Bachelorarbeit, 2013
45 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Was ist Empathie
2.1 Vorraussetzungen und Entstehung von Empathie
2.3 Unterschiede zwischen Empathie und Sympathie
3 Varianten zur Steigerung des Empathievermögens
3.1 Hitchcock
3.2 Intensivierung durch Verankerung in der Story
3.3 Intensivierung durch technische Mittel
3.3.1 Visuelle Techniken
3.3.2 Auditive Techniken
5 Conclusio
Die Arbeit untersucht, mit welchen Mitteln Hitchcock in seinen Werken Empathie für Filmfiguren beim Publikum erzeugt und verstärkt, um diese Erkenntnisse auf ein eigenes Dokumentarfilmprojekt anzuwenden.
3.3 Intensivierung durch technische Mittel
Die im vorherigen Kapitel beschriebenen Mittel, um schon durch die Geschichte, der Erzählung, Empathie im Publikum zu erzeugen, gehören zu der Kategorie der narrativen Mittel. In diesem Kapitel sollen nun die technischen Mittel, unterteilt in visuelle und auditive, besprochen werden.
3.3.1 Visuelle Techniken
Zu Beginn möchte ich auf Kameraeinstellungen als Technik für das gesehene Bild eingehen.
Ein Filmbild hat nicht die Funktion etwas darzustellen oder zu zeigen, sondern sollte etwas bedeuten, bezeichnen oder hervortreten lassen. Licht, Aufnahmewinkel und Bildkomposition zielen nicht darauf ab, einen Gegenstand abzubilden, sondern ihn unter einem emotionalen, empathischen und konzeptionellen Aspekt nutzbar zu machen. Hierbei helfen Nahaufnahmen, die die notwendige Abstraktion von alltags- und milieubezogener Abbildung sowie Raum und Zeit liefern. (vgl. Beller 2002, 62)
Sehr gut lesbare Nahaufnahmen von Mimik der Grundemotionen, die bereits besprochen wurden, und von motorischen Handlungen sind sehr geeignet dafür, die motorische und affektive Nachahmung dieser hervorzurufen. Hitchcock hat das Phänomen der Nachahmung, der Mimikry, im bereits zuvor erwähnten Film ‘Der Fremde im Zug’ sehr gut zu seinem Vorteil eingesetzt.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Forschungsfrage nach Hitchcocks Mitteln zur Erzeugung von Empathie vor und erläutert die Motivation der Autorin, diese für ihr eigenes Dokumentarfilmprojekt zu nutzen.
2 Was ist Empathie: Dieses Kapitel definiert Empathie als kognitive und emotionale Fähigkeit zur Einfühlung und unterscheidet sie vom Begriff der Sympathie.
3 Varianten zur Steigerung des Empathievermögens: Das Hauptkapitel analysiert konkrete narrative und technische Methoden wie Kameraarbeit und Montage, die Hitchcock nutzt, um das Publikum stärker an seine Figuren zu binden.
5 Conclusio: Die Conclusio fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert, wie die erforschten Methoden die Qualität und Wirkung des eigenen Dokumentarfilmprojekts verbessert haben.
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Die Bachelorarbeit untersucht das Phänomen der Empathie im Film und analysiert, wie Regisseure – spezifisch Alfred Hitchcock – technische und erzählerische Mittel einsetzen, um beim Publikum eine emotionale Bindung zu Filmfiguren herzustellen.
Die zentralen Felder sind die psychologischen Grundlagen von Empathie, deren Abgrenzung zu Sympathie sowie die Anwendung filmischer Mittel wie Montage, Kameraeinstellungen und Musik zur gezielten Steuerung von Zuschauerreaktionen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Möglichkeiten zur Erzeugung von Empathie für eine Filmfigur Hitchcock in seinen Werken nutzt, und die Übertragung dieser Erkenntnisse auf ein eigenes Dokumentarfilmprojekt.
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse filmwissenschaftlicher Literatur und wendet diese Erkenntnisse in Form einer fallbezogenen Analyse auf Hitchcocks filmisches Gesamtwerk an.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsdefinition von Empathie sowie die praktische Untersuchung von Hitchcocks narrativen Methoden (Storytelling) und technischen Techniken (visuelle und auditive Mittel).
Die wichtigsten Schlagworte sind Empathie, Hitchcock, Mimikry, Montage, Filmführung und Einfühlung.
Hitchcock wurde aufgrund seines hohen Bekanntheitsgrades und der belegten Meisterschaft bei der Erzeugung von Empathie und Suspense ausgewählt, da sein Werk eine Fülle an geeigneten Beispielen bietet.
Das Wissen über die Steuerung von Empathie half der Autorin, die Planung der Dreharbeiten zu präzisieren und im Schnittprozess empathisierende Momente aus den Aufnahmen gezielt herauszuarbeiten.
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