Fachbuch, 2020
116 Seiten
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Erkenntnisinteresse der Arbeit
1.2 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit
2 Die Entwicklung und Steuerung von Corporate Messages
2.1 Erläuterung grundlegender Begriffe
2.2 Das Themenmanagement der Unternehmenskommunikation als korporatives Agenda-Setting
2.3 Strategien zur Vermittlung von Corporate Messages
3 Framing
3.1 Begriffliche Annäherung: Frame und Framing
3.2 Multidisziplinäre Ursprünge der Framing-Forschung
3.2.1 Die psychologische und ökonomische Tradition
3.2.2 Die soziologische Tradition
3.2.3 Die kommunikationswissenschaftliche Tradition
3.3 Framing im medialen Kommunikationsprozess: Frame-Arten
3.4 Framing als Technik des Themenmanagements
3.5 Zur Differenzierung von Framing und Agenda-Setting: ein Exkurs
3.6 Zusammenfassung
4 Storytelling
4.1 Begriffliche Annäherung und Abgrenzung: Geschichte, Erzählung, Narration
4.2 Definition: (strategisches) Storytelling
4.3 Wesentliche Bestandteile einer gelungenen Geschichte
4.3.1 Die Charaktere
4.3.2 Die Handlung
4.3.3 Der Konflikt
4.3.4 Die Botschaft
4.4 Wirkungsmechanismen von Geschichten
4.4.1 Geschichten wirken unbewusst
4.4.2 Geschichten belohnen
4.4.3 Geschichten sind bedeutend
4.4.4 Geschichten führen zu Beteiligung
4.4.5 Geschichten bestehen aus Mustern
4.4.6 Geschichten sind stark bildhaft
4.4.7 Geschichten lösen Emotionen aus
4.5 Storytelling als Persuasionstechnik der Unternehmenskommunikation
4.6 Zusammenfassung
5 Die klinische Psychiatrie als stakeholderorientierte Organisation
5.1 Definition: die (klinische) Psychiatrie
5.2 Zum Begriff des Stakeholders: Ursprünge, Definitionen und Abgrenzung
5.3 Das Stakeholdermanagement der klinischen Psychiatrie
6 Zur Bedeutung des Storytellings für das Framing der klinischen Psychiatrie: ein Zwischenfazit
6.1 Die Entwicklung und Steuerung von Corporate Messages
6.2 Zur Kausalität von Framing und Storytelling
6.3 Die Relevanz des stakeholderorientierten Instrumenteneinsatzes für die klinische Psychiatrie
7 Die klinische Psychiatrie: eine sprechende Medizin
7.1 Über die heilsame Kraft des ärztlichen Wortes
7.2 Begriffliche Annäherung: sprechende Medizin
7.3 Die sprechende Medizin für das Framing der psychiatrischen Behandlung
8 Geschichtswelten der klinischen Psychiatrie
8.1 Rahmende Geschichten in der klinischen Psychiatrie
8.2 Rahmende Geschichten über die klinische Psychiatrie
8.3 Rahmende Geschichten aus der klinischen Psychiatrie
9 Die Umdeutung der klinischen Psychiatrie: ein Fazit
9.1 Die Bestandteile einer Psychiatriegeschichte: der Versuch eines Entwurfs
9.1.1 Die Charaktere
9.1.2 Die Handlung
9.1.3 Der Konflikt
9.1.4 Die Botschaft
9.2 Reframing
10 Kritische Reflexion
Die Arbeit untersucht den Stellenwert des strategischen Storytellings für die Deutung und das öffentliche Framing der klinischen Psychiatrie. Ziel ist es zu eruieren, wie Kommunikationsverantwortliche mittels gezielter, entstigmatisierender Geschichten das Image der Psychiatrie positiv beeinflussen und damit einen Beitrag zur Überwindung von Vorurteilen sowie zur Verbesserung der stakeholderorientierten Kommunikation leisten können.
Die Bedeutung des Storytellings für das Framing der klinischen Psychiatrie
Die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen ist ein fortwährendes Problem unserer Gesellschaft. Aller Aufklärung zum Trotz werden Erkrankte im Alltag noch immer stark diskriminiert: „Es sind letzten Endes Ängste, oft irrationale Ängste, die die Stigmatisierung aufrechterhalten, und Irrationalität ist durch Aufklärung und Wissensvermehrung nicht aufzuheben“ (Finzen 2000, S. 41). Das Wissenschaftliche Projekt eröffnet den Blick auf einen korporativen Akteur, der als Inbegriff des gesellschaftlichen Übels ebenso geachtet ist wie das Gros der Erkrankten: die klinische Psychiatrie.
In diesem Jahrhundert tragen die Medienvielfalt und die Menge an verfügbaren Informationen zu einem Höchstmaß an Meinungsbildungsprozessen bei, weshalb eine Vielzahl angsteinflößender Schauergeschichten über die klinische Psychiatrie kursiert: Sie ist die „Klapse“, aus der ein Entkommen nicht möglich scheint, in der die „Irren“ entmündigt werden und den bizarren Behandlungsmethoden sadistischer Psychiater zum Opfer fallen. Wenngleich solche Vorstellungen weit vom dem, was wir Realität nennen mögen, entfernt sind, rahmen sie die Außenwahrnehmung psychiatrischer Kliniken und Stationen.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Stigmatisierung der Psychiatrie und stellt das Ziel auf, durch strategisches Storytelling ein positiveres Framing der klinischen Psychiatrie zu erreichen.
2 Die Entwicklung und Steuerung von Corporate Messages: Dieses Kapitel liefert die kommunikationstheoretischen Grundlagen zu Themenmanagement und den Strategien der Vermittlung von Botschaften im organisationalen Kontext.
3 Framing: Der Framing-Ansatz wird detailliert erläutert, wobei insbesondere die multidisziplinären Ursprünge und die Bedeutung als Technik des Themenmanagements im Fokus stehen.
4 Storytelling: Das Kapitel definiert Storytelling, grenzt es von anderen Narrationsformen ab und identifiziert wesentliche Bestandteile sowie Wirkungsmechanismen von Geschichten.
5 Die klinische Psychiatrie als stakeholderorientierte Organisation: Hier wird der spezifische Kontext der Psychiatrie als Organisation analysiert und die Bedeutung eines aktiven Stakeholdermanagements hervorgehoben.
6 Zur Bedeutung des Storytellings für das Framing der klinischen Psychiatrie: ein Zwischenfazit: Die bisherigen Erkenntnisse werden zusammengeführt, um die Kausalität zwischen Framing und Storytelling in der psychiatrischen Kommunikation darzulegen.
7 Die klinische Psychiatrie: eine sprechende Medizin: Dieses Kapitel interpretiert die Psychiatrie als „sprechende Medizin“ und betont die heilende Kraft der Kommunikation im therapeutischen Prozess.
8 Geschichtswelten der klinischen Psychiatrie: Es werden die verschiedenen Arten von Geschichten in, über und aus der Psychiatrie identifiziert, die für ein wirksames Framing entscheidend sind.
9 Die Umdeutung der klinischen Psychiatrie: ein Fazit: Das Kapitel bietet einen Entwurf, wie Psychiatriegeschichten konkret gestaltet werden können, um ein „Reframing“ der Psychiatrie zu erzielen.
10 Kritische Reflexion: Zum Abschluss werden die Grenzen der Arbeit diskutiert und das Potenzial der untersuchten Ansätze reflektiert.
Psychiatrie, Storytelling, Framing, Unternehmenskommunikation, Stigmatisierung, Stakeholdermanagement, Corporate Messages, Narratologie, Sprechende Medizin, Deutungsrahmen, Wahrnehmungssteuerung, Strategische Kommunikation, Gesundheitswesen, Reframing.
Die Arbeit analysiert, wie die klinische Psychiatrie durch gezieltes Storytelling ihr öffentliches Image (Framing) verbessern und zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen beitragen kann.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Framings und des Storytellings, die Besonderheiten der Psychiatrie als Institution sowie die Anwendung dieser Kommunikationstechniken im Gesundheitsbereich.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kommunikationsmanager in psychiatrischen Kliniken durch strategisch geplante Geschichten (Corporate Storytelling) eine positivere Außenwahrnehmung erzeugen können.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine umfassende Literaturstudie, um Framing- und Storytelling-Konzepte zu systematisieren und auf den spezifischen Kontext der Psychiatrie zu übertragen.
Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte von Framing und Storytelling definiert, dann der Stakeholder-Ansatz in der Psychiatrie beleuchtet und schließlich die Psychiatrie als „sprechende Medizin“ sowie konkrete Entwürfe für psychiatrische Geschichten diskutiert.
Die zentralen Begriffe umfassen Psychiatrie, Storytelling, Framing, Entstigmatisierung, Stakeholdermanagement, Corporate Messages, Sprechende Medizin und Reframing.
Durch authentische Geschichten über den Behandlungsprozess und die Einbeziehung der Perspektiven von Patienten und Angehörigen können Vorurteile abgebaut und ein humaneres Bild der Klinik vermittelt werden.
Reframing bezeichnet die bewusste Umdeutung einer schwierigen Situation – hier der Psychiatriebehandlung – durch einen Perspektivenwechsel, um beispielsweise das „notwendige Übel“ der Anstalt als „Retter in der Not“ oder „Begegnungsstätte“ neu zu rahmen.
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