Fachbuch, 2020
94 Seiten
1 Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Problemstellung
1.3 Forschungsfrage
1.4 Methode
1.5 Aufbau der Arbeit
2 Definition und Eigenschaften
2.1 Definition der Anforderung
2.2 Anforderungsarten nach Pohl
2.3 Anforderungsarten nach Young
2.4 Definition des Anforderungsmanagements
3 Klassische Methoden
3.1 ISO/IEC 12207
3.2 RE in verschiedenen klassischen Vorgehensmodellen
4 Agile Methoden
4.1 Scrum
4.2 Weitere agile Methoden des Requirements Engineering
4.3 Zusammenfassung klassische und agile Methoden im RE
5 Hybride Methoden
5.1 Agil und Wasserfall
5.2 Agil und RUP
6 Leitfadengestütztes Experteninterview
6.1 Zielsetzung
6.2 Auswahl Interviewpartner
6.3 Durchführung der Interviews
6.4 Interview Leitfaden
6.5 Aufbereitung und Auswertung des Interviewmaterials
6.6 Ergebnispräsentation
7 Reflexion und Fazit
7.1 Zusammenfassung
7.2 Fazit und Beantwortung der Forschungsfrage
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen klassischen und agilen Methoden im Requirements Engineering bei IT-Projekten. Das primäre Ziel ist der Vergleich dieser Ansätze, um auf Basis einer Literaturrecherche und Experteninterviews effiziente Methoden zur Gewährleistung einer hohen Anforderungsqualität und eines angemessenen Reifegrades zu identifizieren.
4.1.6 Scrum schafft Transparenz
Scrum schafft durch klare Kommunikationsstrukturen, Fokussierung auf Arbeitspakete und einen überschaubaren zeitlichen Horizont Transparenz über die zu leistende Arbeit. Auch die Tatsache, dass Aufwandschätzungen für die Entwicklung eines Teilprodukts gemeinsam getroffen werden, dient als gute Messlatte ob Product Owner und Team die gleiche Vorstellung von den Anforderungen haben. In der Praxis zeigte sich, dass, wenn diese Schätzungen weit auseinander lagen, in der Regel die Anforderungen nicht klar genug beschrieben war. Für das Team liegt der Vorteil der Transparenz darin, dass sie sich sicher sein können, an den jeweils wichtigsten und dringlichsten Aufgaben zu arbeiten. Außerdem senken die regelmäßigen Meetings die „geistigen Rüstzeiten“ und verhindern Unterbrechungen, wodurch eine deutliche Steigerung der Produktivität und eine Senkung der persönlich empfundenen Beanspruchung verbunden ist.
1 Einleitung: Dieses Kapitel legt den Grundstein der Arbeit durch die Problemstellung, die zentrale Forschungsfrage und die methodische Vorgehensweise.
2 Definition und Eigenschaften: Hier werden grundlegende Fachbegriffe wie Anforderungsarten und der Prozess des Anforderungsmanagements definiert, um ein einheitliches Verständnis sicherzustellen.
3 Klassische Methoden: Das Kapitel behandelt etablierte Vorgehensmodelle wie das Wasserfall- oder V-Modell und deren Anwendung im klassischen Anforderungsmanagement.
4 Agile Methoden: Der Fokus liegt auf agilen Praktiken, insbesondere Scrum, deren Prinzipien sowie den damit verbundenen Rollen, Aktivitäten und Herausforderungen.
5 Hybride Methoden: Dieses Kapitel erläutert, wie durch die Kombination klassischer und agiler Ansätze versucht wird, Stärken beider Welten zu vereinen.
6 Leitfadengestütztes Experteninterview: Hier wird die Methodik der empirischen Erhebung beschrieben, die Auswahl der Interviewpartner begründet und die Ergebnisse der Expertenbefragungen präsentiert.
7 Reflexion und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage auf Basis der Literatur und der Interviews.
Requirements Engineering, Agilität, Scrum, klassische Methoden, hybride Ansätze, Anforderungsmanagement, IT-Projekte, Softwareentwicklung, Experteninterviews, Qualität, Reifegrad, Prozessmodell, Anforderungsanalyse, Projektmanagement, Flexibilität
Die Publikation befasst sich mit der Frage, ob klassische oder agile Methoden im Requirements Engineering bei IT-Projekten effizienter sind, um hochwertige Anforderungen zu definieren.
Zentral sind der Vergleich zwischen klassischen Wasserfall-basierten Ansätzen und agilen Methoden (wie Scrum), die Rolle des Anforderungsmanagements sowie die Untersuchung hybrider Ansätze.
Die Forschungsfrage lautet, welche Vorgehensweisen – agil oder klassisch – am effizientesten sind, um eine hohe Qualität bzw. einen hohen Reifegrad der Requirements in Softwareprojekten zu gewährleisten.
Die Autorin nutzt einen zweistufigen Ansatz: Zunächst erfolgt eine tiefgehende Literaturrecherche, gefolgt von einer qualitativen Erhebung in Form von leitfadengestützten Experteninterviews mit fünf Fachpersonen aus dem IT-Umfeld.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung klassischer und agiler Methoden, die Vorstellung hybrider Lösungsansätze sowie die Durchführung, Auswertung und Darstellung der empirischen Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind Requirements Engineering, Agilität, klassische Methoden, hybride Ansätze, Scrum, Anforderungsmanagement und IT-Projektmanagement.
Alle befragten Experten bewerteten den Einsatz hybrider Methoden im Requirements Engineering positiv, da sie diese als pragmatischen Weg sehen, die Stärken beider Welten – Planungssicherheit und Flexibilität – zu kombinieren.
Die Mehrheit der Interviewten verortet agile Methoden in der österreichischen Softwareindustrie aktuell auf dem "Gipfel der überzogenen Erwartungen", während andere bereits Ansätze in Richtung des "Plateaus der Produktivität" sehen.
Eine zentrale Herausforderung ist die Mindset-Veränderung in der Organisation sowie das Training der Mitarbeiter, da agile Arbeit oft als kultureller Bruch mit traditionellen, hierarchischen Strukturen wahrgenommen wird.
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