Fachbuch, 2020
82 Seiten
1 Einführung
1.1 Ausgangslage
1.2 Ziel der vorliegenden Arbeit
1.3 Aufbau der vorliegenden Arbeit
2 Konzeptionelle Grundlagen
2.1 Retail Banking
2.2 Digitalisierung
3 Empirische Untersuchung
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Auswertung und Analyse der Ergebnisse
4 Handlungsempfehlungen
4.1 Einfach und intuitiv – der neue Prozess
4.2 Gewinnung neuer Produktfelder zur Erhaltung der Bank
4.3 Die Erfolgsfaktoren zum Banking 3.0
5 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Retail Banking und analysiert, wie Banken durch technologische Innovationen ihre Wettbewerbsfähigkeit sowie die Kundenbeziehung langfristig sichern können. Auf Basis einer Literaturanalyse und einer empirischen Kundenbefragung wird erforscht, welche digitalen Trends von Kunden präferiert werden, um daraus praxisnahe Handlungsempfehlungen für Kreditinstitute abzuleiten.
2.2.3.2.2 Best Practice: Netflix statt Videothek
Netflix hat es zum weltweiten Marktführer im Videostreaming geschafft. Dabei hat Netflix diesen Aufstieg der grundlegenden Veränderung des Geschäftsmodells vom Versandverleih zum Streamingportal zu verdanken. Zunächst konnte sich das Unternehmen durch die, auf künstlicher Intelligenz basierende, dynamische Streaming-Qualität am Markt etablieren. Netflix ermöglichte es so, unabhängig der Internetbandbreite des Kunden ein optimales Filmerlebnis nach Hause zu bringen (vgl. Gentsch 2018, S. 77). Dieser Aufstieg bzw. Transformationsprozess und das damit verbundene Aussterben von stationären Videotheken sollte auch andere Branchen auf die Digitalisierung aufmerksam machen (vgl. Smolinski / Gerdes 2017, S. 43). Der Rückgang der klassischen Videothek vor Ort ist der folgenden Abbildung zu entnehmen:
2008 war erstmalig ein massiver Rückgang von Videotheken zu verzeichnen, welcher sich als Trend zu erkennen gab. Vergleicht man hiermit die Anzahl an Videotheken mit dem Jahr 2017, ist zu sehen, dass knapp 10% der Videotheken überlebt haben. Ein Zusammenhang mit der Bankenbranche und dem Filialgeschäft ist in Kapitel 4.1 zu überprüfen. Netflix nutzte diesen Trend und erkannte schnell dessen Potenzial. Der Online-Dienst zum Abspielen (engl. Streamen) von Filmen und Serien entstand. Neben dem ursprünglichen Kundenbedürfnis „Streaming“, erkannte es Netflix auch, den Kunden in seinem Alltag zu begleiten. Dem Kunden wurden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz passgenaue Inhalte für sein Filmerlebnis vorgeschlagen (vgl. Gentsch 2018, S. 69). Ausgangspunkt hierfür ist ein erstelltes Kundenprofil, welches durch Erfahrungswerte und dem Verhalten anderer Kunden individuelle Empfehlungen aussprechen kann (vgl. Getnsch 2018, S. 14). Das System soll also verstehen, was der Kunde möchte (vgl. Gentsch 2018, S. 94).
1 Einführung: Diese Einleitung legt den Grundstein, indem sie den Margendruck im Bankensektor und das geänderte Kundenverhalten als Ausgangslage für die Notwendigkeit digitaler Innovationen beschreibt.
2 Konzeptionelle Grundlagen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Basisbegriffe wie Retail Banking, Digitalisierung, Big Data und Künstliche Intelligenz definiert sowie Best-Practice-Beispiele aus anderen Branchen untersucht.
3 Empirische Untersuchung: Das Kapitel beschreibt das Design der Online-Befragung sowie die Analyse der gewonnenen Daten bezüglich des Kundenverhaltens und der Akzeptanz neuer Banking-Innovationen.
4 Handlungsempfehlungen: Hier werden konkrete Strategien wie die Einführung eines „All-in-One Kontos“ und die Implementierung intelligenter Prozesse wie der Fotoüberweisung zur Stärkung der Kundenbindung entwickelt.
5 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit für Banken, den digitalen Wandel aktiv als Chance zur langfristigen Kundenbeziehung zu nutzen.
Digitalisierung, Retail Banking, Künstliche Intelligenz, Mobile Payment, Kundenbeziehung, All-in-One Konto, Online Banking, Big Data, Filialgeschäft, Bankenbranche, FinTech, Fotoüberweisung, Kundenzufriedenheit, Innovation, Prozessoptimierung
Die Arbeit analysiert, wie Banken durch die Digitalisierung und den Einsatz moderner Technologien wie Künstlicher Intelligenz den gestiegenen Anforderungen ihrer Privatkunden gerecht werden können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Transformation des klassischen Retail Bankings, der Bedeutung von Kundenzufriedenheit, der Implementierung digitaler Services und der Entwicklung neuer, effizienterer Geschäftsmodelle für Kreditinstitute.
Das Ziel ist es herauszufinden, welche digitalen Innovationen Kunden sich wünschen und wie Banken diese Erkenntnisse nutzen können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit durch einfachere und kundenorientiertere Prozesse zu sichern.
Es wurde eine quantitative Online-Befragung mit insgesamt 777 Teilnehmern durchgeführt, um Hypothesen über das Kundenverhalten und die Akzeptanz spezifischer Innovationen statistisch zu überprüfen.
Neben theoretischen Grundlagen zu Banking-Konzepten und Technologietrends analysiert der Hauptteil empirische Daten zu Nutzungsgewohnheiten und bewertet die Akzeptanz spezifischer Ideen wie Sprachsteuerung, intelligentes Tanken und ein integriertes Kontomodell.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Digitalisierung, Banking 3.0, Kundenorientierung, Künstliche Intelligenz und effiziente Produktgestaltung definieren.
Die Studie zeigt, dass jüngere Kunden deutlich affiner gegenüber digitalen Neuerungen sind, während ältere Generationen dem Einsatz von Technologien wie Sprachassistenten im Finanzbereich skeptischer gegenüberstehen.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Bedeutung der physischen Filiale mit persönlichem Berater kontinuierlich abnimmt, da der moderne Kunde zunehmend Wert auf Schnelligkeit, Flexibilität und digitale Unabhängigkeit legt.
Es dient als vereinfachtes Basisprodukt, das Girokonto, Sparkonto und Kredit in einer einzigen Lösung vereint, was dem Wunsch des Kunden nach einer unkomplizierten, intuitiven Kontoführung entgegenkommt.
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