit, Geldpolitik, Preisstabilität, Transmissionsmechanismus, Finanzstabilität, Geldmenge, Digitalisierung, Regulierung, Reservewährung, FIAT-Währung.
Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit Kryptowährungen, insbesondere der Bitcoin, eine Gefahr für die Währungshoheit der EZB im Euroraum darstellen.
Zentrale Felder sind die technologischen Grundlagen der Blockchain, die geldpolitische Rolle der EZB und die ökonomische Einordnung von Krypto-Assets im Vergleich zu staatlichen Währungen.
Das Ziel ist die Identifizierung und realistische Einschätzung der Risiken, die von einer zunehmenden Akzeptanz von Kryptowährungen für die EZB und ihre Steuerungsmöglichkeiten der Realwirtschaft ausgehen.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die aktuelle Publikationen, Berichte von Aufsichtsbehörden und wirtschaftswissenschaftliche Modelle zur Bewertung der Preisstabilität und Geldmengensteuerung nutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Basis (Blockchain), die Funktionsweise der EZB, eine detaillierte Auswirkungsanalyse (Zahlungsmittel, Reservewährung) sowie eine Erörterung möglicher Regulierungsstrategien.
Wesentliche Begriffe sind Währungshoheit, EZB, Kryptowährungen, Blockchain, Geldmengensteuerung, Transmissionsmechanismus und Preisstabilität.
Bitcoin gilt als die erste und nach Marktkapitalisierung stärkste Kryptowährung und dient daher als repräsentatives Modell für die gesamte Anlageklasse der Krypto-Assets.
Venezuela verdeutlicht, wie Kryptowährungen in extremen wirtschaftlichen Krisensituationen, in denen das Vertrauen in die staatliche Währung verloren geht, sehr schnell zur wichtigen Parallelwährung aufsteigen können.
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