Fachbuch, 2020
103 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit und Leitfragen
1.3 Übersicht über die Arbeit
2 Theoretischer Teil
2.1 Grundlagen
2.1.1 Definition der Begriffe Lüge und Wirklichkeit
2.1.2 Definition und Einführung zum Fachkräftemangel
2.2 Ursachen und Quellen für Disparitäten am Fachkräftemarkt
2.2.1 Angebotsseite
2.2.1.1 Mengenaspekte
2.2.1.2 Verhaltensaspekte
2.2.1.3 Qualitätsaspekte
2.2.2 Nachfrageseite
2.2.2.1 Wirtschaftliches Umfeld
2.2.2.2 Technologischer Wandel
2.2.2.3 Politik und Verhalten von Unternehmen
2.2.3 Mismatch-Problematik
2.3 Messansätze zur Ermittlung von Disparitäten am Fachkräftemarkt
2.3.1 Gängige Engpassindikatoren und deren Aussagekraft
2.3.1.1 Arbeitslosenquote
2.3.1.2 Offene Stellen und Vakanzzeiten
2.3.1.3 Lohnentwicklung
2.3.2 Ansätze ausgewählter Studien
2.3.3 IHK Fachkräftemonitor und BA Fachkräfteengpassanalyse
2.3.3.1 IHK Fachkräftemonitor
2.3.3.2 BA Fachkräfteengpassanalyse
2.4 Ausmaß und Verbreitung von Disparitäten am Fachkräftemarkt
2.4.1 Betroffene Branchen und Wirtschaftszweige
2.4.2 Betroffene Berufe und Berufsgruppen
2.4.3 Betroffene Regionen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Überblick über die Ausgangssituation im Gesundheits- und Handwerksbereich
3.2 Untersuchungsdesign zur Ermittlung der Fachkräftesituation
3.2.1 Sekundärforschung
3.2.2 Primärforschung
3.3 Datengrundlage
3.3.1 Sekundärforschung
3.3.2 Primärforschung
3.4 Vorgehen im Rahmen der Durchführung und Auswertung
3.4.1 Sekundärforschung
3.4.2 Primärforschung
3.4.2.1 Hintergrund und Zielsetzung
3.4.2.2 Operationalisierung
3.4.2.3 Interviewleitfaden: Aufbau und Inhalt
3.4.2.3.1 Stellenbesetzung
3.4.2.3.2 Arbeitskräfte – und Qualifizierungsbedarf
3.4.2.3.3 Strategien zur Personalgewinnung
3.4.2.4 Auswertung
4 Ergebnisse
4.1 Ergebnisse der Sekundärforschung
4.1.1 Fachkräftesituation im Gesundheitsbereich
4.1.1.1 Daten und Entwicklung
4.1.1.2 Vakanzzeit und Arbeitslose-Stellen-Relation
4.1.1.3 Gehaltsentwicklung
4.1.2 Fachkräftesituation im Handwerksbereich
4.1.2.1 Überblick zur Entwicklung
4.1.2.2 Vakanzzeit und Arbeitslose-Stellen-Relation
4.1.2.3 Gehaltsentwicklung
4.2 Ergebnisse der Primärforschung
4.2.1 Gesamtdarstellung der Ergebnisse
4.2.2 Dimension - Stellenbesetzung
4.2.3 Dimension - Arbeitskräfte- und Qualifizierungsbedarf
4.2.4 Dimension - Strategien zur Personalgewinnung
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Qualität des eigenen Vorgehens und des Datenbestandes
5.3 Ausblick und Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu analysieren, ob und in welchem Ausmaß ein Fachkräftemangel in ausgewählten Berufen des Gesundheits- und Handwerkssektors in Deutschland existiert und wie dieser differenziert bewertet werden kann.
2.1.1 Definition der Begriffe Lüge und Wirklichkeit
Unter einer Lüge wird eine "bewusst falsche, auf Täuschung angelegte Aussage“ bzw. eine „absichtlich, wissentlich geäußerte Unwahrheit" verstanden. Wesentliche Voraussetzungen für eine Lüge ist also eine Täuschungsabsicht und eine bewusst geäußerte Unwahrheit. Eine Täuschungsabsicht liegt typischerweise vor, falls eine Person einen Sachverhalt behauptet, von dessen Falschheit er selbst überzeugt ist. Doch wie ist eine Situation einzuschätzen, bei der z.B. in einer Verhandlung nur positive Eigenschaften hervorgehoben werden und Nachteile nicht angesprochen oder verschwiegen werden? Erfüllt das Wecken von falschen Vorstellungen und Erwartungen bei der Gegenpartei bereits den Tatbestand einer Lüge? Hier ist entscheidend, ob Unwahrheiten mit dem Ziel der Täuschung absichtlich geäußert werden. Die Lüge geht über das Ausnutzen falscher Vorstellungen und Erwartungen bei der Gegenpartei hinaus und erfordert die absichtliche Äußerung der Unwahrheit.
Der Begriff Wirklichkeit hingegen wird alltagssprachlich dazu verwendet, um Dinge und Sachverhalte zu kennzeichnen, die von Menschen als „wahr“ und „tatsächlich gegeben“ erachtet werden. Jedoch was ist „wahr“ und „tatsächlich gegeben“ und werden verschiedene Individuen bei gleicher Sachlage immer die gleichen Schlussfolgerungen ziehen? Zur Beantwortung dieser Frage soll kurz auf die Gedanken und Erkenntnisse des Konstruktivismus eingegangen werden.
Forschungsgegenstand des Konstruktivismus ist, „wie unser Gehirn die Wirklichkeit konstruiert und welche Auswirkungen dies auf unser Denken, Fühlen und Handeln hat“.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Fachkräftemangels in Deutschland ein, formuliert die zentralen Leitfragen und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert begriffliche Grundlagen, analysiert Einflussgrößen auf Angebot und Nachfrage sowie Methoden zur Messung von Disparitäten am Fachkräftemarkt.
3 Methodisches Vorgehen: Hier wird der methodische Ansatz der Kombination aus Sekundär- und Primärforschung beschrieben, einschließlich der Datengrundlagen und der Operationalisierung der Experteninterviews.
4 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Resultate der Sekundäranalyse statistischer Daten für die Gesundheits- und Handwerksberufe sowie die Erkenntnisse aus den durchgeführten Experteninterviews.
5 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse interpretiert, die Qualität des methodischen Vorgehens kritisch hinterfragt sowie ein Fazit zur Fachkräftesituation und ein Ausblick für weitere Forschungen gegeben.
Fachkräftemangel, Arbeitsmarkt, Gesundheitswesen, Handwerk, Engpassanalyse, Vakanzzeiten, Arbeitslosenquote, Demografischer Wandel, Fachkräfte, Expertenbefragung, Sekundärforschung, Mismatch, Lohnentwicklung, Qualifikationsbedarf, Arbeitsmarktstatistik.
Die Arbeit untersucht, ob und inwieweit in Deutschland ein tatsächlicher Fachkräftemangel in spezifischen Bereichen des Gesundheitswesens und des Handwerks existiert.
Die zentralen Themen sind die Definition und Abgrenzung des Fachkräftemangels, die Analyse von Arbeitsmarktindikatoren sowie die Auswirkungen von demografischem und technologischem Wandel.
Das Ziel ist es, die Aussage zum Fachkräftemangel durch eine quantitative Datenanalyse und Expertenbefragungen differenziert zu betrachten, anstatt undifferenzierte mediale Behauptungen zu übernehmen.
Es wird ein kombinierter methodischer Ansatz angewandt: eine quantitative Sekundäranalyse bestehender Arbeitsmarktstatistiken sowie eine qualitative Primärforschung in Form von Experteninterviews.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, der methodischen Vorgehensweise bei der Datenanalyse und der detaillierten Darstellung der Ergebnisse für die ausgewählten Berufsgruppen.
Wichtige Begriffe sind Fachkräftemangel, Engpassindikatoren, Arbeitsmarkt, Mismatch-Problematik, Qualifikation und demografischer Wandel.
Der demografische Wandel wird als ein wesentlicher Treiber für die künftige Verknappung des Arbeitskräfteangebots identifiziert und beeinflusst maßgeblich die Prognosen zur Fachkräftesituation.
Die Autoren stellen fest, dass selbst innerhalb von Berufshauptgruppen, die einen Engpass aufweisen, einzelne Untergruppen keinen Mangel zeigen, was eine pauschale Bewertung als wenig zielführend entlarvt.
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