Masterarbeit, 2016
123 Seiten, Note: 2
1 Einführung in die Problemstellung
1.1 Erkenntnisinteresse und Motivation
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Thematische Einführung – Das Drehbuch
3 Das Drehbuch
3.1 Begriffserklärung
3.2 Der Anfang
3.3 Zentrale Grundelemente
3.3.1 Die Figur
3.3.1.1 Definition und Rollen von Figuren
3.3.1.2 Figurenentwicklung
3.3.1.3 Der Protagonist
3.3.1.4 Der Antagonist
3.3.1.5 Die Nebenfiguren
3.3.2 Der Konflikt
4 Überleitung
5 Thematische Einführung - Das Alter
5.1 Begriffserklärung - Alter(n)
5.2 Diskursgeschichte
5.3 Altersbilder
5.3.1 Individuelle und gesellschaftliche Altersbilder
5.3.2 Medien und das Alter
5.3.3 Altersdarstellungen in den Medien
5.3.4 Alter und Geschlecht
5.3.5 Beziehungen und Sexualität im Alter
5.4 Zusammenfassung und Ausblick
6 Alter in Film und Fernsehen
6.1 Fernsehen
6.2 Film
6.2.1 Inszenierung des Genres und des Themas
7 Schlussbetrachtung
7.1 Conclusio und Ausblick
8 Anhang
8.1 Erläuterungen zum Drehbuch
8.2 Drehbuch
Diese Masterarbeit untersucht, wie das Thema Alter und Altern in modernen Film- und Drehbuchkonzepten dargestellt wird, mit dem Ziel, bestehende Altersstereotype zu identifizieren und neue, differenzierte Darstellungsformen zu analysieren, um das Medium Film als Reflexionsraum für den gesellschaftlichen Umgang mit dem Altern zu nutzen.
3.3.1.1 Definition und Rollen von Figuren
Das Wort Figur stammt vom lateinischen Wort 'figura' und bedeutet soviel wie 'Gebilde', kann jedoch vieles bezeichnen, wie die Nachbildung eines Menschen, eine Handlung oder eine Form. Eine Figur beschreibt, laut Eder, also etwas, das der Mensch erschafft, etwas Wahrnehmbares. (vgl. Eder 2014, 12) Es sind also immer fiktive Gestalten, die für eine Geschichte erschaffen werden. Dies kann man auch im Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft nachlesen, in welchem man dem Suchbegriff 'Figur' folgende Erklärung findet: „Fiktive Gestalt in einem dramatischen, narrativen oder auch lyrischen Text.“ (Weimar 1997, 587)
Eder Jens, Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaft, hat in 'Die Figur im Film' von 2014 Figuren speziell erforscht. Laut ihm kann eine Figur alles Mögliche sein, was bedeutet, dass es sich nicht unbedingt um eine menschliche Person handeln muss. So ist es möglich, dass beispielsweise sowohl ein Tier, als auch ein Computer als eine Figur fungiert. Doch was, laut ihm, alle Figuren gemeinsam haben, ist ein Innenleben, sozusagen eine Seele. Dadurch hat jede Figur die Möglichkeit, sich auf andere Figuren, Gegenstände, Situationen, oder Ähnliches zu beziehen, also beispielsweise andere wahrnehmen, etwas fühlen oder etwas wollen. (vgl. Eder 2014, 63) Dies bringt Eder hier auf den Punkt:
„Eine Figur ist ein wiedererkennbares fiktives Wesen mit [..] der Fähigkeit zu mentaler Intentionalität.“ (Eder 2014, 64)
Betrachten wir nun die unterschiedlichen, von Eder erforschten Rollen und Funktionen solcher fiktiven, von Autorinnen und Autoren erfundenen Geschöpfe:
Sie dienen, laut, Eder der Vermittlung von Idealen, von Identitäts- und Rollenkonzepten, können dazu verwendet werden, neue Perspektiven und Blickwinkel aufzuzeigen, Vorurteile zu hinterfragen, zu beseitigen oder zu bestätigen (Aufklärung) und als Vorbilder oder abschreckendes Beispiel zu gelten. Figuren bestimmen und repräsentieren das Thema und die Ideologie eines Filmes und treffen Aussagen („Bedeutungsfunktion“), so Eder. Außerdem besitzen Figuren einige dramaturgische Funktionen, verschaffen dem Publikum Informationen beispielsweise über die fiktive Welt, in der die Geschichte spielt, oder über andere Charaktere („Informationsfunktion“), tragen zur Plot-Entwicklung bei, haben eine
1 Einführung in die Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert das persönliche Interesse der Autorin an der Thematik sowie die Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit.
2 Thematische Einführung – Das Drehbuch: Einleitende Gedanken zur Bedeutung und den Grundelementen eines Drehbuchs.
3 Das Drehbuch: Detaillierte Auseinandersetzung mit der Technik des Drehbuchschreibens, von der Ideenfindung bis hin zur komplexen Ausgestaltung von Figuren und Konflikten.
4 Überleitung: Kurze Hinführung zum zweiten zentralen Themenblock, dem Alter und Altern.
5 Thematische Einführung - Das Alter: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Alter und Altern, der historischen Entwicklung von Altersbildern sowie deren Darstellung in Medien und Gesellschaft.
6 Alter in Film und Fernsehen: Analyse der filmischen Umsetzung von Alterskonzepten und der spezifischen Darstellung des Alterns in verschiedenen Genres.
7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit über die filmischen Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem Thema Alter und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
8 Anhang: Enthält Erläuterungen zum erstellten Drehbuch sowie das Drehbuch selbst.
Altersstereotype, Altersbilder, Film, Fernsehen, Drehbuch, Figur, Altern, Alter, Darstellung von Alter, Altersfilme, Identität, Konflikt, Mediennutzung, Alter und Geschlecht, Altersdiskriminierung
Die Arbeit beschäftigt sich mit den filmischen Darstellungen von Alter und Altern und der Frage, wie diese durch Drehbuchkonzepte geformt werden.
Die Arbeit verknüpft die Theorie des Drehbuchschreibens (Struktur, Figuren) mit gerontologischen Themen und der Analyse medialer Altersbilder.
Das Ziel ist es, Stereotype in der Darstellung des Alterns aufzuzeigen und Strategien für eine differenzierte, realistische filmische Inszenierung zu entwickeln.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse von Drehbuchratgebern und medienwissenschaftlicher Fachliteratur basiert, ergänzt durch eine Analyse zahlreicher Filmbeispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Auseinandersetzung mit Drehbuchmechanismen, die theoretische Aufarbeitung des Alter(n)sdiskurses sowie eine konkrete Untersuchung, wie diese Aspekte in Film und Fernsehen verarbeitet werden.
Zentrale Begriffe sind Altersstereotype, Altersbilder, Drehbuchentwicklung, mediale Repräsentation des Alterns und filmische Inszenierung.
Laut der Arbeit haben Autoren die Verantwortung, durch das Aufbrechen von Klischees und die Schaffung komplexer, individueller Charaktere neue, vielfältigere Altersbilder in der Gesellschaft zu etablieren.
Die Autorin zeigt auf, dass bestimmte Genres wie das Roadmovie oder die Tragikomödie besonders geeignet sind, um das Thema Altern abseits von negativen Defizit-Stereotypen zu verhandeln.
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