Bachelorarbeit, 2019
37 Seiten, Note: 1,1
1 EINLEITUNG
2 BESONDERHEITEN DER STAND-UP-COMEDY
2.1 ZUM GENRE
2.2 STAND-UP ALS INTERAKTION
3 KONSTRUKTION DES ‚EIGENEN‘ UND ‚FREMDEN‘
3.1 „C’EST TELLEMENT DIFFERENT DE CE QUI SE PASSE EN EUROPE“ ABGRENZUNG DES ‘FREMDEN’ VOM ‘EIGENEN’
3.1.1 VERBALE, PARAVERBALE UND NONVERBALE ABGRENZUNG
3.1.2 KULTURELLE BEZUGSGRÖSSEN
3.2 „AMERICANS ARE LIKE… AND FRENCH ARE LIKE…” ZUSCHREIBUNG VON EIGENSCHAFTEN
3.2.1 ZUSCHREIBUNGEN
3.2.2 VORURTEILE ODER REALE UNTERSCHIEDE?
4 FUNKTION VON HUMOR, KOMIK UND LACHEN IN DER DARSTELLUNG DES ‚EIGENEN‘ UND ‚FREMDEN‘
4.1 LACHEN ÜBER DAS ‚EIGENE‘
4.2 LACHEN ÜBER DAS ‚FREMDE‘
4.3 GEMEINSAMES LACHEN
5 FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Stand-Up-Comedian Gad Elmaleh in seinen Shows "Gad Gone Wild" und "American Dream" die Konzepte des ‚Eigenen‘ und ‚Fremden‘ konstruiert. Ziel ist es, die sprachlichen, paraverbalen und nonverbalen Mittel zu analysieren, mit denen Elmaleh kulturelle Identitäten und Unterschiede im interkulturellen Kontext – insbesondere zwischen Frankreich und den USA – humoristisch darstellt und verarbeitet.
3.1.1 Verbale, paraverbale und nonverbale Abgrenzung
Wie zu Beginn dieses Kapitels erläutert geschieht Abgrenzung am einfachsten durch Gegenüberstellung, durch Vergleichen der Dinge oder Personen, die sich in einem oder mehreren Punkten unterscheiden. Häufig wird dabei zwischen zwei Seiten differenziert, die sich wie Antagonisten gegenüberstehen. Analog zu den genannten Gegensatzpaaren ‚eigen‘ und ‚fremd‘, ‚gleich‘ und ‚anders‘ erklärt Gad Elmaleh beispielsweise „En Europe, y’a le système métrique. Hum… Aux États-Unis, y’a le Starbucks Unit of measurement […]“ oder „Americans are like: ‘Who are these people?’ And French are like: ‘Shit, the show is in English.” Weitere solche Antagonistenpaare sind “French” und “English”, „immigrants” und „Americans”, „Méditerranéens“ und „Américains“, „there“ und „here“, „francophones“ versus „anglophones“ oder auch weniger gleiche Größen wie „one part of the world“ und „New York City“. Auch außerhalb der Darstellung des ‚Eigenen‘ und ‚Fremden‘ zeugen Formulierungen wie „Parce qu’il y a deux écoles. Y’a: ‚Écoute, tu ne dois pas faire ça. […].‘ Et y’a …“ oder „Les aéroports, c’est … soit t’as cinq minutes, tu crois que tu vas rater ton avion. Tu cours. Soit t’as cinq heures. T’as envie de te tuer.“ von der stark dualistischen Darstellungsweise des Comedians.
Dieser Dualismus wird lediglich aufgebrochen, wenn Gad Elmaleh einen multinationalen Vergleich anstrebt wie beispielsweise in der folgenden Szene: Après, ça dépend des villes, ça dépend des pays, tu vois. Ce qui est cool à New York, tu lèves la main, le taxi s’arrête. C’est génial. Montréal, c’est compliqué. Paris, c’est encore plus fou. Il est libre, il t’a vu… Il s’arrête pas, c’est un concept. Le Maroc, c’est encore plus délirant. Il est pas libre. Et il s’arrête.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Karriere von Gad Elmaleh und die Thematik seiner Stand-Up-Shows, die den Neuanfang des Künstlers in den USA thematisieren.
2 BESONDERHEITEN DER STAND-UP-COMEDY: Analyse des Genres der Stand-Up-Comedy, insbesondere des Verhältnisses zwischen Performer und Publikum sowie der Informalität der Performance.
3 KONSTRUKTION DES ‚EIGENEN‘ UND ‚FREMDEN‘: Untersuchung der Mittel, die Gad Elmaleh zur Konstruktion von kultureller Identität und Alterität verwendet, mit Fokus auf Abgrenzung und Zuschreibung.
4 FUNKTION VON HUMOR, KOMIK UND LACHEN IN DER DARSTELLUNG DES ‚EIGENEN‘ UND ‚FREMDEN‘: Analyse der psychologischen und sozialen Funktionen von Humor und Lachen im Kontext interkultureller Comedy.
5 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung, wie Elmaleh durch Simplifizierung und Stereotypisierung Identitäten konstruiert und welche Rolle Humor bei der Überwindung von Fremdheit spielt.
Gad Elmaleh, Stand-Up-Comedy, Eignes und Fremdes, Interkulturelle Kommunikation, Identität, Alterität, Humor, Komik, Stereotypisierung, Kulturvergleich, Migration, Integration, Performance, Publikum, Sozialwissenschaften.
Die Arbeit untersucht, wie Gad Elmaleh kulturelle Identitäten in seinen Stand-Up-Programmen durch humoristische Mittel konstruiert und verarbeitet.
Die zentralen Themen sind das Genre der Stand-Up-Comedy, die Konstruktion von ‚Eigenem‘ und ‚Fremdem‘ sowie die soziale Funktion von Humor und Lachen.
Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen Elmaleh durch verbale und nonverbale Mittel Grenzen zwischen Kulturen zieht und diese humoristisch verhandelt.
Es handelt sich um eine kulturwissenschaftliche Analyse, die linguistische und kommunikationswissenschaftliche Theorien zur Konstruktion von Alterität mit medienwissenschaftlichen Ansätzen verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Abgrenzungs- und Zuschreibungsprozessen sowie die Analyse der Funktionen von Humor, Komik und Lachen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Interkulturelle Kommunikation, Identitätskonstruktion, Stereotypisierung, Gad Elmaleh und die Analyse von Comedy-Formaten.
Die Arbeit zeigt, dass Elmaleh seine Performance an die jeweilige Zielgruppe anpasst, was zu unterschiedlichen Distanzierungen und Verbindungen gegenüber den US-Amerikanern führt.
Sprache dient als verbindendes Element zur Gruppenkohäsion, etwa durch die gemeinsame Verwendung des Französischen, aber auch als Abgrenzungsinstrument gegenüber dem anglophonen Raum.
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