Bachelorarbeit, 2014
69 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Theorie
2.1. Begriffsbestimmungen
2.1.1. Alltagsorientierter Unterricht
2.1.2. Interesse
2.1.3. Akzeptanz
2.2. Alltagsorientierung in der Didaktik
2.2.1. Die Didaktische Analyse nach Klafki
2.2.2. Die operative Didaktik nach Aebli
2.2.3. Die Inkongruenztheorie
2.2.4. Lernpsychologie
2.2.4.1. Der Vorgang des Lernens
2.2.4.2. Unterschiede des Lernerfolges
2.2.4.3. Hinweise aus der Lernpsychologie für die Pädagogik
2.3. Zusammenfassung der Theorie
3. Lehrplananalyse
4. Empirische Untersuchung
4.1. Ziel der Untersuchung
4.2. Methodische Vorgehensweise
4.2.1. Qualitative und Quantitative Forschung
4.2.2. Triangulation
4.2.3. Interview
4.2.4. Fragebögen
4.2.5. Auswertung mit der qualitativen Inhaltsanalyse
5. Ergebnisse
5.1. Ergebnisse der Interviews
5.2. Ergebnisse der Fragebögen
5.2.1. Bewertung des Schulfaches Chemie
5.2.2. Unterschiede zwischen dem Lernen chemischer Inhalte innerhalb der Berufsausbildung und dem Schulunterricht der Chemie
5.2.3. Akzeptanz der chemischen Inhalte innerhalb der Berufsausbildung
6. Zusammenfassung und Diskussion
7. Mögliche Schlussfolgerungen für die allgemeinbildenden Schulen
Die Arbeit untersucht, ob eine alltags- und berufsbezogene Vermittlung chemischer Inhalte in der Friseurausbildung die Akzeptanz der Lernenden gegenüber Chemie im Vergleich zum allgemeinbildenden Schulunterricht steigern kann.
Die Inkongruenztheorie
Es gibt unterschiedliche Arten der Motivation. Bei der intrinsischen Motivation kommen die motivationsfördernden Impulse aus dem Unterrichtsgegenstand selbst. Deswegen kann man diese Art der Motivation auch Sachbezogene Motivation nennen. Sie ist in der Regel von situativen Variablen abhängig, wodurch dem Lehrer die Möglichkeit gegeben ist, durch die Darstellung des Inhaltes eine unmittelbare Beeinflussung des Schülerverhaltens zu erreichen.
„Sachbezogene Motivation wird durch Impulse verursacht, die vom Unterrichtsgegenstand ausgehen. Sie ist also nicht realisierbar ohne die motivierenden Sachen“ (LIND 1975, S.38).
Nach LIND könne diese Art der Motivation zu Spaß am Lernen und besseren Leistungen führen. Doch daraus ergibt sich zwangsläufig die Frage, wie der Unterrichtsinhalt denn vermittelt werden soll, damit eine sachbezogene Motivation entstehen kann. Einige als relevant eingestuften Variablen sind Neuheit, Komplexität, Überraschung, Widerspruch oder ein unerwarteter Eintritt eines Ereignisses. Im Folgenden werden aber nicht alle Variablen erwähnt, sondern dafür den Oberbegriff der Inkongruenz eingeführt, welcher die Abweichung der Realität von der Erwartung eines Individuums beschreibt. Man kann auch sagen, dass die Erfahrung nicht der Erwartung entspricht. Demnach sind Inkongruenzen die Ursache für eine Aufmerksamkeitszuwendung.
1. Einleitung: Darlegung des massiven Akzeptanzproblems des Chemieunterrichts und Herleitung des Forschungsbedarfs im Kontext der berufsorientierten Ausbildung.
2. Theorie: Definition zentraler Begriffe wie Alltagsorientierung und Akzeptanz sowie Erläuterung didaktischer und lernpsychologischer Grundlagen zur Motivation.
3. Lehrplananalyse: Darstellung der Struktur der Friseurausbildung und Integration chemischer Inhalte in die handlungsorientierten Lernfelder.
4. Empirische Untersuchung: Beschreibung des Forschungsdesigns unter Verwendung von teilstrukturierten Interviews und Fragebögen zur Datenerhebung.
5. Ergebnisse: Auswertung der erhobenen Daten, die eine höhere Akzeptanz chemischer Inhalte durch deren Berufsrelevanz belegen.
6. Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung der Hypothese, dass Berufsrelevanz der Schlüsselfaktor für höhere Akzeptanz ist.
7. Mögliche Schlussfolgerungen für die allgemeinbildenden Schulen: Reflexion über die Übertragbarkeit berufsorientierter Prinzipien auf den allgemeinbildenden Unterricht.
Chemieunterricht, Akzeptanz, Friseurausbildung, Alltagsorientierung, Berufsrelevanz, Lernmotivation, Didaktische Analyse, Inkongruenztheorie, Handlungsorientierung, Empirische Untersuchung, qualitative Forschung, Lernpsychologie, naturwissenschaftliche Bildung, Schülerinteresse.
Die Arbeit adressiert die geringe Akzeptanz und Beliebtheit des Schulfaches Chemie an allgemeinbildenden Schulen, die oft zu Desinteresse und Abwahl des Faches führt.
Im Fokus stehen die Motivation im Chemieunterricht, die Bedeutung der Alltagsorientierung, die Relevanz des Lernens für den Beruf sowie die lernpsychologischen Hintergründe der Wissensaufnahme.
Das Ziel ist es, zu überprüfen, ob eine alltags- und berufsbezogene Vermittlung chemischer Inhalte in der Friseurausbildung die Akzeptanz gegenüber dem Fach steigert.
Die Arbeit nutzt einen methodischen Triangulationsansatz, bestehend aus teilstrukturierten Leitfadeninterviews und Fragebögen, die qualitativ ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Didaktik, Lernpsychologie), eine Lehrplananalyse für das Friseurhandwerk und die detaillierte Auswertung der empirischen Daten.
Die zentralen Begriffe sind Akzeptanz, Berufsrelevanz, Alltagsorientierung und naturwissenschaftliche Motivation.
Der Beruf enthält viele chemische Bezüge (z.B. Haarfarben, Dauerwellen), was eine Untersuchung von alltagsorientierter Vermittlung in einer frauendominierten Branche ermöglicht.
Die Hypothese wird gestützt: Die Berufsrelevanz erweist sich als entscheidender Faktor, der die Akzeptanz chemischer Inhalte bei den Auszubildenden signifikant erhöht.
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