Masterarbeit, 2020
120 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Methodik
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Relevante Begriffe
2.2 Aktueller Forschungsstand
2.2.1 Narzissmus
2.2.2 Machiavellismus
2.2.3 Psychopathie
2.2.4 Die dunkle Triade
2.3 Relevante Forschungslücken zur Dunklen Triade
2.4 Schlussfolgerungen aus der Literaturarbeit
3 Methodische Vorgehensweise
3.1 Literaturrecherche
3.2 Grundgesamtheit und Stichprobe
3.3 Aufbau und Inhalt des Fragebogens
3.4 Online-Befragung und Plattform
3.5 Short D3 - Das verwendete Instrument
3.6 Statistische Methoden und Analysen
4 Ergebnisse
4.1 Fehlende Werte
4.2 Soziodemografische Daten
4.2.1 Berufszugehörigkeit
4.2.2 Geschlecht
4.2.3 Ergebnisse Alter
4.3 Explorative Faktorenanalyse
4.3.1 Faktorenanalyse Narzissmus
4.3.2 Faktorenanalyse Machiavellismus
4.3.3 Faktorenanalyse Psychopathie
4.3.4 Übersicht über die gebildeten Faktoren
4.4 Itemanalyse
4.4.1 Kennwerte des Merkmals Narzissmus
4.4.2 Kennwerte des Merkmals Machiavellismus
4.4.3 Kennwerte des Merkmals Psychopathie
4.5 T-Tests
4.5.1 T-Test für Narzissmus
4.5.2 T-Test für Machiavellismus
4.5.3 T-Test für Psychopathie
4.5.4 T-Tests nach Alter und Berufsgruppenzugehörigkeit
5 Diskussion
5.1 Chancen und Probleme der Fragestellung
5.2 Interpretation der Ergebnisse
5.2.1 Interpretation der soziodemografischen Ergebnisse
5.2.2 Interpretation der explorativen Faktorenanalyse
5.2.3 Interpretation der Itemanalyse
5.2.4 Interpretation der T-Tests
5.3 Praktische Implikationen
5.4 Kritische Reflexion und Limitation der Arbeit
6 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, ob Beschäftigte im deutschen Rettungsdienst im Vergleich zur Normalbevölkerung eine signifikant höhere Ausprägung von Persönlichkeitsmerkmalen der sogenannten Dunklen Triade (Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie) aufweisen und welche Auswirkungen dies auf die Organisation haben kann.
Die Rolle von Merkmalen der sog. Dunklen Triade im Rettungsdienst
Die vorbezeichnete Arbeit untersuchte die Rolle von Merkmalen der sog. Dunklen Triade (siehe Kapitel 2) als potenzielle Faktoren, die neben Wut, allgemeiner Aggression, Impulsivität und Zuschreibungen bösartiger Fahrabsichten zum selbstberichteten aggressiven Fahren beitragen. Dies könnte gerade im Kontext dieser Arbeit für den Rettungsdienst interessant sein. Sowohl die Gefährdung der Öffentlichkeit und der Mitfahrenden, als auch immense Sachschäden (z.B. durch riskantes Fahren) und das Image des Berufs würde negativ beeinflusst werden.
Zweitens: Bestimmte Eigenschaften sind hilfreich für bestimmte Tätigkeiten, z.B. auch in heiklen Situation einen kühlen Kopf zu bewahren, wäre im Rettungsdienst äußerst hilfreich. Dazu gehören auch Situationen, die als starke Belastung erlebt werden können. Drittens: Persönlichkeitsstrukturen werden im Rahmen einer organisationalen Gravitation durch das berufliche Umfeld mit beeinflusst, d.h. wenn man davon ausgeht, dass das besondere Arbeitsumfeld Rettungsdienst Menschen mit besonderen Merkmalen anzieht, beeinflussen diese sich wechselseitig. Außerdem findet nach dieser Vorstellung durch die beruflich Tätigkeit an sich eine Einflussnahme auf das Individuum statt. Das besondere Umfeld bzw. die besondere Tätigkeit kann durch die verschiedenen, stark wechselnden Szenarien erklärt werden, z.B. Notfall im Rotlichtmilieu, schwerer Verkehrsunfall bei Starkregen, Kollaps einer prominenten Person, Herzinfarkt in einer Großfabrik, Schnupfen bei einem 25-jährigen Mann ohne relevante medizinische Vorgeschichte, der gerade von zu Hause ausgezogen ist u.v.m.
1 Einleitung: Vermittlung der Problemstellung, Relevanz und Forschungsfrage sowie Überblick über den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretischer Hintergrund: Erläuterung relevanter Begriffe wie Persönlichkeit und der Dunklen Triade sowie Darstellung des aktuellen Forschungsstands.
3 Methodische Vorgehensweise: Beschreibung der quantitativen Pilot-Studie, Datenerhebung mittels Online-Fragebogen und verwendeter statistischer Verfahren.
4 Ergebnisse: Auswertung der soziodemografischen Daten sowie Darstellung der Faktorenanalyse, Itemanalyse und durchgeführter T-Tests.
5 Diskussion: Interpretation der Ergebnisse, Reflexion der Chancen und Risiken sowie Diskussion der praktischen Implikationen für den Rettungsdienst.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Untersuchung und Empfehlungen für zukünftige Forschungsarbeiten und die organisatorische Praxis.
Dunkle Triade, Rettungsdienst, Persönlichkeitsmerkmale, Psychopathie, Machiavellismus, Narzissmus, kontraproduktives Arbeitsverhalten, Aggression, organisationale Sozialisation, Führung, Arbeitsplatz, Stressresistenz, Mitarbeiterdiagnostik, Eignungsdiagnostik, Job-Performance.
Die Arbeit untersucht die Persönlichkeitsmerkmale von Beschäftigten im Rettungsdienst der Bundesrepublik Deutschland im Hinblick auf das Konzept der Dunklen Triade (Narzissmus, Machiavellismus, Psychopathie) und deren mögliche Auswirkungen auf das Arbeitsverhalten.
Die Studie verknüpft Persönlichkeitspsychologie mit Arbeits- und Organisationspsychologie und untersucht, wie spezifische Traits (Eigenschaften) mit beruflicher Leistung, Führung und kontraproduktivem Arbeitsverhalten in einem sicherheitsrelevanten Bereich wie dem Rettungsdienst korrelieren.
Die Forschungsfrage lautet: Weisen Beschäftigte im deutschsprachigen Rettungsdienst im Vergleich zur Normalbevölkerung sozialunverträglichere Persönlichkeitsmerkmale im Sinne der sogenannten Dunklen Triade auf?
Es handelt sich um eine empirische, primäranalytische Pilot-Studie im multizentrischen Querschnittsdesign. Die Datenerhebung erfolgte quantitativ via Online-Fragebogen (Short D3-Skala), die statistische Auswertung mittels IBM SPSS Statistics 25 unter Anwendung von Faktorenanalysen und T-Tests.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung, die methodische Vorgehensweise, eine detaillierte Ergebnispräsentation (einschließlich faktorenanalytischer Auswertungen) und eine kritische Diskussion der Daten im Hinblick auf Organisationsdiagnose und Praxis.
Die Arbeit fokussiert sich primär auf die Begriffe Dunkle Triade, Rettungsdienst, Persönlichkeitsmerkmale, Psychopathie, Machiavellismus, Narzissmus und kontraproduktives Arbeitsverhalten.
Die Analyse der T-Tests ergab für die Merkmale der Dunklen Triade insgesamt keine signifikanten Unterschiede, jedoch zeigte sich beim Faktor Aggression ein signifikanter Unterschied, wobei Beschäftigte im Rettungsdienst höhere aggressive Tendenzen aufwiesen als die Normalbevölkerung.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass kein Grund zu der Annahme besteht, Rettungsdienstpersonal sei generell sozialunverträglicher. Aufgrund der erhöhten Aggressionswerte wird jedoch ein Monitoring empfohlen, um die Resilienz der Organisation und die Patientensicherheit zu schützen.
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