Magisterarbeit, 2006
136 Seiten, Note: 2,0
Linguistische Untersuchungen zu Beiträgen in Frauen- und Männer-Lifestylemagazinen
Vorwort
1 Einleitung
2 Forschungsstand
2.1 Einordnung des Themas in den Bereich der Textlinguistik
2.2 Alltagssprachliche und linguistische Vorstellungen vom Textbegriff
2.3 Das Textsortenverständnis von Brinker und Franke
2.4 Aufklärerische Ratgeberbeiträge als journalistische Textsorte
2.5 Vorstellung des Textkorpus
3 Untersuchung
3.1 Zielstellung und Anlage der Methoden
3.2 Wissenschaftliche Fragestellungen und Arbeitshypothesen
3.3 Untersuchungsmethoden
3.3.1 Entwurf eines an Franke angelehnten Textanalysemodells
3.3.2 Die Methoden des Experteninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse
3.4 Methodenkritik
3.5 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
3.5.1 Darstellung und Interpretation der Textanalyseergebnisse
3.5.2 Ergebnisse und Interpretation der qualitativen Inhaltsanalyse von zwei Experteninterviews
4 Zusammenfassung und Ausblick
5 Literaturverzeichnis
6 Anhang
6.1 Das Textkorpus
6.2 Transkribiertes Interview mit der Textchefin von AMICA
6.3 Transkribiertes Interview mit dem Textchef der MAXIM
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit aufklärerische Ratgeberbeiträge in Frauen- und Männer-Lifestylemagazinen zur Leser-Blatt-Bindung beitragen und ob sich diese in ihrer Wissensvermittlung unterscheiden. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Textstrukturen und Infotainment-Strategien genutzt werden, um Leser an die Publikationen zu binden.
2.1 Einordnung des Themas in den Bereich der Textlinguistik
Bevor eine Einordnung der Beiträge des Korpus und deren Untersuchung in den Bereich der Textlinguistik erfolgen kann, muss zunächst geklärt werden, woher diese Texte stammen und welche Funktion sie in der öffentlichen Kommunikation haben.
Im Artikel 5 der Grundrechte des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland ist das Recht der freien Meinungsäußerung festgehalten: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet.“ (Schönfelder, 1999, S. 5).
Dieses Recht wird durch den Berufsstand der Journalisten wahrgenommen. Auch wenn Arntzen (2001, S. 275) bemerkt: „Der Journalist als Nachfahr des Autors ist eben darauf eingeschworen und seine schon aus der Meinungsfreiheit der Presse nur abgeleitete persönliche Meinungsfreiheit ist kategorial eingeschränkt durch Periodizität, Fakteninformation und Kommerzialität der Zeitung, die für den individuellen Autor gar keine oder nur eine Nebenbedeutung haben. Im Ganzen steht in der Presse im modernen Sinn das Medium über dem Autor“.
Produkte wie das Frauenmagazin AMICA, von der AMICA Verlag GmbH und Co. KG sowie das Männermagazin MAXIM vom Axel Springer-Verlag nehmen an einer massenmedialen Kommunikation teil. Diese ist nicht, wie die alltägliche Kommunikation zwischen zwei natürlichen Personen durch eine „Interaktion face-to-face“ (Burger, 2005, S. 1) geprägt, sondern besitzt andere Merkmale.
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, der verwendeten Methoden (textlinguistische Analyse und Experteninterviews) sowie des methodischen Aufbaus der Untersuchung.
2 Forschungsstand: Theoretische Fundierung des Text- und Textsortenbegriffs unter Berücksichtigung verschiedener linguistischer Ansätze und deren Relevanz für Lifestylemagazine.
3 Untersuchung: Detaillierte Darlegung der methodischen Vorgehensweise, der spezifischen Untersuchungsmodelle sowie die Auswertung und Interpretation der Textdaten und Experteninterviews.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse hinsichtlich der Forschungsfrage und Überlegungen zu weiterführender Forschung sowie zur Überbrückung der Kluft zwischen Theorie und Praxis.
5 Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Quellen, Fachliteratur und Internetquellen.
6 Anhang: Detaillierte Dokumentation des untersuchten Textkorpus sowie vollständige Transkripte der geführten Experteninterviews.
Textlinguistik, Lifestylemagazine, Leser-Blatt-Bindung, Infotainment, Ratgeberbeiträge, Medienlinguistik, Handlungsmodalität, Wissensvermittlung, Textkorpus, Experteninterview, Textsortenverständnis, Journalismus, Massenmedien, AMICA, MAXIM.
Die Arbeit untersucht linguistisch, wie aufklärerische Ratgeberbeiträge in Lifestylemagazinen für Frauen und Männer gestaltet sind und wie sie zur Bindung zwischen Lesern und Magazin beitragen.
Im Fokus stehen die Textstrukturen, die Art der Wissensvermittlung, der Einfluss des Infotainment-Konzepts sowie die Strategien zur Leser-Blatt-Bindung.
Das Ziel ist es, textlinguistische Erkenntnisse über die Struktur von Ratgebertexten zu gewinnen und zu prüfen, ob sich Frauen- und Männermagazine in ihrer Art der Wissensvermittlung unterscheiden.
Es wird ein zweigleisiger Ansatz verfolgt: Eine textlinguistische Analyse (angelehnt an Franke) der Beiträge sowie eine qualitative Inhaltsanalyse von Experteninterviews mit den Textchefs der Magazine.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Einordnung, der methodischen Analyse der Beiträge (Lasswell-Fragen, Handlungsmodalitäten) sowie der Auswertung der Experteninterviews.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Textlinguistik, Lifestylemagazine, Leser-Blatt-Bindung, Infotainment und Handlungsmodalität.
Diese Magazine repräsentieren spezifische Zielgruppen für Frauen bzw. Männer und bieten durch ihre aufklärerischen Ratgeber-Rubriken ideale Voraussetzungen für den linguistischen Vergleich.
Während AMICA den Fokus auf eine Art "beste Freundin"-Persona und (teilweise) allgemeine Ansprache legt, setzt MAXIM nach der Analyse stärker auf personalisierte, direkte Ansprache und witzige Kommentierung.
Die Untersuchung zeigt, dass die Trennung zwischen unverbindlichen Empfehlungen und verbindlichen Handlungsaufforderungen in vielen Beiträgen zugunsten einer (auffordernden) Anleitung verschwimmt.
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