Bachelorarbeit, 2013
46 Seiten
1 Einleitung
2 Was ist Empathie
2.1 Vorraussetzungen und Entstehung von Empathie
2.2 Definition des Begriffes ‘Empathie’
2.3 Unterschiede zwischen Empathie und Sympathie
3 Varianten zur Steigerung des Empathievermögens
3.1 Hitchcock
3.2 Intensivierung durch Verankerung in der Story
3.3 Intensivierung durch technische Mittel
3.3.1 Visuelle Techniken
3.3.2 Auditive Techniken
5 Conclusio
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, wie filmische Mittel eingesetzt werden können, um Empathie für eine Filmfigur zu erzeugen und zu verstärken, wobei der Fokus gezielt auf dem Werk von Alfred Hitchcock liegt. Dabei wird analysiert, wie narrative und technische Strategien die Bindung zwischen Publikum und Figur beeinflussen.
3.2 Intensivierung durch Verankerung in der Story
Nicht jede Regisseurin und jeder Regisseur ist gleich begabt für die dramaturgische Nutzung von Empathie. Nur wenige schaffen es, ähnlich stimu-lierende Filme wie Hitchcock zu kreieren. Außerdem lotet nicht jedes Drehbuch die Empathie auslösenden Möglichkeiten des Mediums Film vollständig aus. (vgl. Florschütz 2011, O.Q.) Auch kann man beim Schreiben eines Drehbuches oder bei der Regiearbeit selten voraussehen, was genau in einigen Zuseherinnen oder Zusehern Empathie auslösen wird.
Grundsätzlich, um eine empathische Anteilnahme erzielen zu können, müssen zwei Rahmenbedingungen innerhalb einer Geschichte erfüllt sein, die den Verlauf eines Films steuern und kontrollieren. Die eine Bedingung ist die dramaturgische Größe einer Szene, die als Orientierung für das Publikum gilt. Sie muss eine Einheit darstellen und in sich strukturiert, nachvollziehbar und verständlich sein. (vgl. Wulff 2003, 154)
Natürlich muss nicht nur jede einzelne Szene gegliedert und logisch aufgebaut ein, um einen empathischen Verstehensprozess zu ermöglichen, sondern das gilt für die gesamte Geschichte. So ist es erforderlich, dass die Situationen einsichtig und die Handlungen, die physisch bewältigt werden müssen, nachvollziehbar und teilweise voraussehbar sind. (vgl. Wulff 2003, 154 ff)
1 Einleitung: Die Einleitung formuliert die zentrale Forschungsfrage nach den Möglichkeiten der Empathieerzeugung bei Filmfiguren durch Hitchcock und begründet die Auswahl des Regisseurs sowie die Relevanz für das Dokumentarfilmprojekt der Autorin.
2 Was ist Empathie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Empathie, erläutert dessen psychologische Voraussetzungen wie Imagination und Mimikry und arbeitet die essenziellen Unterschiede zur Sympathie heraus.
3 Varianten zur Steigerung des Empathievermögens: Hier werden Hitchcock als Regie-Genie eingeführt und verschiedene narrative sowie technische Methoden (Story-Verankerung, visuelle und auditive Techniken) zur Steigerung der Zuschauer-Empathie detailliert analysiert.
5 Conclusio: Die Conclusio fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und schlägt eine Brücke zur Anwendung dieser Methoden im Rahmen des realisierten Dokumentarfilmprojekts der Autorin.
Empathie, Hitchcock, Film, Mimikry, Montage, Storyboard, Dramaturgie, Emotionen, Kameraeinstellungen, auditive Techniken, visuelle Techniken, Sympathie, Filmanalyse, Suspense, Dokumentarfilm.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, wie Filmemacher – exemplarisch dargestellt an Alfred Hitchcock – Empathie beim Zuschauer für eine Filmfigur erzeugen und intensivieren können.
Die zentralen Themen sind der psychologische Prozess des empathischen Verstehens, die narrative Gestaltung, die Rolle der Kamera und Montage sowie der gezielte Einsatz auditiver Mittel.
Das Ziel ist es, die spezifischen Techniken zu identifizieren, die eine starke emotionale Bindung zwischen Kinobesucher und Filmhelden ermöglichen.
Es handelt sich um eine filmwissenschaftliche Analyse, die theoretische psychologische Grundlagen mit praktischen Beispielen aus Hitchcocks filmischem Werk verknüpft.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Definitionen vor allem konkrete filmische Strategien besprochen, wie etwa die Verankerung in der Story und der Einsatz von Montage und Ton.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Empathie, Hitchcock, Mimikry, Montage und das empathische Filmverstehen.
Empathie ist ein kognitiver und affektiver Nachvollzug des Zustands einer Figur, während Sympathie eine bewusste Wertschätzung oder positive Einstellung zur Figur erfordert.
Die Montage steuert den Fokus des Zuschauers, kann Rhythmus erzeugen und durch gezielte Schnitte, etwa bei Detailaufnahmen, die psychologische Identifikation massiv beeinflussen.
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