Masterarbeit, 2017
121 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Die Fachlexik im rumänischen und deutschen Kegelsport
1.2 Der Untersuchungsgegenstand: deutsche und rumänische Kegellexik
1.3 Forschungsfragen, Hypothesen, Ziele und Gliederung der Arbeit
2 Kegelsprache im fachsprachlichen Diskurs
2.1 Fach und Kommunikation
2.1.1 Fach
2.1.2 Soziale Gruppe
2.2 Fachsprachen
2.3 Sportsprache
3 Methodik und Datenkorpus
3.1 Methodisches Vorgehen
3.1.1 Forschungsdesign
3.1.2 Teilnehmende Beobachtung und ethnografisches Vorgehen
3.1.3 Fragebogen zur Elizitierung der Kegellexik
3.1.4 Fragebogen zu Stereotypen
3.1.5 Experteninterview
3.1.6 Korpusrecherche
3.2 Das Datenkorpus der Studie
4 Der Kegelsport und der kulturelle Kontext
4.1 Forschungsstand und Quellenlage
4.2 Historie des Kegelsports
4.2.1 Historie des Kegelsports in Deutschland
4.2.2 Historie des Kegelsports in Rumänien
4.3 Stereotype des Kegelns
5 Der Kegelwettkampf als usage-base des Lexikons
5.1 Ablauf eines Kegelwettkampfes
5.2 Die Fachlexik auf der Ebene der Pragmatik
6 Die rumänische und deutsche Lexik des Sportjargons
6.1 Kegelvokabular
6.1.1 Kegel
6.1.2 kegeln
6.1.3 Fehlwurf
6.1.4 Nullwurf
6.1.5 Vorletzter Wurf
6.2 Gassen
6.2.1 Außengassen
6.2.2 Innengassen
6.3 Kegel
6.3.1 Kegel 1
6.3.2 Kegel 5
6.3.3 Kegel 2, 3, 7, 8
6.3.4 Kegel 4 und 6
6.3.5 Kegel 9
6.4 Kegelbilder
6.4.1 Umgeworfene Kegel 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9
6.4.2 Umgeworfene Kegel 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9
6.4.3 Umgeworfene Kegel 1, 2, 3, 6, 7, 8, 9
6.4.4 Umgeworfene Kegel 1, 2, 4, 7, 8, 9
6.4.5 Umgeworfene Kegel 1, 2, 3, 7, 8, 9
6.4.6 Umgeworfene Kegel 1, 7, 8, 9
6.4.7 Umgeworfene Kegel 1, 7, 8
6.4.8 Umgeworfene Kegel 1, 3, 5, 6, 8, 9
6.4.9 Umgeworfene Kegel 1, 5, 9
6.4.10 Umgeworfene Kegel 1, 5, 7, 8, 9
6.5 Fangesänge
6.5.1 Bei einem Neuner
6.5.2 Bei einem Achter
6.5.3 Bei einem Siebener
6.5.4 Bei einem Sechser
6.5.5 Nach dem Abräumen eines, mehrerer oder aller noch stehenden Kegel
6.5.6 Nach dem hauchdünnen Treffen eines Kegels
6.6 Syllogonymien (Vereinsnamen)
6.7 Zusammenfassung
7 Kognitive Schemata im Kontext von Fachsprache und Sportsprache
7.1 Metaphern und Metonymien
7.1.1 Metaphern
7.1.2 Metonymie
7.2 Figure-Ground-Alignment
7.3 Image Schemas
7.4 Kognitive Schemata in der Fachsprache und Sportsprache
7.5 Lexikon und Quelldomänen
8 Die Kegellexik der offiziellen Fachsprachen
8.1 Die offizielle Fachsprache aus der Endoperspektive
8.2 Offizielle Termini für kegelspezifische Konzepte
8.3 Die offizielle Fachsprache aus der Exoperspektive
9 Beeinflussung von Kegelfachsprache und Gemeinsprache
9.1 Einflüsse auf die deutsche Gemeinsprache
9.1.1 Idiomatische Wendungen mit Kegel und Kugel
9.1.2 Weitere Phraseologismen und Bedeutungserweiterungen
9.2 Einflüsse auf das Rumänische
9.3 Einflüsse auf die rumänische und deutsche Fachlexik
10 Exkurse
10.1 Exkurs: Sprachtabus im Kegelsport
10.2 Exkurs: Kegelfachsprache im dokumentationslinguistischen Paradigma: Kegelfachsprache als bedrohte Sprache?
10.3 Exkurs: Kegelfachtermini und Bowlingfachtermini
10.4 Exkurs: Namen von Kegelspielen
11 Resümee und Perspektiven
11.1 Kegellexik in Kürze
11.2 Weiterführende Forschung
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Fachsprache des Kegelsports auf lexikalischer Ebene systematisch zu beschreiben, wobei ein besonderer Fokus auf dem Kontrast zwischen dem Deutschen und Rumänischen sowie der Einbettung in kognitive und kulturelle Modelle liegt. Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, wie das fachsprachliche Paradigma der Kegelsprache beschaffen ist und welche kognitiven sowie kulturellen Mechanismen (wie Metaphern, Metonymien und Stereotype) die Benennung von Kegeln, Kegelbildern und Gassen motivieren.
Die Fachlexik im rumänischen und deutschen Kegelsport
Betreten Nichtfachkundige eine Kegelbahn, so werden sie gelegentlich lexikalische Ausdrücke wie Sau, Autobahn, König oder Saunagel bzw. beim Betreten einer rumänischen Kegelbahn Wörter wie popa, dama, canal oder nouar hören. Obwohl die Rezipierenden diese lexikalischen Einheiten aus der deutschen bzw. rumänischen Gemeinsprache kennen, folgern sie, dass die Signifiants in diesem situativen Kontext eine andere Bedeutung tragen. Dass die Person die Lexeme nicht versteht bzw. ihr eine nicht alltagssprachliche Lesart fehlt, hängt damit zusammen, dass es sich hierbei um Fachlexeme handelt.
Die Lexeme stellen das prägende Moment der Fachsprachen dar (vgl. Baumann 1992: 20), weswegen in der Fachsprachenforschung spezifische Lexeme diverser Fächer analysiert werden, allerdings zeigt die bisherige Forschung eine Lücke bezüglich der Fachlexeme des Kegelsports. Das basale Erkenntnisinteresse dieser Masterarbeit liegt deshalb in der Analyse der Kegelfachtermini des Ninepin-Kegelns auf Classicbahnen im Paradigma der Kognitiven Linguistik, die annimmt, dass Sprache in kognitiven Fähigkeiten gründet (vgl. Faber 2012: 1; vgl. Dabrowska & Divjak 2015: 1), und der Cultural Linguistics, die die Beziehung zwischen Sprache und kulturellen Konzeptualisierungen untersucht (vgl. Palmer 1996; vgl. Janda 2007; vgl. Sharifian 2015: 3, 2017a: 2). Diese Arbeit schließt an Modelle an, die sich durch eine Verortung des Untersuchungsgegenstands in holistischen und kontextualisierenden Theorien, das heißt in einem Nexus aus kognitiven und kulturellen Modellen, auszeichnen (vgl. Schulze 2012; vgl. Schulze 2014; vgl. Siebenhütter 2016).
1 Einführung: Hinführung zum Thema, Definition des Untersuchungsgegenstands (Kegellexik) und Darlegung der zentralen Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit.
2 Kegelsprache im fachsprachlichen Diskurs: Theoretische Einordnung des Kegelsports als Fach und als Sportsprache unter Berücksichtigung soziologischer und fachsprachlicher Definitionen.
3 Methodik und Datenkorpus: Erläuterung der angewandten Mixed-Methods-Methodik sowie der Vorgehensweise bei der Erhebung und Auswertung der Daten (Fragebogen, Interviews, Korpusrecherche).
4 Der Kegelsport und der kulturelle Kontext: Historischer Abriss des Kegelns in Deutschland und Rumänien sowie die Analyse gesellschaftlicher Stereotype zum Sport.
5 Der Kegelwettkampf als usage-base des Lexikons: Skizzierung des Ablaufs eines Kegelwettkampfes als pragmatischer Nutzungskontext für das Fachvokabular.
6 Die rumänische und deutsche Lexik des Sportjargons: Detaillierte, onomasiologische Analyse der Begriffe für Kegel, Gassen, Kegelbilder und Fangesänge unter Berücksichtigung ihrer Etymologie und kognitiven Fundierung.
7 Kognitive Schemata im Kontext von Fachsprache und Sportsprache: Theoretische Vertiefung kognitiver Konzepte wie Metaphern, Metonymien und Image Schemas im Kontext der Kegellexik.
8 Die Kegellexik der offiziellen Fachsprachen: Untersuchung der standardisierten Terminologie aus der Perspektive von Experten und der allgemeinen Wahrnehmung sowie deren sprachplanerische Implikationen.
9 Beeinflussung von Kegelfachsprache und Gemeinsprache: Analyse der wechselseitigen Beeinflussung von Fachbegriffen und gemeinsprachlichem Wortschatz anhand von idiomatischen Wendungen.
10 Exkurse: Zusammenstellung themenspezifischer Randbereiche wie Sprachtabus, Gefährdung der Kegelfachsprache und Vergleiche zum Bowling.
11 Resümee und Perspektiven: Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Aufzeigen von Ansätzen für weiterführende Forschung.
Kegelsport, Fachsprache, Kognitive Linguistik, Cultural Linguistics, Kegellexik, Sportjargon, Metaphorik, Konstruktionsgrammatik, Kontrastive Linguistik, Fachterminologie, Soziolinguistik, Stereotype, Kegelbilder, Fangesänge, Sprachplanung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Analyse der Fachsprache und des Sportjargons im Kegelsport, wobei sie einen deutsch-rumänischen Sprachvergleich vornimmt.
Zentrale Themen sind die Entstehung und Bedeutung von Fachtermini, die kognitive linguistische Analyse von Metaphern und Metonymien, historische sowie kulturelle Hintergründe des Sports und die sprachliche Struktur des Sportjargons.
Die Arbeit untersucht, wie die Fachsprache der Keglerinnen und Kegler auf lexikalischer Ebene beschaffen ist und welche kognitiven Konzepte sowie kulturellen Faktoren der Benennung von kegelspezifischen Objekten zugrunde liegen.
Es handelt sich um einen Mixed-Methods-Ansatz: Die Autorin nutzt teilnehmende Beobachtung, quantitative Online-Fragebögen für Kegler und Laien, Experteninterviews sowie korpuslinguistische Auswertungen.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der onomasiologischen Analyse des Kegelvokabulars, der Beschreibung von Kegelbildern und Fangesängen, sowie der kognitiven Kategorisierung dieser Begriffe durch Metaphern, Image Schemas und Figure-Ground-Alignment.
Wichtige Begriffe sind Kegelsport, Kognitive Linguistik, Cultural Linguistics, Kegellexik, Fachsprache, Sportjargon, Metaphorik und Kontrastive Linguistik.
Die offizielle Fachsprache ist stärker standardisiert, oft in Satzungen kodifiziert und stilistisch neutral, während der Sportjargon mündlich geprägt, variabler und stärker durch metaphorische Ausdrücke sowie Gruppenidentität gekennzeichnet ist.
Ja, die Arbeit beleuchtet die Historie des Kegelsports in Deutschland und Rumänien, wobei insbesondere die Entwicklung aus dem Bereich der Glücksspiele und die damit verbundenen negativen Konnotationen untersucht werden.
Metaphern dienen der Schließung lexikalischer Lücken. Begriffe wie "König" (für Kegel 5) oder "Autobahn" (für eine Gasse) basieren auf konzeptuellen Übertragungen aus Bereichen wie dem Kartenspiel, der Kirche oder der Architektur.
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